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Opera omnia III.V.MMXIX

Skulptur aus Kupferdraht von Antonella Zazzera: Prozess der Überlagerung und Sedimentierung in Raum und Zeit

Antonella Zazzera. Opera omnia heißt die Ausstellung, die am Freitag, dem 3. Mai um 18.30 Uhr, in Anwesenheit der Künstlerin, in der Galerie Antonella Cattani contemporary art eröffnet wird.

In Präsentation achtzehn Kunstwerke – tadellose Strukturen in denen Tausende Meter Kupferdraht eine exakte Position einnehmen und einen Körper bilden, dessen Dichte nicht aufgrund von Geflechten oder Nähten entsteht, sondern durch eine langsame, konsequente Materialanhäufung, die sich in einem rituellen Prozess der Überlagerung und Sedimentierung in Raum und Zeit ansammelt.

Die Ergebnisse Antonella Zazzera’s Recherche sind heute von Kuratoren, Künstlern und von einem breiten Publikum anerkannt. Schon im Jahr 2005 hat die Künstlerin den 1.Preis für Junge Italienische Skulptur, den die Accademia Nazionale di San Luca in Rom ausschreibet, gewonnen. 2016 hat sie den Preis Arnaldo Pomodoro für die Skulptur bekommen. Einzel-und Kollektivausstellungen im In- und Ausland folgen seit Ende der Neunzigerjahre, unter denen sind die aktuellen: Tissage Tressage Fondation  Villa Datris pour la sculpture contemporaine (F),Kairos Castle The Art of the MomentKasteel Van Gaasbeek, Gaasbeek (B).

 

Vertikale, Horizontale, Diagonale und schräge Metallfäden überlagern und verschränken einander und lassen das Licht die Fläche dominieren. Die Künstlerin folgt dabei dem Alphabet der klassischen Abstraktion von Farbe, Licht, Raum. Form und Material werden auf ganz neuem Niveau gegeneinander abgewogen. Es entsteht so ein Dialog zwischen Material, Objekt und Inhalt.

Antonella Zazzera (Todi, 1976) baut in ihren Objekten auf eine innere Energie und vertraut auf das Assoziations-vermögen des Betrachters. Ihre Kupferarbeiten sind zugleich Lichtformen, die sich aus unendlich vielen Leuchtmomenten zusammensetzen und sich nie wiederholen.

Unter den aussgestellten Werken sind die „Armonici“ – Skulpturen, die an der Wand und auf den Boden angebracht sind und dank der Schlichtheit ihrer Formen, harmonisch mit ihrem Umraum interagieren. Sie sind Präsenzen, die den Raum charakterisieren und strukturieren, sie legen sich diskret dazu, doch behaupten sie ihre ihre Präsenz dabei lebhaft und deutlich: beinahe wie eine Erscheinung.

 

Antonella Zazzera ist 1976 in Todi (PG) geboren, wo sie lebt und arbeitet. Sie studiert an der Kunstakademie Pietro Vannucci in Perugia, die sie 1999 abschliesst. 2005 gewinnt sie den 1. Preis für Junge italienische Skulptur, den die Accademia Nazionale di San Luca in Rom ausschreibt und 2016 den Preis Arnaldo Pomodoro. Ihre Ausstellungstätigkeit setzt um Mitte der Neuenzigerjahre ein; die Galerie Antonella Cattani contemporary art hat ihre erste Einzelausstellung De Re Metallica 2009präsentiert.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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