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Schuler contra Aukenthaler

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Landesrat Arnold Schuler wehrt sich gegen die Kritik von Heinrich Aukenthaler: „Von Wildtierrissen werden sehr wohl umgehend Proben genommen.“

Er ist der Überraschungs-Kandidat bei den Gemeinderatswahlen in Freienfeld: Heinrich Aukenthaler, SVP-Mitglied und Geschäftsführer im Südtiroler Jagdverband, kandidiert für die Freie Liste.

In einem Tageszeitung ONLINE-Interview hat der Geschäftsführer im Südtiroler Jagdverband auch über die aktuelle Wolfsdiskussion in Südtirol gesprochen – und sich damit in Arnold Schulers Ressort keine Freunde gemacht.

 

Heinrich Aukenthaler

Heinrich Aukenthaler merkt im Interview nämlich an, dass man auch bei Wildtierrissen Proben nehmen müsse. Dies habe man bislang nicht getan (siehe Interview).

Das Ressort Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus und Bevölkerungsschutz will nun aber klarstellen, dass von den Wildtierrissen sehr wohl umgehend Proben genommen wurden, um die Wolfsindividuen zu erfassen.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

„Die Ergebnisse dieser aufwändigen Laboranalysen kommen immer sehr viel Zeit später. Man weiß aber, dass es sich im Gebiet um mehrere Wölfe handelt. Da Wölfe aber in kurzer Zeit sehr lange Wege zurücklegen können, ist es unmöglich, ein „Warnsystem“ für den ländlichen Raum aufzubauen. Das heißt, ein Wolf der heute in Sterzing ist, kann morgen beispielsweise im Passeiertal oder einem anderen Tal auftauchen. Nachweise in neuen Gebieten werden daher stets mit kurzer Notiz auf der Website des Amtes vermerkt, so dass diese Information allen zugänglich ist. Da es in Südtirol seit 2010 Wölfe gibt, gibt es nicht zu jedem Nachweis eine umgehende Presseaussendung.

Wölfe im Wipptal: Chronologie der Vorfälle und Aktivitäten:

  • März 2019: erster Riss in Mauls,
  • am 26.März mit Fotofalle eindeutig der Wolf bestätigt,
  • am 27.März mit Fotofalle in Stilfes zwei Wölfe bestätigt,
  • ab 28.März Präsenz der Wölfe in den Medien veröffentlicht,
  • am 4. April Info-Veranstaltung in Stilfes

Arnold Schuler

Zur Kritik über mangelhafte oder zu langsame Information ist zu sagen, dass der Mitarbeiter des Amtes mit den Verantwortlichen vor Ort ständig in Kontakt war, unter anderem mit einem Gemeindereferenten der Gemeinde Freienfeld. Dass die Information zum Wolf im Wipptal umfassend unter die Leute gekommen ist, ist auch deswegen naheliegend, weil es keine Nachfragen im Amt für Jagd und Fischerei in Bozen gegeben hat.

Seit der Wolf in Südtirol vorkommt, betreibt die Behörde Monitoring und Information, immer im Rahmen des Möglichen.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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