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„Geschmähte Tricolore“

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Die italienischen Landtagsabgeordneten werfen FI-Chefin Michaela Biancofiore vor, (indirekt) die italienische Nationalfahne geschmäht zu haben.

von Matthias Kofler

Dass ausgerechnet Michaela Biancofiore dieser Fauxpas unterlaufen ist!

Als die FI-Politikerin selbst noch im Landtag saß, reichte sie dort einen Gesetzesentwurf ein, der vorsah, dass auf jedem Südtiroler Bauernhof die Tricolore gehisst werden müsse. Nun werfen die italienischen Landtagsabgeordneten der Kammerabgeordneten vor, die italienische Nationalfahne „geschmäht“ zu haben. Im Hohen Haus zirkuliert ein Wahlwerbe-Video, das Biancofiore im Vorfeld der EU-Wahlen auf ihre Facebook-Seite gestellt hat. Darauf präsentiert die Politikerin stolz ihre trendigen Schuhe, die mit einer rotierenden Leuchtschrift und der Aufforderung „Wählt Berlusconi“ ausgestattet sind. Biancofiore sitzt gut gelaunt auf einem Schrank, ihre Füße mit den Hingucker-Schuhen streckt sie auf einem Tisch aus.

https://www.facebook.com/michaela.biancofiore/videos/2481631738513812/

Brisant: Auf dem Tisch ist die in den Farben der Tricolore gehaltene Forza-Italia-Fahne ausgebreitet. Biancofiore „steht“ mit ihren Schuhen also indirekt auf der italienischen Nationalfahne. „Auch wenn sie das nicht absichtlich gemacht hat: Sie schmäht damit unsere Fahne. Solche Fehler sind einer Kammerabgeordneten, die auch noch mitbestimmen will, wer neuer Bürgermeister in Bozen werden soll, einfach unwürdig“, ärgert sich einer der Landtagsabgeordneten. Auch in den Kommentaren auf Facebook wird die Politikerin anfangs wüst attackiert. Sie hat die entsprechenden Kommentare in der Zwischenzeit aber wieder gelöscht.

Michaela Biancofiore selbst schießt sich indes auf Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi ein. Auf Facebook postete die Kammerabgeordnete ein Hinweisplakat zur Aktion „Bozen läuft“, auf dem die italienische Übersetzung „Bolzano di corsa“ kopfüber aufscheint. „Schaut her, was in meiner Stadt Bozen passiert. Wir haben hier einen italienischen Bürgermeister, der nicht auf die italienische Mehrheit aufpasst. Auf dem Plakat wird die italienische Staatssprache auf den Kopf gestellt. Es schaut so aus, als würden die Italiener auf der anderen Seite laufen. Eine unterschwellige Botschaft? Wer hat dieses verrückte Plakat entworfen“, ärgert sich Biancofiore.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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