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„Entnahme des Geflügels“

Die Grünen in Brixen haben ein Problem mit zwei schwarzen Schwänen im Brixner Fischzuchtteich. Auch eine Anfrage im Südtiroler Landtag löst das Problem nicht.

von Markus Rufin

„Wenn ich Lehrer wäre, würde ich für die Beantwortung der Anfrage eine vier geben“, so kommentiert der Gemeinderat der Grünen Bürgerliste Markus Frei die Beantwortung einer Anfrage im Brixner durch Paula Bacher.

Hintergrund dieser Anfrage sind zwei schwarze Schwäne (Cygnus atratus), die vor einigen Jahren in den Fischzuchtteich im Brixner Lido eingesetzt wurden. Laut einem Schreiben verschiedener Biologinnen und Expertinnen gefährden diese Schwäne das Ökosystem im Teich.

Frei stellte dazu allerlei Fragen und wollte insbesondere wissen, ob die Gemeindeverwaltung gedenkt, die Schwäne zu entfernen. Die zuständige Referentin Paula Bacher stufte das Problem allerdings als nur wenig gefährlich ein und beantwortete die Fragen einsilbig (TAGESZEITUNG berichtete).

Nun reichte auch Brigitte Foppa von den Grünen im Landtag eine Anfrage zum Thema ein, deren Beantwortung nun vorliegt. Ähnlich wie die Kolleginnen im Brixner Gemeinderat zitiert auch Foppa aus dem Brief der Expertinnen, der an die Gemeinde Brixen ging.

Gefährdete Pflanzenarten, von denen sich die Schwäne ernähren, seien teilweise verschwunden. „Um es auf den Punkt zu bringen: Es fehlt durch das Verschwinden des Pflanzenbestandes das natürliche Filtersystem“, erklärt Foppa in der Anfrage. Auch der Lebensraum einiger „stark gefährdeter“ Tierarten sei nicht mehr vorhanden – und somit auch die Tiere selbst.

Foppa beziehungsweise die Expertinnen empfehlen eine strenge Maßnahme: „Das Artenschwinden ist nur zu stoppen, wenn eine Stabilisierung und die Unterstützung des natürlichen Gleichgewichts durch Entnahme des Geflügels wiederhergestellt wird.“

Lesen Sie in der Print-Ausgabe, wie Landesrat Arnold Schuler auf die Anfrage antwortet…

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (8)

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  • robby

    Wo liegt das Problem? Färbt doch die zwei Schwäne grün und Ruhe ist.

  • george

    Ihr scheinheiligen „Braunen“, sonst seid ihr immer für Ausgleich und hier seid ihr dafür, dass diese Schwäne alle Übrigen im Teich umbringen dürfen. Färbt euch doch um wie die Schwäne oder die Wölfe, dann dürft ihr auch bleiben und alle anderen auffressen. Ha, ha, ihr superschlauen „Möchtegerne“ grüner als die Grünen sein. -:P So durcheinander schreibt ihr wie ich jetzt hier. Versteht ihr mich vielleicht?

    • giftzwerg

      Stimmt nicht, wir sind auch in diesem Fall für Ausgleich, das heisst, immer, wenn eine Art, die, wohlgemerkt, nicht vom Aussterben bedroht ist, andere Lebewesen unverhältnismässig dezimiert. Nur sind halt einige von uns jetzt in der Lage, in der ihr sonst seid, das heisst, uns betrifft es nicht, aber wir kommentieren doch, nehmt uns das bitte nicht übel…

    • giftzwerg

      Und das mit den scheinheiligen „Braunen“ habe ich halt mal übersehen.

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