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„Es möge zerbröseln …“

Jürgen Wirth Anderlan (Foto:SSB/Konrad Lagger)

Der Südtiroler Schützenbund fordert den umgehenden Abbruch des offensichtlich baufälligen Siegesdenkmals.

Als hoffentlich traurigen Schlusspunkt in der Geschichte des sogenannten Siegesdenkmals bezeichnet der neue Landeskommandant des Südtiroler Schützenbund Jürgen Wirth Anderlan die kuriose Nachricht, wonach wenige Jahre nach aufwändiger Restaurierung des Siegesdenkmals nun selbiges im wahrsten Sinne des Wortes zerbrösle.

Wohl kein Mensch guten Willens in Südtirol könne verstehen, wenn in diesen Protzbau nun weiteres Geld gesteckt würde. Der Südtiroler Schützenbund fordert daher den umgehenden Abbruch dieses offensichtlich baufälligen Werkes, das sowohl baulich als auch inhaltlich weiterhin eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle. Einmal mehr sei nun der Beweis geliefert worden, dass die Lüge immer wieder die Stütze des Staates benötige, um aufrecht erhalten zu werden.

Damit, so Landeskommandant Jürgen Wirth Anderlan, solle nun endlich Schluss sein, er schließe auch nicht aus, dass der Südtiroler Schützenbund dieser seiner Forderung bei einer erneuten aufwändigen Restaurierung mit altbewährten Mitteln Nachdruck verleihen werde.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • erich

    Des schaut aus als würde der Schützenbund verkrampft nach Themen suchen, dabei helfen sie mit ihren Beiträgen den Tempel noch aufzuwerten.

  • alsobi

    Bin auch nicht immer einer Meinung mit den Schützen aber dieses Statement kann ich nur unterstützen. Weg mit dem Tempel und weg mit all den faschistischem Denkmälern in Südtirol.

  • andreas

    Was meint er mit „..altbewährten Mitteln Nachdruck verleihen werde.“
    Droht er da mit Sprengungen oder Boykott der Forst?

  • mannik

    Da es sich wohl um Pfusch am Bau handelt, werden die Sanierungsmaßnahmen die Öffentlichkeit nichts kosten.
    Zur Botschaft selbst: Jede Form von Ikonoklasmus ist einer aufgeschlossenen Gesellschaft unwürdig. Besonders Denkmäler schwarzer Kapitel der Geschichte haben eine bildende Funktion, wenn man ihnen diese entsprechend zuweist. Mit den paar Idioten, die diese Denkmäler für ihr eigenes Ego benötigen, muss eine Gesellschaft umgehen können. Zurzeit äußert sich faschistisches und neonazistisches Gedankengut viel gefährlicher auf ganz anderer Ebene. Da gilt es den Hebel anzusetzen.

  • wisoiundnetderfranz

    Es ist aber in der Tat erstaunlich, wie in Rom von Samstag auf Sonntag so mirnichtsdirnichts 735.000 Euro aufgetrieben werden…
    Vielleicht sollte ich ein Rutenbündel an mein Hausdach hängen, ein paar Dachziegel auf die Straße werfen und darauf hoffen, dass auch ich ein paar römische Euros für die Erneuerung des Daches erhalte…?

  • silverdarkline

    Würde mich mal interessieren wie viele von den „gestandenen Tirolern in Uniform“, die jetzt für das Verschwinden dieses Denkmals plädieren, bei den Europawahlen Mussolini wählen. Es werden gar einige sein…Diesen Leuten würde ich raten morgens in den Spiegel zu schauen und sich mal zu hinterfragen, aber so lange es um ein paar Euro Beiträge aus Brüssel geht wird man das wohl nicht machen, nicht wahr?

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