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Keine Anlage

Das Rendering

Der Rekurs der PA Holding gegen die Ablehnung der Müllverbrennungsanlage in Kurtatsch wurde abgelehnt. Damit ist es nahezu ausgeschlossen, dass die Anlage errichtet wird.

von Markus Rufin

Noch ist es nicht endgültig, doch es schaut für die PA Holding beziehungsweise Patrick Santini und seiner Müllverarbeitungsanlage der Eco Energy in Kurtatsch nicht gut aus. Denn der Rekurs gegen die Ablehnung des Projektes durch die Landesregierung wurde nun abgewiesen.

Die TAGESZEITUNG zeichnet das bisher Geschehene nach: Im November 2017 wurden die Pläne der Eco Energy des Patrick Santini bekannt, in Kurtatsch eine neue Anlage zur thermischen Behandlung von Abfällen zu errichten.

Die Bevölkerung im Unterland wehrte sich gegen das Projekt, startete Unterschriftenaktionen und drohte mit Protesten. Doch so weit kam es gar nicht, denn die Landesregierung lehnte das Projekt aufgrund eines negativen Gutachtens des Umweltbeirates ab.

Wichtigster Grund der Ablehnung war die geplante Verarbeitungskapazität: 95.000 Tonnen Sonderabfälle hätten verarbeitet werden müssen, dazu hätte das Unternehmen Müll von auswärts zuführen lassen müssen. Das Projekt wurde durch die UVP förmlich auseinandergenommen.

Und dennoch legte die PA Holding im Februar Rekurs gegen die Entscheidung der Landesregierung ein, da die Ablehnung unlogisch, mangelhaft und teilweise sogar verfassungswidrig sei.

Doch all diese Punkte, die die PA Holding kritisierte sind wohl nichtig. Denn das Verwaltungsgericht hat den Rekurs am Montag abgewiesen. In Kurtatsch löste die Nachricht Freude aus.

Die Bürgerliste Kurtatsch teilte das in einer Presseaussendung mit:

 

„Die Bürgerliste Kurtatsch zeigt sich erfreut über das Urteil des Verwaltungsgerichts, mit dem die von der Firma Santini geplante Errichtung einer Müllvergasungsanlage im Gemeindegebiet von Kurtatsch abgewandt werden konnte.

Die Gemeinderätinnen Heidi Peer, Erika Rinner und Claudia Rizzi weisen auf die 4.000 Unterschriften hin, die im Zuge der Rekursstellung von Bürgern gegen das Projekt gesammelt werden konnten. Sie zeigen sich überzeugt, dass das Verwaltungsgericht Bozen den Unterschriften Rechnung getragen und diese bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt hat.

,Es war wichtig, dass alle Maßnahmen, die im Kampf gegen die Müllverbrennungsanlage getroffen wurden, von allen Vertretern der Gemeinde Kurtatsch mitgetragen wurden und dass der Gemeinderat und die Nachbargemeinden geschlossen gegen das Projekt von Patrick Santini aufgetreten sind‘, betonen die Gemeinderätinnen der Bürgerliste Kurtatsch.“

 

Lesen Sie mehr in der Donnerstags-Ausgabe der Tageszeitung…

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