Cookie Consent by TermsFeed
Du befindest dich hier: Home » News » Weitere Fahrverbote in Tirol

Weitere Fahrverbote in Tirol

Ingrid Felipe, LH Günther Platter und Markus Widmann (Foto: Land Tirol/Knabl)

Das Bundesland Tirol will die Fahrverbote weiter verschärfen: „Wir lassen uns nicht mehr vom Transitverkehr überrollen“, betont Landeshauptmann Günther Platter. 

Nach den letztes Wochenende bereits durchgeführten Fahrverboten für alle KFZ im Großraum Innsbruck und den diese Woche vorgestellten Verkehrsmaßnahmen für den Transit-Schwerverkehr stellte die Tiroler Landesregierung am Freitag in Innsbruck weitere Maßnahmen zur Entlastung der Bevölkerung in den Bezirken Reutte und Kufstein vor.

„Wir lassen uns nicht mehr vom Transitverkehr überrollen! Die Grenze der Belastbarkeit ist für uns bereits deutlich überschritten. Die Zeit der Absichtserklärungen und Staatsverträge ist vorbei. Es zählen nur mehr Taten, und diese setzen wir, um die Menschen in den Dörfern und Ortschaften zu entlasten. Diese Notmaßnahmen sind für mich unverrückbar, Klagsdrohungen hin oder her“, zeigt sich Tirols Landeshauptmann Günther Platter entschlossen.

„Der Zuspruch aus der Bevölkerung für die von uns gesetzten Maßnahmen – selbst aus dem bayerischen Inntal – ist sehr groß. Es war uns aber klar, dass auch die Bezirke Kufstein und Reutte vom Durchzugsverkehr entlastet werden müssen“, informiert Tirols Verkehrslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe.

Konkret präsentierte die Tiroler Regierungsspitze am Freitag Fahrverbote und Verkehrsdosierungen für die Bezirke Reutte und Kufstein, die ab nächstem Wochenende bis Mitte September jeweils von Samstagfrüh bis Sonntagabend greifen. „Dabei handelt es sich um Notmaßnahmen, die verhältnismäßig und absolut notwendig sind, um die Versorgungssicherheit in den Dörfern aufrechterhalten zu können“, sind sich LH Platter und LHStvin Felipe einig.

Maßnahmen gegen Transitverkehr bereits verschärft

Bereits Mitte dieser Woche hat die Tiroler Landesregierung angekündigt, den Kampf gegen den Transitverkehr massiv fortzusetzen. „Die LKW-Blockabfertigungen auf der Inntalautobahn bei Kufstein werden weiterhin durchgeführt. Zudem haben wir bereits erste Vorarbeiten für eine automatisierte Verkehrsdosierung getroffen. Das Sektorale Fahrverbot für Transit-LKW wird verschärft und ist eine Maßnahme, damit wir noch mehr Transit-LKW von der Straße auf die Schiene bringen“, zeigt Tirols Landeshauptmann in Anbetracht der jüngsten Transitzahlen den Weg auf. Wie jüngste Zahlen belegen, sind im Vorjahr mehr LKW über den Brenner gerollt als über alle Schweizer Alpenrouten und die französischen Alpenübergänge Frejus und Mont Blanc zusammen.

2,4 Millionen LKW nutzten letztes Jahr die Brennerroute, Tendenz stark steigend. „Um dem steigenden Transitverkehr entgegenzuwirken und damit die Luft- und Lärmbelastung im Land zu reduzieren, wird die Landesregierung bereits mit Juli 2019 ein erweitertes Sektorales Fahrverbot erlassen, das dann mit Jänner 2020 in Kraft treten wird“, informiert LHStvin Felipe.

