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Gespaltene Mehrheit

Der Landtag spricht sich mit breiter Mehrheit gegen die Valdastico-Autobahn aus – doch die Lega scherte aus. Daniel Alfreider und Thomas Widmann stimmten gegen die Prämissen.

Der Landtag hat am Donnerstag mit großer Mehrheit den Grünen Beschlussantrag gegen die Valdastico angenommen.

Die vier Abgeordneten der Lega stimmten dagegen und wurden so zur Minderheit.

Auch die Landesräte Daniel Alfreider und Thomas Widmann hielten sich teils nicht an die Vorgaben von SVP-Fraktionssprecher Gert Lanz und scherten bei der Abstimmung zu den Prämissen aus. Den beschließenden Teil trugen die beiden aber mit.

„Ich habe mich selbst dazu bereit erklärt, mit den Trentinern das Gespräch zu suchen. Die Prämissen des Antrags halte ich aber für falsch“, so Alfreider. Man könne den Trentinern nichts vorschreiben.

Der Antrag sieht in den Prämissen ein grundsätzliches Nein des Landtags zum Projekt vor. Die Landesregierung solle laut dem beschließenden Teil ihren Dialog mit dem Trentino intensivieren, um die Trentiner Landesregierung zu überzeugen, von dem Projekt zum Weiterbau der A31 und zu deren Anbindung an die A22 Abstand zu nehmen.

Die Süd-Tiroler Freiheit sah die Forderung nach einem Nein des Landtags zum Projekt weiterhin als bindend an.

Alessandro Urzì (Alto Adige nel cuore) warnte die Landesregierung vor einem Konflikt mit der Trentiner Landesregierung. Er stimmte gegen den Antrag der Grünen.

Die SVP wollte eine Einmischung in die Angelegenheiten der Trentiner vermeiden, andererseits müsse man sich um ein Projekt kümmern, das Auswirkungen auf Südtirol habe. In diesem Sinne könne man den Antrag annehmen, so Gert Lanz.

Die Prämissen wurden mit 25 Ja und 7 Nein, der beschließende Teil mit 27 Ja und 5 Nein angenommen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • wollpertinger

    Vom Alfreider wusste man ja bereits, dass ihm die Umwelt vollkommen egal ist und dass er nur an den Profit seiner Klientel denkt. Beim Widmann wundere ich mich allerdings etwas.

    • besserwisser

      der flughafenbefürworter alfreider muss natürlich auch für die Autobahn sein. sonst ist sein tal und seine Almhütte ja nicht erreichbar …
      scheint wohl bald der einzige zu sein der es noch nicht verstanden hat: wenn ihr alles zugepflastert hab und die optimale Erreichbarkeit herbetoniert habt dann kommen die gäste auch nicht mehr ins abteiltal ….
      beton bleibt, der gast zieht weiter ….

      • yannis

        >>>Beton bleibt der Gast zieht weiter……….
        Sehr gut formuliert ! unter anderen z.B. In Portugal / Algarve an Hotel und Bauruinen Live zu betrachten, finden sich dort auch Straßen und vieles andere mehr was so gut wie niemand benutzt weil es nicht gebraucht wird.
        Aber immerhin hat man beim Verlassen dieser Sinnlos-Projekte vergessen die großspurigen Baustellenschilder zu entfernen, so kann man sich immerhin noch darüber informieren wo die EU-Milliarden einbetoniert wurden, bzw. welche Multinationalen Baukonzerne sie eingesackt haben.

  • andreas

    Was bildet sich Südtirol eigentlich ein, Trient belehren zu wollen? Sind die jetzt von allen guten Geistern verlassen worden?

  • erich

    Mit Alfreider sitzt endlich wieder einer in der Regierung der kurz und bündig sagt was Sache ist. Bravo weiter so!

  • politikverdrossener

    In Kalabrien waren auch ein paar Autobahnen zu vollenden oder verbessern,was geht das und Valdastico uns Südtiroler an ?Wenn Ich schneller nach Venedig komme umso besser,aber daß deswegen die Brennerautobahn mehr belastet wird ????Lasst die Grünen im Garten,dort wartet eine Menge Arbeit auf sie,besonders im Frühling-

  • wisoiundnetderfranz

    Ich würde ja die Allemagna als Entlastung für die Brennertrasse auch bauen und vielleicht sollte man ins Pragsertal auch eine mehrspurige Schnellstraße bauen. Dann würde es den Touristen vielleicht etwas zu laut werden und wieder ein wenig Ruhe einkehren… 😉

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