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„Mehr Kontrollen“

Foto: 123RF.com

Noch mehr Tierwohl, ein Ja zu neuen Zuerwerbsmöglichkeiten am Bauernhof, eine gesicherte Wasserversorgung sowie ein nachhaltigerer Pflanzenschutz und der Kontakt mit der Gesellschaft: Auf einer Klausurtagung in Brixen hat der neu gewählte Landesbauernrat die Schwerpunkte für die nächsten fünf Jahre definiert.

Zwei Tage lang haben die Mitglieder des Landesbauernrates, des höchsten Gremiums im Südtiroler Bauernbund, über zentrale Themen der Landwirtschaft diskutiert, wie die Weiterentwicklung der Berglandwirtschaft. So sollen bei Stallneubauten Laufställe besonders  unterstützt werden. Ausnahmen soll es für Höfe geben, wo ein Laufstall aufgrund der Steilheit oder des fehlenden Platzes nicht möglich ist.

Zudem forderte der SBB, Bäuerinnen und Bauern, die Aufzucht betreiben, besonders unter die Arme zu greifen. Auch bei der Maschinenförderung sollen in Zukunft Schwerpunkte gesetzt werden. „Immer wichtiger werden Heutrocknungsanlagen, damit mehr Betriebe in die Heumilchproduktion einsteigen können“, sagte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler.
Apropos Unterstützung der Berglandwirtschaft: Zukünftig sollen neue Möglichkeiten des Zuerwerbs geschaffen werden.

Einig war sich der Landesbauernrat auch, dass es beim Urlaub auf dem Bauernhof mehr Kontrollen braucht. „Wir wollen, dass unsere Gäste den Bauernhof hautnah erleben können. Das ist zusammen mit den hofeigenen Produkten das Besondere am Bauernhofurlaub. Daher wollen wir, dass nur aktive Bauern einen Urlaub auf dem Bauernhof anbieten dürfen“, so Tiefenthaler.

Ein großes Thema war in Brixen auch die Wasserversorgung. „Da heiße und trockene Sommer zunehmen, wird eine gesicherte Wasserversorgung immer wichtiger. Wir möchten, dass für Trockengebiete ein spezifischer Plan ausgearbeitet wird, um eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten“, sagte Tiefenthaler. Die Vorverlegung der Wasserkonzessionen aufgrund des immer früheren Vegetationsbeginns muss vereinfacht werden. „Gleiches gilt für die Genehmigungen für die Verlegung und Sanierung von Beregnungsanlagen.“ Zudem sollten Bewässerungsanlagen für die Stromproduktion genutzt werden können.

Ein weiteres Thema war der Pflanzenschutz. Einhellig hat sich der Landesbauernrat für mehr Nachhaltigkeit ausgesprochen. „An abdriftmindernden Maßnahmen führt kein Weg vorbei“, stellte Tiefenthaler klar. Daher wurden ökologische Maßnahmen diskutiert, wie der Pflanzenschutz auf ein Minimum reduziert werden kann. Ein Thema waren auch Initiativen für mehr Biodiversität, wie das Pflanzen von Hecken. Maßnahmen zur Sensibilisierung, wie Schule am Bauernhof oder die Milch- oder Apfelbotschafterinnen, sollen gleichzeitig ausgebaut werden.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • mannik

    Herr Gschliesser gehen Sie zum Gemeindeverband und bringe Sie Ihr Anliegen dort vor. Dass Sie das unter jeden Artikel posten wird schon bald lächerlich.

  • einereiner

    Was ist ein aktiver Bauer?
    Bauer ist jeder, der Grund und Boden landwirtschaftliche bewirtschaftet. Er muss keine Kühe haben, Wein, Obst, Gemüse oder Ackerfutterbau ist auch aktive Landwirtschaft. Er muss auch nicht die Felder selber bearbeiten, Familie oder Maschinenring passt auch.
    Wieviele bleiben dann noch übrig, die man als „nicht aktive“ Bauern bezeichnen kann?

  • ahaa

    Wenn Sie andere melken sind es Bauern und aus. Mehr sind Politiker auch nicht.

  • paul1

    Herr Tiefenthaler, man kann nicht alles vereinbaren, auf der einen Seite wollen sie die Laufställe unterstützen, das heisst noch mehr Jauche und auf der anderen Seite wollen sie die Artenvielfalt und die Pflanzenwelt schützen. Diese Vereinbarung ist nicht umsetzbar, durch die Unmenge von Jauche werden die Wiesen überdüngt, ja sogar auf den Almwiesen wird das ganze Jahr Gülle ausgebracht, Tatsache ist, dass es auch dadurch viele Blumen, Insekten ( Schmetterlinge, Grillen……udgl.) kaum noch gibt. Wo sind die ganzen Wiesenblumen geblieben?

    • einereiner

      @paul
      Keine Ahnung von Nichts aber groß die Klappe offen. Man kann nicht das ganze Jahr Jauche ausbringen ( im Winter verboten und auf den Almen auch nicht möglich). Weiters kennst du den Unterschied zwischen Jauche und Gülle nicht…du schreibst Jauche und meinst aber Gülle!
      Die Wiesenblumen gibt es immer noch, aber nur zu gewissen Jahreszeit und vor allem nicht im Winter.
      Überdüngung gibts in Südtirol äusserst selten, wer anderes schreibt, schreibt Unwahrheiten!

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