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Der Startschuss

Die Dolomiten-Radrundfahrt 2019 hat am Sonntag mit der ersten Etappe begonnen.

Für die rund 600 Teilnehmer aus 26 verschiedenen Nationen ging es auf einer Streckenlänge von 51,6 Kilometern von Bozen über Rentsch auf den Ritten und von dort weiter nach Wangen und die SarntalerStraße zurück zur Messe Bozen. Auf dem zeitgestoppten Abschnitt (11,7 km/800 Höhenmeter) erzielten Lokalmatador Eduard Rizzi aus dem Sarntal und die Schweizerin Esther Frei die schnellsten Zeiten.  

Eduard Rizzi hat schon bei vielen Radrennen Spitzenpositionen erzielt und gar einige davon gewonnen. Auch beim Giro delle Dolomiti entschied der 47-jährige Sarner bereits Etappen für sich – zum Gesamtsieg reichte es für Rizzi, der nach eigenen Angaben „sicher schon seit 15 Jahren“ dabei ist, bis dato aber noch nicht. Am heutigen Sonntag ließ Rizzi seine Klasse neuerlich aufblitzen. In 33.25 Minuten bewältigte er den zeitgestoppten Abschnitt auf der Rittner Straße von Rentsch hinauf bis zur Kreuzung Oberbozen mit einer Länge von 11,7 Kilometern und rund 800 Höhenmetern am schnellsten.

„Ich war nicht gleich in der Spitzengruppe und musste mich zunächst herankämpfen. Dann sind wir in einer Gruppe aus vielleicht 30 Radlern sehr zügig die Kehren heraufgefahren. Kurz vor dem Firmensitz der Finstral habe ich das Tempo verschärft und bin 30 Watt mehr getreten. Da konnte mir nur mehr ein Konkurrent folgen. Zum Schluss habe ich dann noch einmal zugelegt. Dass ich die Strecke sehr gut kenne, ist mir heute sicher zugutegekommen. Mein großes Ziel ist auch heuer der Gesamtsieg – ich hoffe, dass es vielleicht mit bald 48 Jahren endlich einmal reicht“, sagte der Fahrer vom Sportler Team.

Leefmann mit starker Vorstellung

Hinter Rizzi landete Jonas Leefmann aus München mit einem Rückstand von nur sieben Sekunden auf dem zweiten Platz. Leefmann, ein Ex-Profi der jetzt hauptberuflich als Rechtsanwalt arbeitet, ist freier Mitarbeiter beim Magazin „RennRad“ und wird seine Eindrücke vom Giro delle Dolomiti in einer mehrseitigen Reportage festhalten. Das Podium der ersten Etappe komplettierte Stefano Scala (+9Sekunden) aus Carugo in der Provinz Como.

Die schnellste Zeit bei den Frauen erzielte Esther Frei. Die Schweizerin, die im vergangenen Jahr im Gesamtklassement den zweiten Rang belegt hatte, fuhr in 41.16 Minuten auf den Ritten. Dabei nahm sie ihrer wohl stärksten Gegnerin, Vorjahressiegerin Monika Dietl aus Bayern, 49 Sekunden ab und holte ein gutes Polster für die restliche Woche heraus. Annette Pronk aus den Niederlanden wurde mit einer Zeit von 42.53 Minuten Dritte. Als beste Südtirolerin landete Liviana Faoroaus Gargazon auf dem vierten Platz. Die Radlerin vom Team Zanolini Bike kam nach 44.05 Minuten ins Ziel.

Ex-Profi Quinziato beehrt die Veranstalter

Unter die knapp 600 Teilnehmer aus 26 verschiedenen Nationen hatte sich am Sonntag auch der Bozner Ex-Profi Manuel Quinziato gemischt. Seit seinem Karriere-Ende ist er der einwöchigen Veranstaltung freundschaftlich verbunden und geht wann immer es sein Terminkalender erlaubt an den Start.

Am morgigen Montag gilt es für die Radsportbegeisterten das Würzjoch vom Villnößtal aus zu bezwingen: 133,6 Kilometer, 1920 Höhenmeter – das sind die nackten Zahlen der zweiten Etappe. „Der zeitgestoppte Abschnitt ist 8,2 Kilometer lang, der Höhenunterschied beträgt aber nur 329 Meter. Deshalb bin ich mir sicher, dass das Gesamtklassement kräftig durchgeschüttelt wird. Denn es ist nicht gesagt, dass hier unbedingt ein ganz starker Kletterer gewinnen muss“, ist OK-Chef Simon Kofler überzeugt, der am Sonntagnachmittag zufrieden auf die verletzungsfreie und reibungslos verlaufene Auftakt-Etappe zurückblickte.

Ergebnisse 1. Etappe Raika Ritten

Männer:

1. Eduard Rizzi ITA 33.25

2. Jonas Leefmann GER 33.32

3. Stefano Scala ITA 33.34

4. Stefano Monfrini ITA 33.49

5. Federico Lualdi ITA 34.04

Frauen:

1. Esther Frei SUI 41.16

2. Monika Dietl GER 42.05

3. Annette Pronk NED 42.53

4. Liviana Faoro ITA 44.05

5. Tanja Cais AUT 44.39

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