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Die steinerne Sonnenuhr

Fotos: Armin Huber

Wer in den kommenden Wochen bis Ende Juli zur vollen Stunde die Sextner Sonnenuhr anschaut, der wohnt einem ganz besonderen Schauspiel bei.

Die Berggipfel des Neuners, Zehners, Elfers, Zwölfers oder Einsers leuchten je nach Uhrzeit. Die sogenannte Bergzeit wurde am Pfingstsonntag mit einem Frühschoppen am Haus Sexten eröffnet.

Gleichzeitig kam es auch zur Uraufführung des Sextner Bergsteigermarschs. Das Event zählt zu den Feierlichkeiten anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Erstbesteigung der Dreischusterspitze und der Großen Zinne durch die Bergsteiger-Pioniere Paul Grohmann, Franz Innerkofler und Peter Salcher.

Die Sextnerinnen und Sextner identifizieren sich nach wie vor mit ihrer steinernen Sonnenuhr. Kein Wunder also, dass bei den Feierlichkeiten am Pfingstsonntag sehr viele Einheimische dabei waren. Und dass die Idee, die Sextner Sonnenuhr bis Ende Juli mit Spiegelinstallationen hell aufleuchten zu lassen, von der Sextnerin Steffie Rogger, Wirtin der Büllelejoch-Hütte, stammt.

„Ich habe einen Artikel von einem Dorf in Norwegen gelesen, das in den Wintermonaten ohne Sonne ist und das mit Spiegeln beleuchtet wird. Da dachte ich mir, dass wir im Jubiläumsjahr so etwas ähnlich auch in Sexten machen könnten. Bei der Umsetzung war mir wichtig, Selbstbewusstsein und Authentizität zu zeigen. Wir brauchen uns nicht zu verstellen, wir brauchen keine Künstlichkeit. Wenn wir genau das leben und schätzen, was wir vor Augen haben und uns so geben, wie wir heute sind, ist das eine wundervolle und wertvolle Sache“, sagte Rogger, der auch die Nachhaltigkeit des Projekts ein großes Anliegen war. So können alle verwendeten Materialen abmontiert, wiederverwertet werden und so einen langfristigen Zweck erfüllen. Geplant wurde das Projekt von der Schweizer Firma Lumena, während Bergrettung und Alpinschule Sexten die anspruchsvolle Installation vornahmen.

Neuer Zeitstein am Haus Sexten

Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch der Zeitstein von Arno Dejaco enthüllt. Diese Sonnenuhr aus Dolomit-Gestein wurde in einem kleinen Park in unmittelbarer Nähe des Haus Sexten errichtet. „Der Zeitstein konfrontiert uns mit der enormen Spanne der Evolution der Erde, der scheinbaren Unendlichkeit und unserer winzigen Existenz. Zeit ist unser aller Rohstoff, niemand wird sie je besitzen und doch gehört sie allen“, wurde Dejaco zitiert, der an den Feierlichkeiten nicht teilnehmen konnte.

Auch musikalisch kamen die Gäste mit der Uraufführung des Sextner Bergsteigermarschs voll auf ihre Kosten, den Klaus Tschurtschenthaler komponiert hat und die Musikkapelle voller Stolz spielte.

„Der heutige Tag war ein mehr als gelungener Auftakt in die Feierlichkeiten für das 150-Jahr-Jubiläum der Erstbesteigung der Dreischusterspitze und der Großen Zinne. Jetzt geht es Schlag auf Schlag, denn in knapp zwei Wochen werden wir unsere Gipfelbücher begehbar machen. Am 18. Juli findet das Peaknick statt, am 21. August erinnern wir dann an die Erstbesteigung der Großen Zinne. Sexten ist ein Dorf mit einer langen Bergsteiger-Tradition und dieses Erbe wollen wir auch unseren nächsten Generationen weitergeben“, sagte Waltraud Watschinger, Präsidentin des Tourismusvereins Sexten.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • batman

    Ochwiay Biano
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    C. G. Jung, in his book „Memories, Dreams, Reflections“, recalls a conversation he had with a Native American man, one Ochwiay Biano an elder of the Taos Pueblo in New Mexico. [Mr. Biano is also known by the English name „Chief Mountain Lake.“] Ochwiay Biano said,

    “How cruel the whites are: their lips are thin, their noses sharp, their faces furrowed and distorted by holes. Their eyes have a staring expression. They are always seeking something. What are they seeking? The whites always want something, they are always uneasy and restless. We do not know what they want, we do not understand them, we think that they are mad.” I asked him why he thought the whites were all mad. “They say they think with their heads,” he replied.

    “Why, of course. What do you think with?” I asked him in surprise.

    “We think here,” he said, indicating his heart.^ [1]

    Later in the 1925 visit, he learned from the Chief that his people, like the Elongyi tribe of Kenya, rose in the morning and spit in their palms, thereby presenting their soul-stuff to the sun to welcome it in an expression of sympathetic magic. Jung marveled that the people of the pueblo knew why they were there.[2]

    Notes
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    ^ Hollis, James. The Archetypal Imagination, p. 15, Texas A&M University Press.
    ^ Hollis, James. The Archetypal Imagination, p. 15, Texas A&M University Press.
    Last edited on 22 August 2015, at 15:16

    Content is available under CC BY-SA 3.0 unless otherwise noted.

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