Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » „Blocca“ statt „Sblocca“?

„Blocca“ statt „Sblocca“?

Lvh-Präsident Martin Haller: „Das Dekret Sblocca Cantieri darf nicht zu Blocca Cantieri werden.“

Der Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) setzt sich seit der Einführung des sogenannten Dekrets „Sblocca Cantieri“ für die Überarbeitung der Schwellenwerte bei öffentlichen Aufträgen ein. Die Forderung des lvh: Die Schwellenwerte müssen im Sinne der Kleinst- und Kleinbetriebe definiert werden.

Seit 19. April 2019 ist das Dekret „Sblocca Cantieri“ in der ursprünglichen Fassung in Kraft. „Der ursprüngliche und aktuelle Schwellenwert für Verhandlungsverfahren ist 200.000 Euro, vorher waren es 1.000.000 Euro“, erklärt lvh-Präsident Martin Haller.

Auf Landesebene beträgt die Schwelle zurzeit 2.000.000 Euro. Für angemessene Schwellenwerte sprechen laut lvh sowohl die bürokratische als auch die finanzielle Entlastung der teilnehmenden Betriebe. Aktuell wird das Dekret noch bearbeitet und in den zuständigen Kommissionen diskutiert, voraussichtlich soll es abgeändert werden.

„Wir haben uns in den letzten Wochen auf römischer Ebene gemeinsam mit SVP-Senator Dieter Steger für eine Abänderung stark gemacht, damit die Schwellenwerte im Sinne der KMU formuliert werden. Ausschreibungen im Verhandlungsverfahren mit Einladung haben eine positive Auswirkung auf lokale Wirtschaftskreisläufe“, sagt Haller.

Ebenso wichtig sind laut lvh Erleichterungen zur Weitervergabe und zum Schutze der Subauftragnehmer. In diesem Sinne fordert der Verband auch die Direktbezahlung des Subauftragnehmers.

„Außerdem sprechen wir uns – ganz im Sinne des europäischen Small Business Acts – gegen zusätzliche Zertifizierungen und Dokumente für die Teilnahme an Ausschreibungen aus. Ziel muss es sein, den Zugang zu den öffentlichen Ausschreibungen zu erleichtern und nicht zu erschweren, ansonsten entwickelt sich das Sblocca Cantieri in ein Blocca Cantieri“, unterstreicht Haller.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (1)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • drago

    Manchmal fragt man sich wirklich, ob diese Leute wissen, wovon sie sprechen. Das entsprechende Landesgesetz war freizügiger als das Staatsgesetz; wenn das neue Staatsgesetz (ich weiß, genau genommen ist es kein Gesetz, sondern wahrscheinlich ein GvD) freizügiger wird als das ursprüngliche und eventuell als das LG, so ist letzteres anzupassen. Falls nicht, dann bleibt immer noch das LG.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen