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ar/ge kunst feiert Erfolg auf Biennale

„Veins Aligned“ von Otobong Nkanga auf der Biennale in Venedig

Die ar/ge kunst darf sich freuen: Zwei von ihr in Auftrag gegebene Werke werden auf der diesjährigen Biennale in Venedig gezeigt. Das Werk „Veins Aligned“ von Otobong Nkanga, das mit der Menzione Speciale ausgezeichnet wurde und das Werk „Ha’mann in the Hood“ von Slavs & Tatars.

 Der Bozner Kunstverein ar/ge kunst feiert Erfolge auf der Biennale in Venedig. Das Werk “Veins Aligned” der Künstlerin Otobong Nkanga wurde mit einer besonderen Erwähnung bei der von Ralph Rugoff kuratierten Venedig Biennale mit dem Titel May You Live in Interesting Times ausgezeichnet. Die Künstlerin erhielt diese Würdigung laut der Jury bestehend aus Stephanie Rosenthal (Jurypräsidentin, Deutschland), Defne Ayas (Türkei/Niederlande), Cristiana Collu (Italien), Sunjung Kim (Korea) und Hamza Walker (USA) für ihre „fortwährende und inspirationsreiche medienübergreifende Untersuchungen der Politik des Bodens, des Körpers und der Zeit“. Das Werk Veins Aligned war von ar/ge kunst in Auftrag gegeben worden und wurde in Bozen von der Künstlerin Otobong Nkanga im Rahmen ihrer Einzelausstellung “A Lapse, a Stain, a Fall” (23.11.2018-09.02.2019) hergestellt.Veins Aligned ist eine 25,9 m lange Skulptur aus mehreren Schichten Glas, das in Zusammenarbeit mit Alessandro Cuccato und Alessandra Piazza von der Bozner Vetroricerca verarbeitet wurde, sowie aus Marmor der Lasa Marmo.

Emanuele Guidi, künstlerischer Leiter der ar/ge kunst, beschreibt in seinem Text “eine Skulptur, die jenes tiefe Empfinden wachruft, das Otobong Nkanga für Materie verspürt und das in dem Streben zum Vorschein kommt, eine Kontinuität zwischen Materialien zu schaffen, die somit untereinander als “Stützstruktur” dienen können. Gleichzeitig erwächst dieses Empfinden aus dem Bedürfnis, all ihre Schichten als Träger darin verorteten Wissens anzuerkennen: von der äußeren Hülle, die lüstern glänzt, bis hin zu ihrer komplexen molekularen Struktur mit deren geotechnologischen Eigenschaften. Ein Wissen, das es sich lohnt auszugraben, wobei sichtbar gemacht wird, wie jeder Extraktionsvorgang das Risiko birgt, Kapital zu extrahieren und möglicherweise einen gewaltvollen Akt gegen einen menschlichen, stofflichen oder territorialen Körper zu begehen.”

Guidi erklärt: “Wir sind äußerst glücklich, eine Künstlerin wie Otobong nach Bozen geholt zu haben. Sie war in der Lage sich mit der Region zu befassen und deren Komplexität aufzunehmen, gleichzeitig ihre Materialrecherche mit den hier anwesenden Spitzenunternehmen abzugleichen und dabei einen kritischen Blick auf die hier herrschenden Dynamiken beizubehalten.”

„Ha’mann in the Hood“ des Künstlerduos Slavs and Tatars

Erich Tscholl, Betriebsdirektor der Lasa Marmo unterstreicht, dass “der Laaser Marmor seit Jahrhunderten von großen Künstlern geschätzt und verwertet wird, er aber dennoch selten zuvor solch eine Rolle im Rahmen einer der weltweit bedeutendsten Ausstellungen gespielt hat. Die Arbeit Otobong Nkangas setzt nachhaltig einen respektvollen Umgang mit Umwelt und Material voraus, so wie er auch uns im Umgang mit unserem Marmor wichtig ist, einem reinen und kristallinen Materíal, das direkt dem Stilfser Naturpark entstammt.”

Ebenfalls auf der Biennale Venedig vertreten ist ein zweites Werk, das von ar/ge kunst in Auftrag gegeben und produziert wurde: der Teppich „Ha’mann in the Hood“ des Künstlerduos Slavs and Tatars wurde 2018 in der Sommerausstellung mit dem Titel „Kirchgängerbänger“ präsentiert. Das Hauptaugenmerk in dieser Ausstellung lag auf dem deutschen Philosophen Johann Georg Hamann.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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