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„Kein Nischenthema“

Der Brixner Hofburggarten im Vorjahr

Die Neugestaltung des Hofburggartens in Brixen ist ein Thema von Landesinteresse – zumindest laut der Initiativgruppe für einen offenen Hofburggarten, die am Dienstag in Bozen darauf aufmerksam machte.

von Markus Rufin

Die Neugestaltung des Hofburggartens in Brixen ist ein Dauerbrenner. Seitdem vor rund zwei Jahren das Exposé des österreichischen Multimedia-Künstlers André Heller vorgestellt und das eigentliche Siegerprojekt aus dem Jahr 2015 fallengelassen wurde hören die Diskussionen darüber nicht auf. So ist es zumindest in Brixen.

Denn in den restlichen Landesteilen wird die Debatte mehr oder weniger mit Interesse verfolgt. Außerhalb von Brixen hat sich bisher kaum jemand in die Diskussion eingebracht. Doch das soll sich nun ändern.

Am Dienstag erklärte die „Initiativgruppe für einen offenen Hofburggarten“den Hofburggarten zum Thema von Landesinteresse. Bei einer Pressekonferenz erklärten 15 Mitglieder der rund 50 Personen umfassenden Initiativgruppe, weshalb der Fall nicht nur ein „Nischenthema einer Kleinstadt“ist.

Die Initiativgruppe, die im Frühjahr 2018 gegründet wurde, positioniert sich klar gegen die Pläne der Gemeinde, der Kurie und des Landes. Diese wollen nämlich mehr als einen garten der „Muße und Erholung für Einheimische“schaffen, meint die Initiativgruppe. Die Entscheidungsträger wollen „eine wirkungsvolle Attraktion für Brixen-Besucher“schaffen.

Ein großer Kritikpunkt der Initiativgruppe sind die Kosten für den Garten, der laut derzeitigen Informationsstand rund zehn Millionen Euro kosten dürfte. Zum Vergleich: Das Siegerprojekt aus dem Jahr 2015 hätte nur 2,5 Millionen Euro gekostet.

Kurios ist, dass die Kosten bereits abgeschätzt werden können, ohne dass ein Projekt vorliegt. Derzeit gibt es nur ein Exposé von André Heller. Obwohl vom Bürgermeister Peter Brunner mehrmals angekündigt, gibt es aber noch kein Projekt.

MEHR DAZU LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • asterix

    Bei dem Garten geht es wieder einmal nur um Partikular – Interessen. Also um den Tourismus. Nur darum, sonst um rein garnichts. Die Brixner Bürger sind denen so schei….egal wie die Laus auf einem Hundefell. Hauptsache es lässt sich vermarkten. Ohnehin gibt es in Brixen nur eine Nord – Süd Dantestrasse und Ost – West Mozartallee Verbindung. Man erstickt im Verkehr, aber immer noch mehr. Hauptsache der Rubel rollt. Ich hoffe es ergeht dem Herrn Bürgermeister gleich wie seinem Vorgänger mit der idiotischen Ploseseilbahn. Nächstes Jahr gibt es Gemeinderatswahlen und da wird abgerechnet.

  • andreas

    Das Beispiel zeigt sehr gut die Problematik der heutigen Zeit auf.

    Der „Initiativgruppe“ wäre es wohl am liebsten, wenn diese Lappalie von europäischem Interesse wäre, auch wenn es außerhalb der Stadt Brixen, außer ein paar Fundis bzw. Berufsprotestierer, keinen interessiert.

    André Hellers Arbeiten sind nun mal Besuchermagnete, welche bei der momentanen Arroganz der Südtiroler anscheinend nicht notwendig sind, mittel- und langfristig es aber sicher nicht falsch ist, solche zu schaffen.

    Mit dem derzeitigen Zeitgeist, gäbe es weder Trauttmansdorff, Ötzi Museum, Eifelturm, Elbphilharmonie oder sonstige Bauten.

    • pingoballino1955

      andreas ,sind 10 Millionen Euro für dich eine Lappalie,dann zahl doch du die fehlenden 8 Millionen die von unserem Steuergeld aufgebracht werden müssten! Abgesehen dass die 2 Millionen Euro der Brixner Gemeinde auch Steuergelder sind! Bin neugierig wie der LH eine solche Summe rechtfertigen will. Wenn er es über den Tourismus probiert,dann sollen die doch alle mitzahlen,schauen wir,ob sie dann noch interessiert wären,oder sind!

    • asterix

      Interessante These. Zu Ende gedacht heißt das, dass das Kapital sozusagen immer und überall tun und lassen kann was es will. Weil das Kapital ist dem Zeitgeist immer voraus. Fragt sich nur für wen.

    • george

      Falsch ‚andreas‘! „André Hellers Arbeiten“ sind keine Besuchermagnete, siehe Gardone und anderswo. Der Garten in Gardone gehört zwar Heller, ist inzwischen aber vergammelt und alles eher als eine Besuchermagnet.

  • treter

    wie gross das landesinteresse an diesem garten ist sieht man auch in der anzahl der kommentare bzw. nur deren fünf

  • george

    Korrektur: …und alles eher als ein Besuchermagnet.

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