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Versenkter Antrag

Der Beschlussantrag der Süd-Tiroler Freiheit für ein funktionierendes und zuverlässiges Postwesen für Südtirol wurde abgelehnt.

„Die Landesregierung scheint es nicht zu interessieren, dass die Briefzustellung oft Monate dauert, Postbeamte chronisch überlastet sind, das Recht auf Gebrauch der Muttersprache oftmals ignoriert wird und die Tarife ständig erhöht werden“, so Sven Knoll und Myriam Atz Tammerle.

Ein eigener Südtiroler Postdienst „wäre kurzfristig schwierig“, erklärte Landeshauptmann Kompatscher. Doch langfristig führt kein Weg daran vorbei, argumentiert die Süd-Tiroler Freiheit. Es gelte endlich internationale Verträge mit zuverlässigen Postanbietern wie der österreichischen Post abzuschließen.

Die Misere bei der italienischen Post sei nicht nur für die Bevölkerung untragbar, sondern auch für die Postmitarbeiter enorm belastend, sodass immer mehr Briefträger in Südtirol kündigen oder erschöpfungsbedingt ausfallen.

Die italienische Post versuche diese Ausfälle auszugleichen, indem in Südtirol Mitarbeiter aus Norditalien zeitweilig angestellt werden, die für viel Geld in Hotels untergebracht werden müssen. Da diese Mitarbeiter der deutschen Sprache nicht mächtig sind, leideedie Postzustellung weiter, weil sie die Adressen nicht lesen können und zudem nicht ortskundig sind, so Knoll und Atz Tammerle.

Das Fazit der STF:

„Eines ist klar: Mit der italienischen Post gibt es nur Probleme. Und noch etwas ist klar: Die Landesregierung hat es wieder einmal geschafft, einen Schritt in die richtige Richtung zu verpassen!“

 

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (3)

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  • wisoiundnetderfranz

    Die Landesregierung hat natürlich Sorge, selber einen funktionierenden Dienst auf die Beine stellen zu müssen…
    So einen Antrag kann sie nie annehmen!

  • saustall_kritiker

    Eigentlich müsste ein eigener Postdienst für Südtirol schon zu organisieren sein, und zwar zu Preisen und Standards im mitteleuropäischen Durchschnitt. Es ist schon beschämend festzustellen, dass die italienische Post so schlecht funktioniert, wenn man weiß, dass sie die teuerste in Europa ist (in Deutschland sind Frankierungen von Briefen wesentlich billiger). Zudem arbeitet die italienische Post nur an fünf Tagen in der Woche (am Samstag werden nur Zeitungen zugestellt). In Deutschland arbeitet die Post auch am Samstag ganz normal.
    Die italienische Post ist also die teuerste in Europa und auch jene mit den schlechtesten Qualitätsindikatioren (wie z.B. Zustellzeiten usw.).
    Es gäbe mehrere Modelle in Europa, die wir für Südtirol übernehmen könnten, alle besser als die italienische Post…. die nur mehr am Bankgeschäft interessiert ist und mit überteuerten Briefmarken die Leute ausnimmt wie eine Weihnachtsgans. Und selbst da hatben die Regierungsparteien in Südtirol noch den Mut, einen im Grund so sinnvollen Beschlussantrag abzulehnen und zudem nichts als Alternative anzubieten.

  • paul1

    Mein Gott, lasst die Leute arbeiten wenn sie arbeiten wollen, der Paketzustelldienst funktioniert einwandfrei, obwohl diese Auslieferer (eh alles nur Ausländer) keinen Zweisprachigkeitsnachweis haben.

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