Erfahrungen von letztem Wochenende in Fahrverbots-Erweiterungen eingeflossen

Die Tiroler Landesregierung führte diese Woche mit Verkehrsexperten und der Tiroler Polizei eine umfassende Evaluierung der letzte Woche im Großraum Innsbruck verhängten Fahrverbote durch. „Jene Lücken wie etwa in Axams oder Sellrain, die die modernen Navigationsgeräte ausfindig gemacht haben, um den Durchzugsverkehr durchzuschleusen, werden wir mit weiteren Fahrverboten ab diesem Wochenende schließen“, ist LH Platter kompromisslos. „Zudem werden bereits ab diesem Wochenende die Abfahrten auf der Fernpassroute im Bereich Reutte Nord und Vils gesperrt, sobald es zu Stauungen auf dem niederrangigen Straßennetz in den Ortschaften kommt. Ab nächstem Wochenende wird es in diesem Bereich bei den Abfahrten Reutte Nord und Vils Fahrverbote für den Durchzugsverkehr geben“, informiert LHStvin Felipe.

Und auch im Bezirk Kufstein gibt es ab 6. Juli beginnend an den Wochenenden von Samstag 07:00 Uhr bis Sonntag 19:00 Uhr eine Kombination aus Fahrverboten und Dosierungen wie etwa bei der Ausfahrt Kirchbichl, im Ortsteil Zell oder zur Entlastung der Unteren Schranne bei Niederndorf und Ebbs.

Großteil der VerkehrsteilnehmerInnen zeigt Verständnis

Der Leiter der Verkehrspolizei in Tirol, Markus Widmann, berichtet, dass der Großteil jener VerkehrsteilnehmerInnen, die aufgrund der Fahrverbote wieder auf die Autobahn zurückgewiesen wurden, durchaus Verständnis aufgebracht hat: „Unsere PolizeibeamtInnen haben den AutofahrerInnen erklärt, warum diese Zurückweisungen passieren. Es geht um die Versorgungssicherheit auf dem niederrangigen Straßennetz und dass etwa die Einsatzfahrzeuge im Notfall noch durchkommen. Die überwiegende Mehrheit der AutofahrerInnen hat dafür großes Verständnis gezeigt“, so Widmann abschließend.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • keinpolitiker

    Ganz ehrlich!

    So einen Landeshauptmann würde ich mir wünschen.
    Egal ob man für oder gegen ein Fahrverbot ist.

    Dieser Landeshauptmann zeigt wie es geht.

    Klagen hin oder her, es zählen nur noch Taten.

    Endlich einer, der Taten folgen lässt und nicht immer nur reden, reden, reden wie der LH Kompatscher.

    • tiroler

      Scheinheilig ist er aber g’eichfalls der Platter.
      Es wird immer wieder auf die teure Route in der Schweiz hingewiesen, ABER die Schweiz ist nicht bei der Eu und total eigenständig. Ö hingegen profitiert gerne von der EU, aber wenn es um freien Personen und Warenverkehr geht, was zu den Prinzipien der Gemeinschaft gehört, legt es sich quer

      • keinpolitiker

        Ja @tiroler, du hast schon Recht, aber endlich mal einer der handelt.

        War vor 10 Tagen in Innsbruck, das war eine echte Katastrophe was da abgeht. Vom Brenner bis Innsbruck Rum eine einzige LKW -Kolonne. Dass die Tiroler die Schnauze voll haben, glaube ich schon. Und in Kufstein/Kiefersfelden machen die Deutschen ja auch Dicht, da sagt niemand was.

  • pjl

    ….. Reden, reden, reden und grinsen, grinsen, grinsen….. das kann er gut!

  • silberfuxx

    ……….der BESTE Landeshauptmann weit und breit……….Entscheidungen FÜR den Bürger und nicht für einige wenige NIMMERSATTE Lobbyisten……….

  • fronz

    …recht hat er, der LH Platter!!

  • andreas

    Ist das der, welcher auf dem Flughafen IBK bei den Passagierrekorden mit feiert, die eigenen Touristen hofiert und alles was kein Geld in Tirol lässt verteufelt?
    Den Altkanzler verteidigt er auch, obwohl der eigentlich nicht mehr tragbar ist. Nur mehr peinlich, was der Waschtl abliefert.

  • vogelweider

    Ziehe meinen Hut vor der Tiroler Landesregierung! D i e schauen auf ihre Bürger!

  • herrbergsteiger

    Beschämend das Verhalten der Südtiroler, die die Nordtiroler wiedereinmal dumm im Regen stehen lassen.
    Dieses für die Südtiroler Landesregierung so typische Verhalten sollte nicht ohne Folgen bleiben!

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen