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„Unerklärliches Nein“

Die SVP hat einen Antrag abgelehnt, mit dem die deutsche Sprache bei der Anerkennung der Berufsqualifikationen durch die Ärztekammer gleichgestellt wird.

Das Team Köllensperger unterstützt den Rekurs vom Primar Thomas Müller vor dem Verwaltungsgericht. Diesbezüglich wurde der Änderungsantrag von Franz Ploner zur Anerkennung der Berufsqualifikationen im IV. Gesetzgebungsausschuss unerklärlicherweise abgelehnt. Franz Ploner: “Die gesamte Opposition – sogar der M5S-Landtagsabgeordnete Nicolini – hat den Antrag unterstützt, wo bleibt die Svp?”

Die Südtiroler Ärztekammer hatte nämlich die Landesregierung vor längerer Zeit aufgefordert, mit einem eigenen Landesgesetz Grundlagen zu schaffen, um die Einschreibung von Ärzten aus dem Ausland ohne Probleme zu ermöglichen. Wie in der Pressemitteilung der Südtiroler Ärztekammer nachzulesen, hat die Landesregierung dieses Schreiben nicht beantwortet.

Es wäre die Aufgabe der Landesregierung und des zuständigen Landesrats, solche Probleme frühzeitig aus dem Weg zu räumen, anstellen im Schulterschluss mit den Freiheitlichen als Anfechtungsapostel zu erscheinen.

Es kann nicht sein, dass Nicht-Südtiroler Ärztinnen und Ärzte aus dem deutschsprachigen Ausland wegen mangelnder Kenntnis der italienischen Sprache nicht in die Südtiroler Ärztekammer eingeschrieben werden können und daher im öffentlichen und privaten Südtiroler Gesundheitssystem nicht arbeiten können. All dies, obwohl das Autonomiestatut die deutsche Sprache der italienisch als offizielle Amtssprache gleichstellt (Art. 99 Autonomiestatut).

Aus diesem Grund hat Dr. Franz Ploner vom Team Köllensperger heute einen Änderungsantrag zur Organisationsstruktur des Landesgesundheitsdienstes im IV. Gesetzgebungsausschuss eingebracht, um die Einschreibung in die Ärztekammer, die geltendes EU-Recht ist und vom italienischen Gesetzgeber in nationales Recht umgesetzt wurde und das Autonomiestatut die deutsche der italienischen Amtssprache gleichstellt, zu ermöglichen.

Dieser Antrag wurde unerklärlicherweise abgelehnt. “Uns geht es darum, konkrete Lösungsansätze vorzuschlagen und unbefriedigende Situationen zu lösen. Die gesamte Opposition – sogar der M5S-Landtagsabgeordnete Nicolini – hat den Antrag unterstützt, wo bleibt die Svp?”” schließt Dr. Franz Ploner ab.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (11)

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  • unglaublich

    Ich meinte auch immer, dass in Südtirol die deutsche Sprache der italienischen gleichgestellt ist. Die Anao müsste also alle italienischsprachigen Ärzte anzeigen, die nicht deutsch sprechen.
    Und wo bleibt der Aufschrei der Regierungspartei? Oder gibt es die hochgelobte Autonomie überhaupt nicht?

  • jennewein

    SVP was soll das typisch ! werft bitte den Wiedmann raus .
    Keine Ärzte, Wartezeiten bis zu einen halben Jahr und solche Blödsinne abstimmen.

    SVP bitte schämt euch.

  • kurt

    Unerklärliches nein ,ja wollt ihr vielleicht alle für blöd verkaufen ,seit wenigstens ehrlich und gebt zu das eure Sonderautonomie keinen Pfifferling wert ist ,alles die gleichen scheinheiligen Schleimscheißer !!!!!!.

    • andreas

      Kenne mich beim Thema zu wenig aus.
      Jedenfalls ist der Ansatz der SVP gegen die Entscheidung der Ärztekammer vorzugehen, der von TK die Entscheidung der Ärztekammer zu akzeptieren und eine gesetzliche Regelung zu finden.
      „Unerklärlicherweise“ wurde der Antrag aber nicht abgelehnt, denn es gab ja eine Erklärung, die Operrolle ist also unbegründet.

      .

  • heiliger

    Warum sollte die SVP dem Beschussantrag des TK mittragen? Dieser ist rein und 100%ig polemisch, das bereits das Autonomiestatut die Anerkennung der Sprachengleichheit regelt. Somit braucht es kein neues Landesgesetz. TK möchte halt auch auf diesem Zug aufspringen und plötzlich als Retter der Nation (in diesem Falle Provinz) aufscheinen….

  • rowa

    Wenn das so ist, kann man nur mehr sagen „Herr verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“. Wo kommen wir den hin, wenn die SVP einen Antrag der Opposition unterstützt …

  • george

    Die SVP war immer schon so scheinheilig, Anträge des „Volkes“, die von anderen eingebracht werden, mögen sie auch noch so gut sein, nicht mitzutragen oder nur, wenn sie die Möglichkeit haben, diese nach eigenem Partei-Gutdünken abzuwandel. Beweis genug, dass ihnen der Parteizwang von einigen wenigen diktiert, die in der Partei das Sagen haben, mehr wert ist als das Volk.

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