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Gesperrtes Tal

Land und Gemeinde etablieren in Prags eine neue, nachhaltige Art, das Dolomiten-Unesco-Welterbe zu er-fahren. Vom 10. Juli bis 10. September ist die Straße täglich fünf Stunden gesperrt.

Weniger Autos und Emissionen, dafür mehr Stille, saubere Luft und ein neues nachhaltiges Naturerlebnis im Pragser Tal: Darauf zielt der Plan Prags, das Mobilitätsmanagement von Land, Gemeinde und IDM für das Pragser Tal.

„Das Pragser Tal mit dem einzigartigen Dolomiten-Unesco-Welterbe soll nicht nur für die Urlaubsgäste, sondern vor allem für die Bürger vor Ort deutlich aufgewertet werden, damit es für sie mehr Lebensqualität gibt!, sagt dazu Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. „Wir wollen schrittweise eine neue nachhaltige alpine Mobilität in Südtirol entwickeln, die vernetzt, smart und sauber ist und zu der jeder beitragen kann!“

„Zusammen wollen wir den Verkehr im Pragser Tal besser managen und auch mehr einschränken. Vor allem wollen wir die Situation der Menschen verbessern, die im Tal leben. Daher setzen wir auf ein umwelt- und gesundheitsschonendes Konzept. Erste Maßnahmen starten nun“, sagt der Pragser Bürgermeister Friedrich Mittermair.

Bis zu 7000 Fahrzeuge wurden noch im Sommer 2017 jeden Tag auf der Straße zum See gezählt. Im Sommer 2018 hielten sich an Spitzentagen bis zu 10.000 Menschen rund um den See auf. Diese Zahlen wollen Land, Gemeinde und IDM nun senken. Aufgrund der im Sommer gemachten Erfahrungen und nach zahlreichen Absprachen mit den Vertretern der Gemeinde und den Interessensverbänden von Prags und den umliegenden Orten wurde der Plan Prags für 2019 weiterentwickelt.

Bereits an den Einfahrten bei Mühlbach, Olang, Winnebach und Schluderbach sowie am Eingang des Tals weisen Schilder auf den Respekt vor dem Weltnaturerbe hin und laden ein, dieses sanft zu „er-fahren“.

Vom 10. Juli bis zum 10. September 2019 ist das Pragser Tal von 10 bis 15 Uhr nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Für den motorisierten Verkehr gibt es eine Sperre, und zwar ab der Abzweigung der Landesstraße zum Pragser Wildsee (LS 47) und der Landesstraße nach Altprags (LS 80).

Vom Bahnhof Welsberg fährt im Halbstundentakt ein Shuttle-Bus bis zum Pragser Wildsee. Auch der bestehende Busdienst der Linie 442 ab Niederdorf wurde zu einem Halbstundentakt verdichtet. Jeder kann mithelfen, das Weltnaturerbe zu schützen, indem er umweltfreundlich unterwegs ist.

Mehr Infos, wie das Pragser Tal staufrei, stressfrei und sanft er-fahren werden kann, gibt’s im Web unter www.prags.bz.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • yannis

    Wow für 5 Stunden kein Autoverkehr, aber weniger Leute (Brieftaschen) die, die Bergwelt zertrampeln natürlich niemals.

  • kira2000

    Die Strassensperre allein reicht nicht, schon gar nicht wg fünf Stunden – von 8.30 – 16.30, dann würde es Sinn machen. Nur, die Besucher werden dadurch nicht weniger werden und somit reicht der aktuelle Busdienst nicht aus. Folglich, entweder mehr Busse oder die Besucherzahl wird auch eingeschränkt !

  • erbschleicher

    Steigt Ihnen anständig in die Taschen, dann wird automatisch weniger. Das mögen Sie nicht die Touris aus dem Süden. Aber in Südtirol muss man den Gästen ja alles schenken um dass Sie überhaupt zu uns kommen. TRAURIG ABER WAHR!!!
    KOSTENLOS IST AUCH SCHON ZU TEUER!!!!

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