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Sprungbrett Südtirol

Trotz der Globalisierung und der immer wichtiger werdenden englischen Sprache bleibt Südtirol attraktiv für ausländische Unternehmen.

Der Wirtschaftsstandort Südtirol fungiert als Bindeglied zwischen den deutschen und italienischen Sprach- und Wirtschaftsräumen.

Trotz der Globalisierung und der immer wichtiger werdenden englischen Sprache bleibt Südtirol attraktiv für ausländische Unternehmen. Das zeigen die Ergebnisse einer Masterarbeit, die in Zusammenarbeit mit dem WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen realisiert wurde.

Während seines mehrmonatigen Praktikums im WIFO hat der Student Marcel Stapke aus Hamburg für seine Masterarbeit recherchiert. Ziel seiner Abschlussarbeit war es herauszufinden, ob die Zweisprachigkeit und die Brückenfunktion Südtirols einen Einfluss auf die Ansiedelung von Unternehmen aus dem deutschsprachigen Ausland hat. Aus diesem Grund interviewte er mehrere Unternehmen mit Hauptsitz im deutschsprachigen Ausland, um mit ihnen über ihre Ansiedlungsgründe, ihre Zielmärkte und ihre Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort Südtirol zu diskutieren.

Das Ergebnis ist eindeutig: Bei fast allen Unternehmen waren die Brückenfunktion und die Zweisprachigkeit die Hauptgründe für die Ansiedlung. Einerseits nutzen sie Südtirol als Sprungbrett für den italienischen Markt, andererseits spielt besonders für kleinere Unternehmen auch der lokale Markt eine wesentliche Rolle und ein nicht unerheblicher Teil ihres Umsatzes wird in Südtirol selbst erzielt.

Zudem zeigen sich die Unternehmen zufrieden mit dem Wirtschaftsstandort Südtirol, wobei die Zuverlässigkeit und die Zahlungsmoral der Südtiroler Kundinnen und Kunden hervorgehoben werden. Negativ bewertet werden die logistischen Schwierigkeiten aufgrund der schlechten Erreichbarkeit sowie der Mangel an Gewerbeimmobilien und qualifizierten Fachkräften.

Das WIFO hat einen Wettbewerb für Bachelor- und Masterarbeiten ausgeschrieben. Wer eine Abschlussarbeit zu einem wirtschaftlichen Thema rund um Südtirol verfassen möchte, kann sich noch bis zum 3. Mai 2019 zum Wettbewerb „Bachelor- und Masterarbeiten zur Südtiroler Wirtschaft“ anmelden. Es werden drei Preise zu je 1.500 Euro vergeben. Alle Teilnahmebedingungen und Formulare sind unter www.wifo.bz.it verfügbar.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (1)

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  • checker

    Kann man die Arbeit irgendwo einsehen?
    Also jetzt aus meiner praktischen Erahrung: Südtirol ist zwar durch die Zweisprachigkeit und die gut ausgebildeten Leute die zu einem Hungerlohn zu haben sind, interessant, alle anderen Faktoren sind aber problematisch, wie etwa: Superteure Immobilienpreise, Errreichbarkeit, teures Wohnen für das Personal, generell sehr hohe Lebenshaltungskosten und immer mehr Chaos durch den Tourismus. Alles in allem kann man sagen: Wir sind eine Art zweite Schweiz in Verbindung mit Venedig geworden, wo man als produzierender Unternehmer ganz sicher nicht hingeht. Man geht dorthin wo es wenig kostet. Siehe Trient, gibt es doppelt so viele Startups wie in Südtirol.

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