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„Vorbeugen ist besser als strafen“

Vor fünf Jahren wurde das Projekt ABC von der Brennerautobahngesellschaft ins Leben gerufen. Nun ziehen die Verantwortlichen Bilanz. 

Fünf Projektjahre, 50 Schülerbegegnungen, 77 Schulen, 10.000 Teilnehmer: das sind die Zahlen zur Initiative „ABC – Die Brennerautobahn in der Stadt“. Das Verkehrserziehungsprojekt der Brennerautobahngesellschaft und der Straßenpolizei richtet sich an Jugendliche, die den Führerschein machen wollen. Im Schuljahr 2018/2019 haben Projekttage in Bozen, Meran, Brixen, Cles (TN), Rovereto (TN), Verona, Suzzara (MN), Ostiglia (MN) und Poggio Rusco (MN) stattgefunden

„Vorbeugen ist besser als strafen“, unterstreicht A22-Präsident Luigi Olivieri, der den Ausbildnern der Straßenpolizei und der Brennerautobahngesellschaft nicht nur für ihren Einsatz dankt, sondern „vor allem auch dafür, dass sie den richtigen Ansatz gefunden haben“, so Olivieri. „Jeder von uns gibt als Elternteil seinen Kindern Ratschläge mit auf den Weg, die jedoch allzu häufig unbeachtet bleiben. Der Schlüssel liegt darin, keine Standpauken zu halten, sondern den jungen Menschen vielmehr zu vermitteln, dass ihr Leben auf dem Spiel steht.“

Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache von Jugendlichen in Europa. Diese Tatsache zeigt auf, wie wichtig eine richtige Gefahreneinschätzung für Führerscheinneulinge ist. Der Projekttag beginnt mit dem Spielfilm „Young Europa“, der von der Straßenpolizei produziert und von der Europäischen Kommission ko-finanziert wurde. Anhand des Schicksals von fünf jungen Europäern zeigt der Film auf, wie leicht unverantwortliches Fahren zu einem tödlichen Unfall führen kann. Die Ausbildner der Straßenpolizei erklären im Anschluss anhand von Beispielen tatsächlicher Unfälle, wie trügerisch die Selbsteinschätzung in Gefahrensituationen sein kann, die auf unkorrektes Verhalten gründen wie Alkohol- oder Drogenkonsum, Nichtbeachtung der Sicherheitsabstände, Nichtbenutzung des Sicherheitsgurtes oder Verwendung des Smartphones am Steuer. Bei den Veranstaltungen können die Jugendlichen spezielle Brillen ausprobieren, welche die eingeschränkte Sicht im betrunkenen Zustand simulieren. Die Resultate wirken zwar lustig auf den Bühnen der Veranstaltungsorte, sollen aber dramatische Folgen auf den Straßen verhindern.

Die Mitarbeiter der Brennerautobahngesellschaft geben abschließend Informationen und Ratschläge zum richtigen Verhalten auf der Autobahn, zumal dieses Thema in den Fahrkursen häufig ausgeklammert wird. Was tun bei einer Autopanne? Wie die Notfallbuchten benutzen? Wie und wem den genauen Standort mitteilen? Welche Fehler auf jeden Fall vermeiden? Es geht dabei um Wissen, das viele Erwachsene nicht besitzen. Das Projekt ABC zielt daher darauf ab, dass die jüngsten und potenziell schwächsten Verkehrsteilnehmer zum stärksten Glied werden und somit auch das Fehlverhalten der älteren Verkehrsteilnehmer korrigieren können.

Die Brennerautobahngesellschaft dankt den Abteilungen der Straßenpolizei in Trentino-Südtirol, dem Veneto, der Lombardei und der Emilia Romagna für die wertvolle Arbeit und die große Einsatzbereitschaft.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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    Sehr gute Initiative, denke ich.
    Und die bereits hinterm Steuer sitzen sollten sich auch mal wieder erinnern wie es sich auf der Straße zu benehmen gehört. Anscheinend müssten mehr oder weniger allen regelmäßigen die Benimmregeln für die Straße eingeprügelt werden!

    oder?

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