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„Wie eine Weihnachtsgans“

Tony Tschenett

ASGB-Chef Tony Tschenett meint, Südtirols Beteiligung an der Finanzierung des Staates stehe in keinem Verhältnis zu den restlichen Regionen Italiens.

„Der Summe von rund 1,1 Milliarden Euro an positivem Steuersaldo im Bezugsjahr 2016 für die Autonome Provinz Bozen steht zum Beispiel ein negativer Steuersaldo von knapp 250 Millionen Euro für die Autonome Provinz Trient gegenüber“, sagt Tony Tschenett, Vorsitzender des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB). Er erachtet diese massive Divergenz von rund 1,35 Milliarden Euro als unausgewogen, habe sie laut EuPolis im Mittel in den Jahren 2009 bis 2011 doch nur knapp über 700 Millionen betragen, wobei beide autonome Provinzen einen negativen Steuersaldo aufgewiesen hätten.

„Natürlich kann man durch ein erhöhtes Steuereinkommen und geringere Sozialleistungen in Südtirol im Vergleich zum Trentino ein Auseinanderdriften akzeptieren, aber eine Fast-Verdopplung kann man damit nicht rechtfertigen, vor allem, weil die Finanzierung Italiens die Südtiroler pro Kopf im nationalen Vergleich am viertmeisten kostet“, so Tschenett.

Diese überproportionale Beteiligung an der Finanzierung Italiens sei vor dem Hintergrund, dass wir für die Ausübung unserer autonomen Verwaltungskompetenzen bereits viel Geld aufbringen müssen, äußerst fragwürdig, auch vor dem Blickwinkel, dass die Hauptprofiteure unter anderem selbst Regionen mit Sonderstatut wie Sardinien oder Sizilien seien.

„Als Provinz, die anständig wirtschaftet, ist es durchaus schmerzhaft, jene Regionen zu finanzieren, die korrumpiert sind und von der Schattenwirtschaft leben. Vor allem, da die gegenwärtige Situation eines ziemlich eindeutig aufwirft: Wenn wir für lokale Investitionen Geld benötigen, dann ist dieses nicht ausreichend vorhanden“, zeigt Tschenett das Dilemma auf, mit dem Südtirol konfrontiert ist.

Sein Fazit: „Südtirol – ausgenommen wie eine Weihnachtsgans!“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • andreas

    Sollen wir jetzt etwa über die Trientner herziehen, da diese Nettoempfänger sind?
    Auch ist es erstaunlich, dass wir nur an vierter Stelle der Nettozahler sind, wenn man manche Kommentalr liest würde man meinen wir finanzieren Italien ganz alleine, mindestens….

  • tff

    Und täglich grüßt das Mumeltier, pardon der Paulus. Er hat kein Pardon. Er muss
    sein eingebildetes Problem, dass alle gleich behandelt werden sollen, einfach loswerden. Und glaubt, wenn er ununterbrochen jammert, hört ihm jemand zu.

  • tff

    Rufen Sie doch die Massen zum Protest auf. Alle auf den Magnago Platz im Namen der Gleichheit. Alle gleich weniger,denn für mehr fehlt das Geld. Und Sie voran mit irgendeiner Fahne. Das wär doch was?

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