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Der neue Autobahn-Chef

Die Sitzung ©FOTO MATTEO RENSI.

Der Südtiroler Rechtsanwalt Hartmann Reichhalter ist neuer Präsident der Brennerautobahn AG. Das haben die Gesellschafter bei ihrer Versammlung am heutigen Donnerstagvormittag am Sitz der A22 in Trient beschlossen.

Die Aktionäre nominierten dabei auch die weiteren Mitglieder des neuen Verwaltungsrates für den Zeitraum von 2019 bis 2021:

Richard Amort, Giovanni Aspes, Anna Bertazzoni, Diego Cattoni, Raffaele De Col, Francesca Gerosa, Barbara Guadagnini, Astrid Kofler, Luigi Olivieri, Mattia Palazzi, Maria Chiara Pasquali, Giulio Santagata, Manuel Scalzotto. Das ausgewogene Geschlechterverhältnis wird somit gemäß den geltenden Bestimmungen erfüllt.

Hartmann Reichhalter ist im Jahr 1969 geboren, hat an der staatlichen Universität von Mailand Jura studiert und arbeitet als Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Urbanistik, öffentliches Vergabewesen, örtliche Körperschaften und Landschaftsschutz. Reichhalter war von 2004 bis 2010 Bürgermeister der Gemeinde Kastelruth, ab 2000 und von 2010 bis 2015 Vizebürgermeister. Von 2005 bis 2010 vertrat er den Südtiroler Gemeindenverband in der Arbeitsgruppe für die Überarbeitung des Landesraumordnungsgesetzes.

„Ich danke den Aktionären der Brennerautobahn für die Ernennung zum Präsidenten dieser wichtigen Gesellschaft“, erklärte Reichhalter nach der heutigen Versammlung, dass er seine beruflichen Fähigkeiten und seine Verwaltungserfahrungen in die A22 einbringen werde.

Hartmann Reichhalter ©FOTO MATTEO RENSI.

„Mein voller Einsatz gilt der Umwandlung der heutigen Brennerautobahn AG in eine Inhouse-Gesellschaft, um dann die Erneuerung der Autobahnkonzession anzustreben“, so Reichhalter.

„Dies ist die unabdingbare Voraussetzung, um die Brennerautobahn in die Zukunft zu führen, das heißt um bedeutende finanzielle Mittel in die angrenzenden Gebiete zu investieren, den intermodalen Verkehr um die Eisenbahn zu erweitern und eine Umweltsteuer einzuführen“, betonte Reichhalter. „Kurzum: um unsere Dienste zu verbessern – für die Benutzer und für die Anrainer der Autobahn.“

Hartmann Reichhalter übernimmt die Führung der Brennerautobahngesellschaft von Luigi Olivieri. Der scheidende Präsident wurde als Verwaltungsratsmitglied bestätigt. Anlässlich der Gesellschafterversammlung blickte Olivieri auf die entscheidenden Schritte der Brennerautobahn AG in den vergangenen Monaten zurück und dankte seinen Mitarbeitern, den Betriebsleitern, allen voran Geschäftsführer Walter Pardatscher und dem gesamten Verwaltungsrat für ihre Arbeit. „Eine neue Ära beginnt“, erklärte Olivieri. „Die Erneuerung des Verwaltungsrates fällt mit der Aufgabe zusammen, bisher unbekannte Entwicklungen in der transalpinen Mobilität zu untersuchen“, so der scheidende A22-Präsident. „Die soziale Verantwortung des Unternehmens ist dabei ein Grundsatz unseres Gründungsaktes. Es ist unsere Aufgabe aufzuzeigen, dass die Brennerautobahn sich in den Dienst der lokalen Gemeinschaften, des italienischen Staates und der europäischen Gemeinschaft stellt.“

Die Gesellschafterversammlung hat darüber hinaus die ihr zustehenden Mitglieder des Aufsichtsrates für den Zeitraum von 2019 bis 2021 ernannt Tommaso Bergmeister, Martha Florian von Call, Tommaso Zanini. Hinzu kommen Dr. Giovanni Ciuffarella des Wirtschafts- und Finanzministeriums als Präsident und Frau Dr. Romana Sciuto des Infrastruktur- und Transportministeriums.

Der neue Verwaltungsrat der Brennerautobahn AG wird bereits am heutigen Nachmittag einen neuen Geschäftsführer ernennen. Es folgt dazu eine weitere Medienmitteilung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • jennewein

    Vetternwirtschaft SVP

  • framky3

    Inhousegesellschaft? Der Staat bin ich.

  • alexbozen

    Lieber Hartmann Reichhalter: Jetzt sind sie an der Spitze….bitte beenden sie das unwürdige Spektakel, dass sich ganzjährig seit meiner Kindheit auf der Brennerautobahn zwischen Bozen Nord und Klausen abspielt. Immer Bauarbeiten auf einer Strecke von ca 30 km, hab ich in den letzten 35 Jahre selten keine Baustelle gesehen, und ich fahre fast wöchentlich. …das ist ein Skandal. Wir sollten gar nicht über süditalienische Verhältnisse schreiben…denn die haben wir hier schon lange überholt. …ich hoffe dieser Artikel wird von der Redaktion nicht gelöscht. danke.

    • werner1

      Befürchte die Baustellen werden eher mehr werden. Das Bauwerk ist 50 Jahre alt und benötigt bei dieser steigenden Belastung auch eine höhere Instandhaltung. Das selbe findet man nebenbei auch in Nordtirol.

    • ollaweilleiselber

      @alexbozen
      Sehr geehrter Herr „alexbozen“
      Ist das Ihr Ziel: sämtliche Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten sofort einstellen, dann ein paar Jahre warten bis alle Viadukte einstürzen, und dann ist wieder Ruhe im Land?

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