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Metamorphosis

Metamorphosis von Virgilio Sieni: Eine Uraufführung in Bozen

Tanz Bozen startet fulminant in die zweite Festivalwoche: Auf dem Programm eine Uraufführung: Metamorphosis des Choreografen Virgilio Sieni, eine Koproduktion mit dem Festival Tanz Bozen.

Das Stück basiert auf Ovids Metamorphosenund erzählt zur Musik von Arvo Pärt von der Verwandlung der Körper. Begleitet werden die fünf Tänzer auf Bühne vom Haydn Orchester unter der Leitung der Französin Chloé van Soeterstède.

Die Compagnia Virgilio Sieni, 2015 vom Ministerium für Kulturgüter 2015 als erstes „Centro Nazionale di Produzione“ anerkannt, debütiert in Bozen mit einer Uraufführung: Metamorphosisist ein Werk von Virgilio Sieni, das vom Festival Tanz Bozen mitproduziert wurde und bei der Aufführung live vom Haydn Orchester von Bozen und Trient mit Chloé van Soeterstède am Dirigentenpult begleitet wird. In seinen Anmerkungen zur Entstehung des Stücks nennt Virgilio Sieni Ovids Metamorphosenals Inspirationsquelle, beziehungsweise die „Erzählformen, die in neue Körper verwandelt werden“, aber er bekräftigt auch, dass die Aufführung keine Transkription der Metamorphosendes großen lateinischen Dichters oder Der Verwandlungvon Kafka ist. Auf der Bühne stehen fünf Tänzer, die sich zur live gespielten mystischen Musik von Arvo Pärt bewegen. Gemeinsam schaffen sie eine Meditation über die Unendlichkeit des Ausdrucks, über das pausenlose Pulsieren der Geschehnisse, über fabelartige Begegnungen, die sich nach dem Vordringen in einen waldähnlichen Raum ereignen. Tänzer, Körper, Überbringer gut gehüteter Legenden, die sich zwischen Schwerkraft und Leichtigkeit entfalten, Menschen, die sich erst durch die besondere Gabe der Veränderung, durch die Metamorphose, zum wahren Menschsein erheben.

Im Vorprogramm um 20.00 Uhr zeigt die italienische Tänzerin und Choreografin Luna Cenere ihr Stück Natural Gravitation, eine Hommage an Isadora Duncan. Das kurze Solo basiert frei auf der Vorlesung The dance of the future(1903) der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Isadora Duncan. Duncan sagte darin: „[…] der Tanz der Zukunft wird eine neue Bewegung sein, eine Frucht der ganzen Entwicklung, die die Menschheit hinter sich hat. […] Die Tänzerin der Zukunft wird ein Weib sein müssen, deren Körper und Seele so harmonisch entwickelt sind, dass die Bewegung des Körpers die natürliche Sprache der Seele sein wird. Die Tänzerin wird nicht einer Nation, sondern der ganzen Menschheit angehören. Sie wird keine Feentänze zu tanzen versuchen, noch Nixen darstellen oder kokette Frauen, sondern sie wird als das Weib in seiner größten und reinsten Erscheinung tanzen.“ Luna Cenere interpretiert Duncans Botschaft in einem freien und zyklischen tänzerischen Akt. Eine Frau tanzt mit einem Planeten: Die Kraft des weiblichen Körpers trifft symbolisch auf die Natur und den Kosmos.

Termin: 22. Juli um 21.00 Uhr im Stadttheater Bozen

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