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Bekämpfte Einsprachigkeit

Myriam Atz Tammerle

Die Süd-Tiroler Freiheit verbucht einen Erfolg im Kampf gegen einsprachige Unterlagen.

Die Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Myriam Atz Tammerle, beanstandete, dass der Versicherungsanbieter AIG Unterlagen für Schülerversicherungen nur in italienischer Sprache aushändigt. Damit erreichte sie, dass nun das Amt der Schulfürsorge diesem Thema nachgeht.

„An diesem Beispiel ist für uns einmal mehr ersichtlich: Einsprachigkeit kann bekämpft werden“, so Atz Tammerle.

Sie zeigt sich erfreut und unterstreicht: „Die Südtiroler sollen sich nicht scheuen, auf ihrem Recht auf Gebrauch der deutschen Muttersprache zu beharren und Zweisprachigkeitsverletzungen zu melden. Wie man an diesem Beispiel sehen kann, kann mit einem unkomplizierten Einwand durchaus etwas Erfolgreiches für die Bevölkerung bewirkt werden.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • wisoiundnetderfranz

    …und im Streitfall gilt der italienische Text 😀

  • heinz

    Kämpft die STF auch gegen die Einsprachigkeit, wenn irgendwo nur die deutsche Sprache verwendet wird?

    • pe

      Darum kümmern sich schon die staatlichen Behörden mit Übereifer.

      • mannik

        Weshalb soll das „Übereifer“ sein, wenn es gesetzlich vorgesehen ist? Zweisprachigkeitspflicht gilt wohl in beide Richtungen, oder? Persönlich stört mich überhaupt nicht, ob etwas nur einsprachig geschrieben steht, ganz egal in welcher Sprache, aber der Kritik muss man sich ja nicht freiwillig aussetzen. Das sind so kleine Aspekte, wo sich die Hitzköpfe beider Seiten so richtig aufplustern. Brauchen wir nicht.

        • pe

          Wenn — bei all den ungeahndeten Verstößen gegen die Zweisprachigkeitspflicht von italienischer Seite — deutsche Spielanleitungen und deutschsprachige Sammelpässe von Supermärkten verfolgt werden, ist das hoffentlich nicht nur aus meiner Sicht Übereifer. Und zudem Diskriminierung.

          • pe

            »Zweisprachigkeitspflicht gilt wohl in beide Richtungen, oder?« Genau, aber der Staat geht sehr einseitig vor.

          • mannik

            Dass Sammelpässe (wenn Sie damit das System der Supermarktpunkte meinen) die nur in Deutsch sind „verfolgt“ werden, kann ich mir wirklich schwer vorstellen.
            Es scheint als ob es Ihnen um das Aufwiegen der Vergehen gehen würde, d.h. so viele Vergehen auf italienischer Seite, dann sind gleich viele Vergehen auf deutschsprachiger Seite erlaubt. Das ist mit Verlaub eine kuriose Anschauung.
            Mir geht es eher um das zweierlei Maß, das Heinz angesprochen hat.

          • pe

            Nein, mir geht es nicht ums Aufwiegen (wobei auch das im Sinne der »affirmative action« zu sehen wäre), sondern um das zweierlei Maß. Nämlich das zweierlei Maß der zuständigen staatlichen Kontrollorgane… aber das scheint Ihnen ja wurscht zu sein, obwohl es unendlich schwerer wiegt.

            Ad Sammelpässe: http://www.brennerbasisdemokratie.eu/?p=7228

  • mannik

    @pe – In den ersten Absatz des verlinkten Artikels hat sich ein Fehler eingeschlichen;)

    Um es vorweg zu nehmen, mir ist die Gleichstellung der Sprache nicht wurscht, aber es verusacht bei mir Kopfschütteln, wenn jemand Einsprachigkeit kritisiert und selbst Einsprachigkeit (in bestimmten Fällen) vertritt. Quod licet Iovi non licet bovi irgendwie. Ist zumindest undiplomatisch und im Fall der STF nur Wahlkampfbrennstoff. Sich nicht angreifbar zu machen, ist der Grundstein für jedes Postulat, denn das „wie du mir, so ich dir“ fällt damit ins Leere..

    Sammelpässe sind Werbeaktionen eines privaten Unternemens und als solche nicht zweisprachigkeitspflichtig. Das Unternehmen selbst muss entscheiden, ob die einsprachige Gestaltung der Werbung Nachteile oder Vorteile bringt (eher das erste ist der Fall, denke ich).
    Anders sieht es mit den rechtlichen Bestimmungen aus, die eine solche Treue-Aktion regeln (das berühmte Kleingedruckte). Die müssen verständlicherweise in beiden Sprachen wiedergegeben werden. Sie sind eine Form der so genannten Rechtsmittelbelehrung.

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