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45 Grad im Bus

Die Transportgewerkschaft des AGB/CGIL schlägt Alarm: In einigen Stadtbussen in Meran und Bozen wurden in den letzten Tagen Temperaturen von über 40 Grad gemessen.

Hitzealarm bei der SASA!

Die Transportgewerkschaft des AGB/CGIL schlägt Alarm, nachdem sie am Donnerstag auf den Stadtbussen in Meran und Bozen stichprobenartig Kontrollen durchgeführt hat.

Das Ergebnis ist heiß und rekordverdächtig: Auf Bussen mit nicht funktionieren Klimaanlagen wurden Temperaturen von über 40 Grad gemessen. In Bozen auf der Linie 10A sogar Spitzenwerte von 45 Grad. „Das sind keine Arbeitsbedingungen mehr und wir haben uns umgehend an die Arbeitsmedizin gewandt“, so Anita Perkmann, Generalsekretärin der FILT-GTV.

Die Gewerkschaft beanstandet bereits seit Jahren die im Sommer regelmäßig vorkommen Probleme. Um nicht Fahrten ausfallen zu lassen, sind die Werkstätten gezwungen auch Busse mit nicht funktionierender Klimaanlagen einzusetzen. „Der Zustand des Fuhrparks ist generell bedenklich, uns werden immer wieder Probleme mit den Bremsen, den Reifen, den Rampen für die Behinderte, oder mit Stoßdämpfern gemeldet“, so Perkmann.

Seit 2014 weisen die Gewerkschaften auf Probleme mit den Klimaanlage hin, „aber nichts großartiges wurde bisher unternommen“. Auch die Zusicherung, dass mit Schulende und dem Sommerfahrplan alles bessere werden würde, sei nicht mehr glaubwürdig. „Busse ohne Klimaanalage werden trotzdem eingesetzt und dies trotz unserer Proteste“, kritisiert die Transportgewerkschaft.

Für die Transportgewerkschaft ist klar, dass der Autobus das Arbeitsumfeld des Busfahrers ist und als solches den Minimalstandards der Arbeitssicherheit zu entsprechen hat. Im Winter gehöre die Heizung genauso dazu, wie im Sommer eine funktionierende Klimaanlage. „Zudem handelt es sich um einen öffentlichen Dienst und wir wollen gar nicht daran denken was passieren könnte, wenn bei solchen Temperaturen einem Fahrer schlecht werden sollte“, bemerkt Anita Perkmann.

„Wir fordern daher umgehend eine Dienstverordnung von Seiten der Direktion, dass Busse ohne funktionieren Klimaanlage nicht mehr eingesetzt werden dürfen. Es braucht dringend eine Notlösung“, betont Perkmann.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • tiroler

    Vielleicht sollten die Gewerkschaftheinis mal mit einem Busfahrer in Mumbai darüber reden. Der wird nicht mehr als ein Lächeln übrig haben

  • latemarbz

    Nach meiner Erfahrung ist es aber eine Tatsache, dass du als Fahrgast in den SASA-Bussen Zustände vorfindest, die in SAD-Bussen nicht passieren. Alle Sadbusse haben Klimaanlagen, die gut eingestellt sind und gut funktionieren. Es gibt SASA-Busse, welche keine haben, dann gibt es die, welche die Heizung und Klimaanlage nur entweder einschalten oder ausschalten können – aber anscheinend nicht regulieren. So ist mir passiert, mit einem total unterkühlten Bus gefahren zu sein, der Mitten auf der Strecke halt machte, wir alle aussteigen und in der prallen Sonne auf den Ersatzbus warten mussten. Als dieser dann kam, war es drin, wie in einem Backofen. Ich kam drauf, dass anstatt der Klima, die Heizung an war. Hoffentlich sind in Zukunft, sobald die Landes-Inhouse-Gesellschaft die SAD ersetzen wird, nicht ähnliche Zustände zu erwarten!

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