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Vergiftete Katzen?

Tierschützer schlagen Alarm: In Tisens sind 22 wild lebende Katzen verschwunden. Wo sind sie geblieben? 

von Karin Gamper

Wurden in Tisens rund zwei Dutzend Katzen von Unbekannten vergiftet?

Sonja Meraner, Präsidentin der Tierschutzvereinigung „Südtiroler Tierparadies hilft“, ist jedenfalls höchst alarmiert: „Unsere Helferin, die in Tisens die Katzenkolonien im Bereich der Sportzone füttert, hat mich informiert, dass im Laufe der letzten drei Wochen immer mehr Tiere verschwunden sind“. Von den anfänglichen 25 Katzen seien nur mehr drei Exemplare übriggeblieben, vom Rest fehle jede Spur. Am vergangenen Montag dann wurde in der betreffenden Zone ein totes Kätzchen entdeckt.

Die Tierschutzvereinigung hat den Tierkadaver von einem Veterinär untersuchen lassen.

Das Ergebnis: „Das Kätzchen wurde laut dem Tierarzt ganz eindeutig vergiftet“, so Sonja Meraner, die nun fürchtet, dass auch der Rest der Katzenkolonie dasselbe Ende genommen hat. Um welches Gift es sich gehandelt habe, sei laut Sonja Meraner nicht eindeutig feststellbar.

Doch warum sollte jemand zwei Dutzend wild lebende Katzen vergiften wollen? Man weiß es nicht. Laut Sonja Meraner habe es zuletzt die Aufforderung seitens einer Frau gegeben, die Katzenkolonie aufzulösen bzw. die Tiere wegzubringen.

„Ich bin entsetzt“, sagt nun Präsidentin Sonja Meraner, „denn ein Tier tut niemandem etwas zuleide und wir werden Anzeige erstatten, damit dieser Angelegenheit auf den Grund gegangen wird.“

Sie wolle wissen, wohin all die Katzen verschwunden seien. „Es kann nicht sein, dass gewisse Menschen ihren Frust an Schwächeren ablassen“, so Meraner, die die Geschehnisse rund um die Tisener Katzenkolonie weiter im Auge behalten will. Große Hoffnung, dass die Katzen wieder auftauchen, hat die Tierschützerin allerdings nicht: „Sie werden wohl verschwunden bleiben“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (5)

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  • ferri-club

    Ok, eiverstanden, vergiften ist nicht der richtige Weg oder Lösung, doch wenn die sehr geehrte Präsidentin meint die Katzen würden niemandem was tun kann Sie gerne Täglich bei uns vorbei kommen und rund ums Haus die Pinkelspuren beseitigen die sie hinterlassen, wohnen zwischen 2 Stadel die nicht mehr für die Landwirtschaft benuzt werden somit ein sehr guter unterschlupf,alle füttern sie keiner will sie, wir sind es leid täglich morgens die Pinkelpfützen weg zu putzen, kann Sie sich diese gerne holen und die fehelnden schon mal ersetzen.

  • lillli80

    ich muss ferri-club recht geben. ich habe ständig katzen-kot in meinem garten…sehr appettitlich. frei laufende katzen hinterlassen ihren kot auch auf spielplätzen. dort wo kleinkinder spielen…vergiften ist nicht richtig…warum kommen sie nicht ins tierheim?

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