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Geld statt Gutscheine

Die Landesregierung ist laut den Grünen in der Pflicht, für die öffentlich Bediensteten Geldmittel von mindestens 150 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Das Landesgesetz zur Personalordnung spricht eine klare Sprache: Bei der Erneuerung der Kollektivverträge ist in erster Linie „auf den Schutz der Kaufkraft der Gehälter“ zu achten und in zweiter Linie sind Punkte wie Arbeitszeitregelung, Leistungsprämie oder Essensgutscheine zu verhandeln, so schreiben die Grünen am Montag in einer Aussendung.

Das Landesgesetz sehe auch vor, dass bei der Erneuerung der Kollektivverträge die „allgemeine Entwicklung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes“ zu berücksichtigen sind. „Im Jahr 2015 hatten sich die Gewerkschaften der Landesregierung gegenüber sehr entgegenkommend gezeigt und bei den Gesprächen auf einen Ausgleich des Kaufkraftverlustes verzichtet, weil die damalige wirtschaftliche Entwicklung etwas angespannt war“, so die Grünen.

In der Aussendung heißt es weiter:

„Aufgrund der sehr guten Konjunktur in Europa und auch in Südtirol boomt derzeit die Wirtschaft und der Südtiroler Arbeitsmarkt ist leergefegt. Das sind nun jene vom Gesetz vorgesehenen Rahmenbedingungen, wo erstens der erlittene Kaufkraftverlust der vergangenen acht Jahre auszugleichen ist und wo zweitens die Mitarbeitenden des öffentlichen Dienstes und der Privatwirtschaft auch an der allgemeinen guten Entwicklung der Wirtschaft teilhaben sollen.

Es ist der Zeitpunkt gekommen, den eingetretenen Kaufkraftverlust der Löhne und Gehälter großzügig zu kompensieren und den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zusätzlich was draufzulegen, weil die Wirtschaft floriert. Der öffentliche Haushalt beträgt heuer rund sechs Milliarden Euro und die Landesregierung ist nun in der Pflicht, für die Bediensteten der Kindergärten und Schulen, der Seniorenwohnheime und Krankenhäuser, der Gemeinde- und Landesangestellten die nötigen Geldmittel von mindestens 150 Millionen pro Jahr zur Verfügung zu stellen.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (14)

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  • andreas

    Von welcher „sehr guten Konjunktur“ in Europa sprechen die Grünen?
    Die Prognosen sind mittelmäßig bis schlecht, Deutschlands Wirtschaft kommt ins stottern und China und die USA befinden sich in einem Wirtschaftskrieg, wo alle, incl. Europa, nur als Verlierer hervorgehen können.
    Italien hat seine übliche Rekordverschuldung und die Märkte haben momentan mehr Vertrauen zu Griechenland als zu Italien, was für sich spricht.

    Erhöhung ja, doch zielgerichtet und moderat. Warum z.B. der oberste Rindviehdoktor, und damit meine ich nicht den Arzt der Legawähler, mehr als der LH verdienen muss, leuchtet mir nicht wirklich ein.

    .

    • yannis

      ja, Andy,
      Zu diesen Kommentar hast meine volle Zustimmung, auch im Bezug zur deutschen Wirtschaft, somit sich die Frage ergibt wie es denn sein kann dass die Deutschen so viel auf die Grünen Weltverbesserer setzen, die ja keine Gelegenheit auslassen der Wirtschaft Knüppel in die Felge zu werfen.

  • jennewein

    Ich würde die in der Privatwirtschaft Lohnerhöhung geben die Landesbediensteten bekommen sowieso schon viel zu viel.
    zB Lehrer 20 Stunden Woche 4.5 Monate Ferien und noch viel viel mehr.

  • kurt

    @yannis
    Mit einem Rindvieh wie dem Andreas zu diskutieren hat ja so wieso keinen Sinn ,er sieht ja doch nur sich und den heißgeliebten LH, wehe dem der ihm zu nahe kommt ,was er gut kann ist die Schuld bei anderen zu verteilen !!!.
    Insofern dürfte es,außer dem Andreas, wohl klar sein wer den Rindviehdoktor dringendst braucht .

  • tomtomgo

    Do hom Die Grünen wiedramol a Thema gfundn wo sie aufspringen kennen! Selber bringen sie jo nicht zu weg!!!
    Ober ohgsechn fa Die Grünen isch des Thema höchst an der Zeit zu bearbeiten und die Löhne anzupassen!!!!

    • george

      ‚tomtomgo‘, aufgesprungen sind wohl andere und nicht die Grünen! Nie ist es euch recht was sie tun, ihr könnt nur jemand, dessen Ansichten euch nicht zusagen, schlecht reden.

  • ralf

    (ein Gemeinde Angestellter)

    Ist diese Diskussion, wer mehr oder weniger arbeitet, Privatwirtschaft oder öffent. Sektor nicht langsam etwas müßig ?
    Ich habe 25 Jahre lang in der Privatschaft gearbeitet und nun ein paar Jahre im öffentlichen Sektor. Es gab auf beiden Seiten Leute, die mehr und auch weniger leisteten.

    Aber ich bin immer wieder beeindruckt vom Fleiß und Einsatz der Beamten. Auch ich war früher immer der Meinung: „ja diese Beamten, alles nur Sesselwärmer“
    Aber wie gesagt Respekt für den Einsatz, die Geduld mit dem Bürger und Vorgesetzen, den Weiterbildungswillen und vieles mehr.
    Ich bin der Meinung, wenn Arbeitgeber das wissen würden, würden sie viele vom öffentlichen Sektor abwerben und sich glücklich schätzen solche tolle Mitarbeiter zu finden.

    Und sollte es nicht eigentlich normal sein, dass man von einem Vollzeitjob halbwegs leben kann. ??!! Egal in welchem Sektor….

  • ralf

    Und wenn schon kein Geld da ist, müsste man halt wirklich mal Bürokratie abbauen und nicht immer nur schlau vor Wahlen davon sprechen.
    Somit könnten wirklich vielleicht einige Stellen nicht mehr nach besetzt werden.

    Und die Bürokratie wird nicht von diesen 42.000 gemacht und gewollt. Die wird schon von ganz oben so diktiert, genau von denen, die ihren Lohn schon fleißig aufgebessert haben….

  • hells_bells

    Was hat eigentlich Staffler bewegt als er Generaldirektor war? NICHTS….und so wird es auch mit seinem Nachfolger sein!

    • george

      @hells_hells
      Du hast wohl recht wenig Ahnung von der Aufgabenteilung. Ein Generaldirketor kann nur verwalten bzw. gute fachgerechte Vorschläge erarbeiten und vorlegen, bewegen müssen aber die Politiker bzw. diejenigen die in der Regierung den Ton angeben und die Mehrheit in eventueller Zusammenarbeit mit anderen Parteigremien. Deshalb ist deine Kritik am einstigen Generaldirektor Staffler gleich viel wert, als wenn du leeres Stroh dreschen würdest.

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