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City-Maut für Bozner Altstadt

Im ersten Nachhaltigen Mobilitätsplan der Gemeinde Bozen wird erstmals konkret die Einhebung einer City-Maut für die Altstadt vorgesehen.

von Thomas Vikoler

Verkehrspläne hat die Gemeinde Bozen bereits mehrere verabschiedet, der bisher wichtige Plan in Mobilitätsfragen scheint aber tatsächlich der erstmalige Nachhaltige Mobilitätsplan (PUMS) zu sein.

Die Stadt Bozen soll laut PUMS vom Autoverkehr entlastet (inklusive der Verlegung der A22 in einen Tunnel, was mit der nun zugesagten Autobahnkonzession wahrscheinlicher wird), andererseits das Straßennetz ausgebaut werden: Etwa durch den Bau des Hörtenberg-Tunnels von Kampill bis Schloss Runkelstein, die Nutzung der derzeitigen Eisenbahntrasse entlang der Trientstraße infolge der Verlegung der Zugstrecke in einen Tunnel. Dazu die bessere Anbindung der Stadt an die Autobahnausfahrt Süd und der Einsteinstraße an Oberau.

Gestern wurde im Rathaus der Entwurf für den Nachhaltigen Mobilitätsplan von Bürgermeister Renzo Caramaschi und dem beauftragten externen Techniker Stefano Ciurnelli vorgestellt.

Eine der Verkehrsinfrastrukturen, welche den privaten Autoverkehr zurückdrängen soll, ist die Tram. Hier wurde die Linie 1 auf der Grundlage der Hüsler-Studie in den PUMS eingetragen – allerdings mit vier verschiedenen Varianten zur Anbindung des Krankenhauses. Nicht berücksichtigt ist der Vorschlag des privaten Anbieters RAPTEV, in Bozen gleich zwei Straßenbahnlinien zu errichten. Der Vorschlag wird derzeit von den Landesämtern geprüft, von RAPTEV gibt es den Antrag an die Verkehrskommission des Bozner Gemeinderats, das im Dezember eingereichte PPP-Projekt vorzustellen.

Eine der großen Neuheiten im PUMS ist aber die City Maut, in der Fachsprache Road Pricing genannt. Die ersten anvisierten Anwendungsgebiete: Die gesamte Altstadt bis zur St. Anton-Brücke und das Dreieck zwischen Freiheitsstraße, Gries, Fagenstraße und Cadornastraße. Ein genauer Zeitpunkt für die Einführung ist im PUMS freilich nicht genannt. (tom)

 

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Kommentare (12)

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  • goggile

    wie dumm muss man nur sein m in eine solche herunteegekommene stadt zu wollen.

  • ollaweilleiselber

    @goggile
    kleiner Denkanstoß:
    könnte es sein, dass gar einige Personen in diese aus meiner Sicht schöne und lebhafte Stadt kommen müssen, weil sie da ihren Arbeitsplatz haben?
    Wenn alle Menschen auf der Alm wohnen würden, wie ginge es dann dort zu?

  • einereiner

    Teilweise hat das Goggile schon recht. Zum Einkaufen sind Lienz, Innsbruck und Zalando besser. Wenn die Mehrwertsteuer auf 26,5% steigt ist in einer so nahe an der Grenze liegenden sowieso Schluss mit lustig. Die Behördengänge werden telematisch erledigt und dann will kaum mehr jemand freiwillig nah Bozen.

    • andreas

      Wir schaffen das auch ohne Leute wie dich oder goggile, also keine Sorge.

      Aber, dass du es als steuerbegünstigter, teslafahrender Bauer notwendig hast, bei Zalando einzukaufen oder wegen ein paar Euro Ersparnis nach IBK zu fahren, überrascht mich jetzt schon.
      Geiz oder Not?

      • goggile

        andreastolm geht lieber bei italiener und auslaender einkaufen

      • einereiner

        @andreas
        ich muss zugeben, das ich noch nie bei Zalando eingekauft habe und nur die Pakete in der Nachbarschaft sehe.
        Eindeutig Geiz. Ich halte es wie Niki Lauda: ich habe nichts zu verschenken. Und schon gar nicht dem Staate Italien. Wir machen heuer auch nicht mehr in Italien Urlaub, da meine Frau nicht mehr in Italien mit meinem Auto fahren darf. Und wieder ein fettes Minus in Italiens BIP, umso schneller geht Italien pleite. Ich freue mich schon, wenn in der EsseVuPi immer weniger Geld vom Staate ankommt. Das Trog wird leerer.

        • morgenstern

          Der Trog wird dann aber auch für die Einkommenssteuer steuerbegünstigten Dauersubventionsempfänger leerer.

        • andreas

          @einereiner
          Du meinst ernsthaft, dass wenn du mit deiner Frau nicht mehr Urlaub in Italien machst, dies zu einem „fetten Minus“ des italienischen BIPs führt?

          Du bist aber ein typischer Vertreter deiner Zunft, Ansprüche stellen, absahnen wo es geht und im Gegenzug jede Möglichkeit nutzen, bei welcher man ein paar Euro sparen kann, um ja nichts zum Sozialsystem beitragen zu müssen.
          Groß rumplärren, dass in den Krankenhäusern im Pustertal reduziert wird, aber voller Stolz mitteilen, was man für ein Sparfuchs ist, wenn man Innsbruck zum Einkaufen fährt.
          Aber was soll´s, ein typischer ländlicher Südtiroler….

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