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Overtime Happening

Villanderer Alm, School of Verticality, OVERTIME: Weaving Moving Boundaries, Sophie Krier, 2019. Photo Jörg Oschman Courtesy Lungomare

Am 25. Mai ist es soweit: in einer kollektiven Geste wird eine Grenze verschoben! Die Künstlerin Sophie Krier schließt ihr Projekt School of Verticality im Rahmen der Lungomare Künstlerresidenz 2018-2019 mit der Neuerfindung („reinvention“) von Allan Kaprows Happening Overtime auf der Villanderer Alm ab.

Overtime wurde nur einmal im Frühjahr 1968 an der University of California in San Diego verwirklicht und seitdem nie wieder reaktiviert. Auf Anweisungen des amerikanischen Künstlers, wird bei diesem Happening im Laufe einer Nacht ein 50 Meter langer Schneezaun über eine Distanz von 1,5 km bewegt. Kaprows Leitgedanke, Grenzen zwischen Leben und Kunst aufzuheben, ist in Overtime, wie auch in vielen anderen seiner Arbeiten zentral.

In seinem Vortrag „How to make a happening“entwickelt Kaprow Regeln für die Durchführung von Happenings. Der Regel Nr. 7 – „Da du jetzt in der Welt bist und nicht in der Kunst, spiele das Spiel nach echten Regeln“ – folgend, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Overtime gemeinsam den Gegebenheiten und Wetterbedingungen auf der Villanderer Alm anpassen.

Mit einer Gruppe lokaler und internationaler Expertinnen und Experten, Kulturproduzentinnen und –produzenten sowie Landnutzerinnen und –nutzernbilden wir eine bewegliche Plattform für den Austausch verschiedener Wissensformen über Land und Landschaft. Mit Impulsreferaten und kurzen Interventionen werden Cynthia Hathaway (Designerin und Gründerin von Wool Alliance for Social Agency), Sepp Kusstatscher (Historiker und Dorfchronist Villanders), Melle Smets (Künstler und Forscher), Hannes Obermair (Historiker und Lehrbeauftragter), Corrado Morelli (Geologe, Autonome Provinz Bozen) und Elisabeth Tauber (Sozialanthropologin, Unibz) das Potenial des Verwebens von Grenzen vertiefen.

Im Laufe der Nacht aktiviert Sophie Krier gemeinsam mit dem Wissenschaftler und Aktivisten Stéphane Verlet-Bottéro die „mobile assembly“ (mobile Versammlung), um weitere unvorhergesehene Stimmen hörbar zu machen und Overtime gemeinsam neu zu erfinden.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten die Overtime Papers, einen vierteiligen Sammelband der Kaprows Arbeit mit dem lokalen Kontext verknüpft. Overtime Papers versammelt Fotografien, Interviews und Textausschnitte, welche Begriffe wie Tiefenzeit (geologische Grenzen), gemeinsame Zeit (gemeinsame Grenzen), politische Zeit (nationale Grenzen) und angestammte Zeit (Grenzen überschreitend) kritisch reflektieren.

Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per mail erforderlich:[email protected]

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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