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Jubelndes Gastgewerbe

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Das Geschäftsklima im Südtiroler Tourismussektor profitiert von der guten Nächtigungsentwicklung im Jahr 2018 und steigt bereits das vierte Jahr in Folge.

Die Stimmung im Gastgewerbe bleibt positiv und 93 Prozent der Betreiber bewerten die Ertragslage im Jahr 2018 als zufriedenstellend. Mehr als 40 Prozent der Unternehmen konnten im vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum verzeichnen und dank steigender Kundenpreise war es möglich, die Zunahme der Betriebskosten zu bewältigen und die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Dies geht aus der Frühjahrsausgabe des Wirtschaftsbarometers des WIFO –  Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hervor.

Die Beschäftigung setzte ihren starken Wachstumstrend der letzten Jahre fort: 2018 lag die Zahl der Arbeitnehmer im Südtiroler Gastgewerbe um 6,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Im Jahr 2018 stieg die Zahl der touristischen Nächtigungen in Südtirol gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent auf über 33,3 Millionen. Das Wachstum der Nächtigungen ist vor allem auf die deutschen Touristen zurückzuführen (+3,1 Prozent), während der Anstieg der italienischen Gäste geringer war (+0,6 Prozent).

Für das Jahr 2019 erwarten die Unternehmer des Gastgewerbes zwar kein signifikantes Wachstum des Geschäftsvolumens, die Umsätze des vergangenen Jahres sollten aber wieder erreicht werden. Darüber hinaus dürften die Kundenpreise weiter zunehmen und den Kostenanstieg somit ausgleichen.

Daher erhoffen sich auch heuer 95 Prozent der Unternehmen ein (zumindest) befriedigendes Betriebsergebnis. Es werden aber eine Verlangsamung der Investitionen und eine leichte Verschlechterung des Kreditzugangs erwartet.

Innerhalb des Gastgewerbes zeigen die Beherbergung und die Gastronomie den größten Optimismus: Die Ertragslage dürfte heuer in diesen Branchen für fast alle Unternehmen zufriedenstellend bis gut ausfallen. Das Geschäftsklima der Bar- und Kaffeebetreiber ist hingegen verhaltener und 13 Prozent von ihnen befürchten auch 2019 eine unzureichende Rentabilität.

Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, betont die Bedeutung der neuen Technologien im Tourismusbereich: „Damit dieser Sektor weiterhin Einkommen und Beschäftigung schaffen kann, ist es unerlässlich, dass auch Kleinstunternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzen. Beispielsweise können Tätigkeiten wie Verwaltung, Rechnungswesen und Kundenmanagement mit optimalen Softwarelösungen effizienter gestaltet werden.“

Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV), sagt: „Die gute Entwicklung im Tourismus ist auf viele Faktoren zurückzuführen, nicht zuletzt auf den großen persönlichen Einsatz der Gastgeber. In Zukunft muss auf allen Ebenen noch stärker die Qualität unseres touristischen Angebotes im Vordergrund stehen, für die auch ein adäquater Preis erzielt werden kann.“

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