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„Verstaatlichte“ SAD

Der Landtag spricht sich mit breiter Mehrheit für das Inhouse-Modell im öffentlichen Personennahverkehr aus.

SVP und Team Köllensperger ziehen an einem Strang: Ihr gemeinsamer Beschlussantrag sieht ein auf Südtirol zugeschnittenes Inhouse-Modell bzw. einen Sonderbetrieb für den öffentlichen Personennahverkehr mit Bussen vor. Carlo Vettori, Neffe von SAD-Generaldirektor Mariano Vettori, verließ bei der Behandlung des Antrags den Saal, um einen Interessenkonflikt zu vermeiden.

„Seit Jahren weisen die Gewerkschaften auf unhaltbare Situationen bei den Konzessionsnehmern hin und trotz zahlreicher wurde keine Verbesserung erzielt“, so Helmuth Renzler.

Paul Köllensperger sah es als sein Anliegen, dass der Personennahverkehr in die öffentliche Hand gelegt wird. Obwohl das Land generell nicht Unternehmer spielen sollte, sei es in diesem Bereich gerechtfertigt. Südtirol arbeite seit langem mit privaten Gesellschaften, die sich teilweise als Monopolisten gerierten, während man im Trentino mit einer Inhouse-Gesellschaft arbeite, die einige Dienste weitergebe.

Es gehe hier nicht darum, jemandem die rote Karte zu zeigen, betonte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Man werde versuchen, ein für Südtirol passendes Modell zu finden. Für den Antrag stimmten 29 Abgeordnete. (mat)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • kurt

    Vom Regen in die Traufe !!!.

  • ollaweilleiselber

    „Man werde versuchen, ein für Südtirol passendes Modell zu finden“
    es wird versucht, ein passendes Modell zu finden. Angenommen, das passende Modell wird gefunden, wird es dann auch umgesetzt und bringt dieses dann eine effiziente Führung des Personennahverkehrs?
    Mir persönlich gefällt Herr Dr.Dr. Gatterer und seine Methoden überhaupt nicht aber ich frage mich, ob die öffentliche Verwaltung den Personennahverkehr ohne Verlust zu führen im Stande ist; immerhin hat die Sad ordentliche Gewinne gemacht (auf wessen Kosten?).

  • andreas

    @ollaweilleiselber
    Der öffentliche Nahverkehr wurde bis zu 75% subventioniert, laut EU Gesetz darf die Quote nur mehr bis glaub 67% oder 65% betragen.
    Auch hat z.B. das Land vor ein paar Jahren eine Steuerstrafe oder Nachzahlung der SAD übernommen, da denen das Geld fehlte.

    • ollaweilleiselber

      @andreas
      Korrekt dargestellt, aber nicht korrekt im Sinne eines sorgsamen Umgangs mit öffentlichen Mitteln.
      Meine Hoffnung ist, dass der zuständige „Beamte“ den öffentlichen Betrieb „Nahverkehr“ so gut leitet, dass zumindest die Hälfte der Kosten über den Fahrpreis gedeckt werden kann.
      Dazu muss dem Benützer der Öffis ein attraktives Angebot gemacht werden.

      • andreas

        @ollaweilleiselber
        Um auf 50% zu kommen, müssten z.B. Strecken, auf welchen es im Jahr 4.000-5.000 Fahrgäste gibt, gestrichen werden.
        Wäre zwar günstiger die 20 Fahrgäste am Tag mit dem Taxi rumzukutschieren, wobei es wohl 10 sind, welche hin und her fahren, ist aber so trotzdem OK. Südtirol kann es sich leisten, manchen Luxus zu Nutzen von wenigen zu betreiben.

    • saustall_kritiker

      Das mit dem EU-Gesetz scheint aber wohl eher nicht so streng zu sein wie es seitens unserer Bürokraten immer dargestellt wird. Wie wäre es sonst möglich, dass Luxemburg (eines der Kernländer der EU) erst vor ein paar Monaten beschlossen hat, dass der Personennahverkehr dort auf dem gesamten Staatsgebiet gratis angeboten wird (also 100% subventioniert wird und nicht läppische 75%).
      Da wird seitens unserer Leute wohl viel heiße Luft verbreitet, wenn es darum geht, dass sie die Gelder woanders reinstecken wollen. Die Leute glauben einfach mittlerweile auch die ganzen Märchen nicht mehr.
      Wie war es doch beim SPID. Vor einem Jahr hat das Land die Lüge verbreitet, die Dienste der öffentlichen Verwaltung dürften nur mehr mit dem SPID zugänglich sein. Und die größte Frechheit war zu behaupten, der Staat würde das zwingend und nicht nur als Alternative vorschreiben. Mittlerweile wissen wir, dass bis heute weder das INPS noch die Steueragentur den SPID verlangen, um nur zwei große Staatsbetriebe als Beispiele zu nennen… Schaumschlägerei pur: Ich weiß nicht, glauben die wirklich, wir Bürger wären alle strohdumm ……

  • exodus

    @paulus.3.0 Ich hoffe, dass die öffentliche Verwaltung nicht so denkt und agiert, wie Sie es vorschlagen. Irgendwie haben Sie anscheinend doch recht, sonst würde es nicht so schlecht um Italien stehen.

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