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„Eine Win-Win-Situation“

Programme für den Lebensmittelsektor waren das Thema eines Treffens zwischen LH Kompatscher und der Spitze der staatlichen Agentur Invitalia.

In dem Treffen zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und dem Direktor der Staatlichen Agentur für Investitionsanreize und Unternehmensentwicklung (Invitalia) Domenico Arcuri ging es um die Entwicklung von Förderprogrammen für den Lebensmittelsektor.

Arcuri stellte die Finanzierungsschienen des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung (MISE) und der dort angesiedelten Agentur Invitalia zugunsten von Unternehmen vor. Von Interesse sind dabei vor allem die von Invitalia vergebenen Förderungen – in Form von Verlustbeiträgen oder begünstigten Finanzierungen – für Unternehmensentwicklungs- und Innovationsprojekte von Betrieben aus dem Lebensmittelsektor. Projekte, die auch vom Land mitunterstützt werden, haben dabei die besseren Chancen, zur Förderung zugelassen zu werden.

„Mit Kooperationen wie diesen möchten wir zunehmend mehr Projekte zur Aufwertung der lokalen Lebensmittelproduktionen unterstützen“, erklärte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler. Es handle sich um eine Win-Win-Situation sowohl für die geförderten Betriebe als auch für die Institutionen, die die Fördermittel ausschütten. Bei dem Treffen, das im Palais Widmann in Bozen stattfand, waren auch die Vertreter von Obstgenossenschaften, milchverarbeitenden Betrieben sowie Unternehmen des Lebensmittelsektors anwesend.

Ein bereits in Umsetzung befindliches Beispiel für diese Förderschiene ist das Projekt der Dolomites Milk GmbH, einer Gesellschaft der Loacker AG und der Genossenschaft Brimi, zur Produktion von Molke aus Kuhmilch in Pulverform, wobei die Ausgangsstoffe aus Südtirol stammen. Für die Produktionsanlage in Vintl wird auf eine zulässige Investition von 25 Millionen Euro ein öffentlicher Beitrag in Höhe von 8,1 Millionen Euro vergeben: 7,1 Millionen Euro kommen von Invitalia und eine Million Euro als Kofinanzierung vom Land Südtirol. Für Projekte in der Höhe von 20 bis 25 Millionen Euro kann die Invitalia-Finanzierung 30 Prozent der gesamten Investitionskosten überschreiten.

„Diese Zusammenarbeit gibt uns die Möglichkeit, verstärkt unternehmerische Initiativen zu fördern, die bedeutende Auswirkungen auf die lokale Beschäftigungssituation haben oder mit denen innovative Technologien im Bereich der Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten eingeführt werden“, unterstreicht Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • ostern

    Woher kommen diese Gelder? Vom ehrlichen Arbeitnehmer bzw. Steuerzahler!
    Etwa,auch für die Landwirtschaft, die sowieso schon abkassiert wie ein Weltmeister. Hat man da politisch die Übersicht verloren? Wie ungleich werden die Beiträge verteilt? Nicht nur Lebensmittel sondern HAUPTSÄCHLICH die südtiroler Landwirtschaft. Und, und, und…..

  • snakeplisskien

    Bei Milch und Milchpulver fällt mir immer ein etliche Jahre zurückliegender Dokumentarfilm über EU-Subventionen ein: In einem Land wurde die Milch in Milchpulver umgewandelt und letztere exportiert, weil zumindest damals hierfür Fördergelder vorgesehen waren. Im Importland wurde diese Milchpulver dann wieder in Flüssigmilch umgewandelt und wiederum exportiert, weil auch dies subventioniert wurde. Nur der Förderungen wegen werden Waren in großem Stil hin und her geschoben, was ja nicht unbedeutsame Auswirkungen auf Verkehr und Klima hat.

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