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„Traurig und schade“

Der Gift-Anschlag auf zwei Marteller Erdbeerfelder schlägt hohe Wellen. Was Bürgermeister Georg Altstätter dazu sagt.

von Karin Gamper

Der mysteriöse Anschlag auf zwei Marteller Erdbeerfelder sorgt über das Tal hinaus für Empörung. Niemand kann sich erklären, wer zu so einer schäbigen Tat fähig ist und aus welchen Gründen.

Wie berichtet, beklagt der Marteller Erdbeeranbauer Roland Gluderer einen Schaden von 50.000 Euro.

Wie er gegenüber der TAGESZEITUNG erklärte, habe man ihm Unkrautvernichtungsmittel und zwölf weitere Substanzen, die im Erdbeeranbau nichts zu suchen haben, über Nacht in die Sprühgeräte geschüttet. Dies hätten die Rückstandsanalysen ergeben, die er durchführen ließ und aus eigener Tasche bezahlt hat. Als Gluderer seine Plantagen bearbeiten wollte, sei die verhängnisvolle Mixtur auf die Felder gelangt.

„Drei Tage später waren sämtliche Erdbeerstauden abgestorben und das gesamte Feld braun“, so Gluderer. Betroffen ist eine Fläche von etwa einem halben Hektar. Der Schaden von rund 50.000 Euro für Ernteausfall, neues Pflanzmaterial und Arbeit ist von der Versicherung nicht gedeckt. Gluderer hat Anzeige bei den Carabinieri erstattet.

Bürgermeister Georg Altstätter sagte zu dem Anschlag auf die Erdbeerfelder:

„Es ist traurig und schade, dass solche Dinge geschehen müssen“. Im Tal habe der Vorfall für Empörung gesorgt: „Die Tat wird von allen verurteilt“, so der Bürgermeister. Georg Altstätter hofft, dass der Schuldige gefunden wird. Gleichzeitig warnt er jedoch vor voreiligen Schuldzuweisungen: „Das ist nicht zielführend und man soll die Carabinieri ermitteln lassen“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (8)

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  • jeronimo

    Wie sogn die Bauern olm:““mir Bauern holtn olle zom‘. Kimp mir et vor 😉 Neid und Geldgier, Bosheit und null Respekt gegenüber fremden Eigentum. Wennse den dowischn passiert sicher net viel.

    • meintag

      Genau hier fängt das Zusammenhalten der Landwirte an. Wenn ein Landwirt aus der Genossenschaft austreten will um seine Produkte auf seine Weise zu verkaufen, hat Er das Problem nit den anderen Genossen. Als Erstes entsteht der Neid der Anderen wenn Sie sehen dass er mehr für das Produkt bekommt. Der Zweite ist dass die übergeordneten Genossenschaften wie hier im Vinschgau die VIP ein schlechtes Bild liefern wenn Diese die EU Beiträge erklären müssen.

  • brutus

    Woher willst du wissen, dass es einer aus Bauernkreisen war. Manche Leute wissen anscheinend mehr als die damit beauftragten Organe.

    • yannis

      Dieser Giftanschlag wurde doch mit Mitteln dirchgeführt an die NUR die Bauern heran kommen, also „Gift“ was nur Bauern anwenden dürfen, oder ?

    • jeronimo

      weil man nur als Landwirt zu diesen Unkrautvernichtern Zugang hot. A normaler Orbeiter konn des net kaufn…. man muss sogar als Landwirt Kurse für solche Unkrautvernichter absolvieren und diese sicher aufbewahren dass keiner Zugang hot, ansonsten bekommt nicht einmal dieser dieses Gift zu kaufen!

  • morgenstern

    In der Vergangenheit gab es mal so was in der Gegend von Partschins,
    Wurde der Fall eigentlich aufgeklärt?

  • brutus

    Google mal Finalsan! …von wegen nur Bauern!
    …oder schütte 10 KG Kochsalz in ein Sprühgeröt und du erzielst den selben Effekt!

  • george

    Was spekuliert ihr mit so dummen Bemerkungen herum! Womit man die Pflanzen abgetötet hat, ist sicher bestimmt worden. Man kann heutzutage ja fast alles chemisch bestimmen, wenn man frühzeitig die Proben nimmt. Macht euch hier doch nicht lächerlich.

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