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„Glyphosatfreies Südtirol“


Das Team Köllensperger begrüßt die Entscheidung des österreichischen Nationalrates, die Ausbringung von Glyphosat in Österreich zu verbieten.

Mit ihrem Beschluss folgt die Alpenrepublik dem Beispiel Frankreichs, das ebenfalls 2018 ein Verbot beschlossen hat.

Der Wirkstoff Glyphosat steht laut Weltgesundheitsorganisation WHO in Verdacht, Krebs bei Menschen zu erzeugen. In den USA liegen bereits mehrere tausend Klagen gegen die Hersteller von glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmitteln vor. Darüber hinaus steht Glyphosat im Verdacht, die Artenvielfalt nachhaltig zu schädigen.

„Der Schutz der Gesundheit ist oberstes Gebot. Deshalb sind potentiell krebserregende Unkrautvernichter durch ungefährliche Alternativen zu ersetzen. Bravo Österreich,“ zeigt sich Paul Köllensperger, der in der Vergangenheit immer wieder auf die Gefährlichkeit von Glyphosat im Landtag hingewiesen hat, erfreut über das neue Gesetz in Österreich.

Selbst beim Deutschen Ärztetag 2017 wurde die Forderung an die Europäische Kommission gerichtet bei Glyphosat das Vorsorgeprinzip der EU Verträge nicht zu verletzen.

Die Rechtsexpertin und das Gründungsmitglied des Team Köllensperger Renate Holzeisen sieht die rechtlichen Voraussetzungen für ein Verbot auch auf EU-Ebene gegeben: „Die EU Grundrechte-Charta garantiert EU-Bürgerinnen und Bürgern ein Grundrecht auf höchsten Schutz der Gesundheit. Deshalb sind sämtliche Mitgliedstaaten verpflichtet, dieses Grundrecht zu garantieren.“

Der TK-Abgeordnete und Bauer Peter Faistnauer erkennt im Verzicht auf Glyphosat durchaus einen Wettbewerbsvorteil, vor allem für die kleinstrukturierte Landwirtschaft in Südtirol. „Die Konsumenten sind immer mehr aufgeklärt und sensibilisiert. Sie suchen nach gesunden Lebensmitteln. Es geht in diesem Zusammenhang sehr stark auch um Vertrauen. Wir vom Team Köllensperger wissen, dass es jetzt schon viele Bauern und Bäuerinnen gibt, die diesen Weg vorausgehen. Gleichzeitig verwehren wir uns dagegen, dass Bauern generell als Giftspritzer dargestellt werden.“

Das TK: „Wir setzen uns dafür ein, dass ein glyphosatfreies Südtirol, am Vorbild der Republik Österreichs, Realität wird. Unser Bauernstand soll beim Umstieg auf alternative Methoden tatkräftig begleitet werden. Zukunftsweisend kann in diesem Sinne für das Team Köllensperger nur eine gemeinsame parteiübergreifende Agrarpolitik im Südtiroler Landtag sein.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • rudi

    Ich möchte mal wissen wieviel von Privatpersonen, Verwaltungen usw. Verwendet wied.
    Der Hammer ist aber die Bahn!!!!!

  • einereiner

    @rudi
    Vergiss die Gemeinden nicht…..

  • andimaxi

    Aha. Begrüssen.Auf die Gefährlichkeit hinweisen. Ja super! Dafür kassieren die jeweils über 5.000 Euro netto im Monat. Die Frage ist: Was tut Ihr für das Verbot? Oder was habt Ihr schon erreicht. Ihr wolltet ja die Welt verändern vor den Wahlen. Jetzt ist nur mehr „begrüßen und „auf die Gefährlichkeit hinweisen“ übrig geblieben. Das ist etwas wenig. Das hättet Ihr auch von zu Hause vom Diwan aus machen können. Dazu braucht Ihr keinen Landtagssessel.

  • erich

    Bin einverstanden, dass Glyphosat auf Flächen die beweidet oder für Lebensmittelproduktion verwendet werden verboten wird. Aber auf Verkehrswege ist Glyphosat nach wie vor unverzichtbar.

    • einereiner

      @erich
      auf einer beweideten Fläche setzt niemand Glyphosat ein. Überhaupt wird Glyphosat in Südtirol sehr wenig in der Landwirtschaft verwendet, da hier der Pflug verwendet wird.
      Warum braucht es auf Verkehrswegen Glyphosat?
      Genau dort gehört es verboten!

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