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2 Jahre Haft für Tenti

Am Donnerstag fällt am Landesgericht in Bozen das mit Spannung erwartete Urteil in der Causa Katia Tenti/Antonio Dalle Nogare.

+++ UPDATE 09:22 UHR +++

Schuldig!

Katia Tenti und Antonio Dalle Nogare sind am Donnerstag am Landesgericht in Bozen verurteilt worden.

Katia Tenti bekam zwei Jahre Haft auf Bewährung aufgebrummt, der Unternehmer Antonio Dalle Nogare zwei Jahre drei Monate unbedingt.

DAS HABEN WIR BISLANG BERICHTET.

Es war ein Prozess mit teilweise bizarren Auswüchsen mit Repliken, die in etwa gleich lang dauerten wie die Plädoyers, auf die sie sich bezogen. Nämlich mehr als vier Stunden. Zum Beweis, dass für alle Beteiligten sehr viel auf dem Spiel steht.

Für die Anklage ein Hauptverfahren zu einer Ermittlung zu verlieren, die mit größtem technischen Aufwand betrieben wurde. U.a. wurden zur Observierung der beiden Tatverdächtigen Katia Tenti, damals Ressortdirektorin von Landesrat Christian Tommasini, und ihrem Partner, dem Bozner Bauunternehmer Antonio Dalle Nogare, sogenannte Trojaner eingesetzt. „Digital forensic“, wie es Ankläger Giancarlo Bramante nennt.

Katia Tenti hat der Fall bereits einen beruflichen Abstieg in der Landesverwaltung gebracht (sie befindet sich derzeit im Wartestand). Ein Schuldspruch würde ihre Situation keineswegs verbessern. Für Antonio Dalle Nogare steht in gewisser Weise seine Reputation als Unternehmer auf dem Spiel.

Auf jedem Fall wird Einzelrichter Carlo Busato am  Donnerstag um 9.00 Uhr am Landesgericht sein Urteil verkünden.

Über dessen Inhalt werden unter Insidern bereits Wetten abgeschlossen: 1 steht für Freispruch für beide Angeklagten, X für die Verurteilung allein Tentis (zum ersten Tatverdacht des Verrats von Amtsgeheimnissen im Zusammenhang mit einer geplanten Ausschreibung des WoBi), 2 für eine (wenig wahrscheinliche) Verurteilung beider Angeklagter wegen Geheimnisverrats und Benachteiligung von Mitbewerbern.

Die Anklage hatte Anfang Mai genau dies gefordert – mit Haftstrafen von jeweils zweieinhalb Jahren. Die Verteidigung beantragte einen vollen Freispruch für beide Angeklagten, u.a. mit dem Hinweis, dass die mutmaßlich weitergegebenen WoBi-Unterlagen nicht geheim gewesen seien.

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