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Neue Ansätze

Der Beirat für die Förderung des weiblichen Unternehmertums der Handelskammer fordert mehr Einsatz für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Mitglieder des Beirats für die Förderung des weiblichen Unternehmertums äußern ihre Besorgnis angesichts des Rückbaus der Angebote im Kindergarten und in der Schule. Familien sind nach wie vor für jedes Kind und jede Bildungsstufe mit neuen Rahmenbedingungen (Öffnungszeiten, Kosten) konfrontiert. Eltern müssen ihre Arbeitszeiten anpassen und vor allem Mütter scheitern häufig an der Vereinbarkeit. Die langen Ferienzeiten im öffentlichen Bildungsbereich stellen Eltern, aber auch Arbeitgeber/innen ebenso vor eine große Herausforderung.

„Es ist wichtig, dass Tische eingerichtet werden, an denen mit Entscheidungsträgern an zukunftsweisenden Konzepten gearbeitet wird. Es ist dringend nötig die Bildungs- und Betreuungsangebote von null bis 14 Jahren künftig besser aufeinander abzustimmen. Wir fordern neue Ansätze mit verlängerten Modellen, in denen die Schule ein offener Raum wird, in dem auch Angebote aus dem Sport, dem Vereinswesen, der Musik, der Jugendarbeit ihren Platz finden. Es ist Zeit eltern- und kindgerechte Lösungen zu finden“, so Christa Ladurner, Koordinatorin der Fachstelle Familie beim Forum Prävention.

Christa Ladurner hat kürzlich auf Einladung des Beirats zur Förderung des weiblichen Unternehmertums einen Vortrag zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Handelskammer gehalten.

„Berufstätige Eltern wünschen sich mehr Bildungs- und Betreuungsmodelle. Das Schaffen von Ganztagesangeboten in jedem größeren Einzugsgebiet, auch im Sommer, wäre für viele Familien eine Entlastung. Das bedeutet aber nicht mehr Schule, sondern das Entwickeln neuer kinder- und familienfreundlicher Modelle. Auch die Betriebe selbst können dazu einen Beitrag leisten“, erklärt Marina Rubatscher Crazzolara, Vorsitzende des Beirats für die Förderung des weiblichen Unternehmertums.

Der Beirat zur Förderung des weiblichen Unternehmertums ist ein interner Beirat der Handelskammer Bozen, der im Jahr 2011 eingerichtet wurde und in erster Linie Beratungs- und Vorschlagsfunktion ausübt. Ziele des Beirats sind vor allem die Förderung des weiblichen Unternehmertums, die Gründung von Unternehmen durch Frauen, die Weiterbildung von Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen sowie die Stärkung der Position von Frauen in den Unternehmen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • allesklar

    Es braucht Kita Konzepte die angepasst sind an das Berufsleben der Frauen. Nicht über private Träger sondern institutionalisiert. Also direkt betrieben vom Land. Auch die Ausbildung der Tagesmutter muss verbessert werden! Keine 200 Stunden Ausbildungskurse und Monatskosten von 400-500 Euro pro Kind! Nachmittagskindergarten erleichtern auch am Land!

  • thefirestarter

    Nicht mehr Kitaskonzepte braucht es sonder was es braucht wäre mehr Zeit für Mamis und Papis.
    Kitas/Kiga sind nur eine Notlösung bzw. eine Lösung im Sinne der Arbeitgeber.

    Was es wirklich braucht ist eine direkte oder indirekte Entlohnung die es erlaubt den Eltern weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, ich wage zu behaupten das sich damit auch viele gesellschaftliche Probleme lösen würden.

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