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„Mehr fixe Jobs“

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Zum ersten Mal seit geraumer Zeit steigt in Südtirol die Zahl der fixen Jobs wieder deutlich an, stellt das Arbeitsförderungsinstitut fest. Dies sei ganz sicher eine Folge des Fachkräftemangels, erklärt AFI-Präsident Dieter Mayr den neuen Trend am Arbeitsmarkt. 

Im 1. Quartal 2019 arbeiten im Schnitt 209.516 Arbeitnehmer in der Südtiroler Wirtschaft. Das ist ein Zuwachs von +2,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Neu ist, dass der Beschäftigungszuwachs dieses Mal stärker auf den Zuwachs unbefristeter Jobs (+3,9%) zurückzuführen ist als auf den Zuwachs befristeter (-2,4%). Im Branchenspiegel zum Frühjahrs-Barometer zeigt das Arbeitsförderungsinstitut im Detail auf, wie die Südtiroler Arbeitnehmer aus den verschiedenen Wirtschaftsbereichen die Entwicklung der Konjunktur einschätzen.

Arbeitnehmer auf starker Position in 6 von 7 Branchen

Die Sorgen der Arbeitnehmer in Bezug auf die Wirtschaftslage unterscheiden sich zum Teil deutlich von Sektor zu Sektor. Allen Branchen gemeinsam sind die sehr guten Werte der drei Indikatoren, die den Arbeitsmarkt abbilden (Erwartete Entwicklung der Arbeitslosigkeit, Gefahr von Arbeitsplatzverlust, Chancen bei Jobsuche). Gerade die Chancen, bei der Jobsuche einen gleichwertigen Arbeitsplatz zu bekommen, sind mit Ausnahme der Landwirtschaft in allen Wirtschaftsbereichen auf ein historisches Maximum geklettert. Auch bezogen auf die einzelnen Wirtschaftssektoren war es für Arbeitnehmer noch nie so leicht, Arbeit zu finden wie derzeit. Betrachtet man die Entwicklung dieses Indikators in den letzten 3 Jahren, so hat er überall zugelegt, und zwar in einer Größenordnung zwischen 20 und 30 Punkten (siehe Grafik). Das stärke natürlich die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmerschaft ungemein, so das AFI.

Gute Aussichten auf Fixanstellung

Die Neuigkeit der letzten Monate ist, dass die Zahl der unbefristeten Arbeitsverträge nun wieder steigt, während sich jene der befristeten zurückbildet. Offensichtlich zwingen die gute Konjunkturlage und der leergefegte Arbeitsmarkt viele Südtiroler Arbeitgeber, Mitarbeiter über einen unbefristeten Vertrag an sich zu binden. War der Anteil an Befristungen zwischen 1998 und 2018 schrittweise von 18% auf 29% angestiegen, so hat sich dieser Anteil im 1. Quartal 2019 auf 27% zurückgebildet.

Der Zuwachs der Festanstellungen lässt sich in allen gewerblichen Sektoren beobachten – besonders stark stieg er im Hotel- und Gastgewerbe (+8,6%) und im Baugewerbe (+4,5%). Der Anstieg an Festanstellungen geht in vielen Wirtschaftsbereichen einher mit dem Abbau von Befristungen – sehr stark im Öffentlichen Sektor (-6,7%) und im Verarbeitenden Gewerbe (-5,5%)(siehe Tabelle). „Die Entwicklung ist zweifelsfrei ein positives Signal, aber noch kein konsolidierter Trend“, so die wissenschaftliche Bewertung von AFI-Direktor Stefan Perini.

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