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Das Duell

Bei der Tour of the Alps kommt es zu einem Duell zwischen Tour- und Giro-Sieger Chris Froome und Vincenzo Nibali.

Der vierfache Tour-de-France-Sieger und aktuelle Titelträger des Giro d’Italia Chris Froome führt das Team Sky, das bei der diesjährigen Ausgabe der Tour of the Alps zum letzten Mal mit dem aktuellen Namen an den Start geht, als Kapitän an.

In Kufstein wurde das Etappenrennen in den drei Euregio-Regionen (22. bis 26. April 2019), dessen zwei Top-Favoriten Froome und Nibali schon zehn Triumphe bei großen Rundfahrten feierten, im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell vorgestellt

Im Vorjahr nahm Chris Froome (Team Sky) zum ersten Mal die Tour of the Alps in Angriff. Der vierfache Tour-de-France-Sieger nutzte die Rundfahrt, um sich bestmöglich auf den Giro d’Italia vorzubereiten, den er wenige Wochen später erstmals in seiner Laufbahn für sich entschied. Froome holte sich im Rahmen der TotA aber viel mehr als nur den Feinschliff für die restliche Saison: Auf den Straßen der Euregio-Regionfand der 33-jährige Brite nach schwierigen Monaten sein Lächeln wieder und tankte zudem viel Selbstvertrauen, das er auch brauchte, um beim darauffolgenden Giro mit der nötigen Aggressivität und Leichtigkeit antreten zu können.

2018 stellte die Tour of the Alps für Froome einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Gewinn des Rosa Trikots dar. Heuer heißt das große Ziel des Briten nicht Giro d’Italia, sondern Tour de France: Um sich bestmöglich für den Angriff auf das fünfte Gelbe Trikot seiner Karriere zu rüsten, hat Froome die TotA nun erneut in sein Vorbereitungsprogramm aufgenommen.

Die Nachricht der erneuten Teilnahme Froomes war das große Highlight der Pressekonferenz, die am Mittwoch, 10. April in Kufstein stattfand. In der Nordtiroler Stadtgemeinde fällt zwölf Tage später auch der Startschuss für die 43. Ausgabe der Tour of the Alps, die vom 22. bis 26. April über die Bühne geht. Mit Chris Froome hat das ohnehin schon spektakuläre Etappenrennen in den drei Euregio-Regionen ein weiteres Zugpferd dazugewonnen. An der Pressekonferenz nahmen der Geschäftsführer der Tirol Werbung, Florian Phleps, der Obmann und der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Kufsteinerland, Johann Mauracher und Stefan Pühringer, der Marketingleiter des Alpbachtal Seenland, Michael Mairhofer, sowie der ehemalige Radprofi Thomas Rohregger teil.

Wenige Monate nach der erfolgreichen Austragung der Straßenrad-Weltmeisterschaft in Innsbruck, rückt Nordtirol als Ausgangsort der Tour of the Alps erneut ins Rampenlicht der internationalen Radsport-Szene. Mit Chris Froome und seinem größten Widersacher, dem diesjährigen Giro-Favoriten Vincenzo Nibali(Bahrain-Merida), werden auch zwei der besten Radprofis unserer Generation für Spektakel sorgen. Das Duo hat jede der drei großen Rundfahrten (Tour de France, Giro d’Italia, Vuelta a Espana) bereits gewonnen und insgesamt zehn Gesamtsiege bei diesen Etappenrennen auf seinem Konto.

Nachdem sich in den letzten beiden Jahren mit dem Briten Geraint Thomas (2017) sowie dem Franzosen Thibaut Pinot (2018) äußerst prominente Namen in die Liste der Gesamtsieger eintrugen, dürfte demnach auch heuer der Sieg nur über einen Superstar der internationalen Radsport-Szene gehen. In den Annalen der Tour of the Alps ist der Name Vincenzo Nibali bereits zwei Mal verewigt: Der Kapitän des Bahrain-Merida-Teams entschied die Rundfahrt nämlich schon 2008 und 2013 für sich – damals wurde das Etappenrennen noch unter dem Namen Trentino-Rundfahrt ausgetragen.

Bereits 2013 – dem Jahr seines ersten Giro-d’Italia-Triumphs – war Nibali beim Vorgänger der TotA, der Trentino-Rundfahrt, nicht zu schlagen gewesen. Auch 2016 nahm der Sizilianer an der Trentino-Rundfahrt teil und sicherte sich wenige Wochen später zum zweiten Mal das Rosa Trikot. Doch damit nicht genug: 2014, als der heute 34-Jährige mit dem Tour-de-France-Gesamtsieg den größten Erfolg seiner Karriere feierte, tankte Nibali ebenfalls mit einem Sieg im Trentino das nötige Selbstvertrauen für seinen späteren Triumph. Wenige Tage vor Beginn der Tour radelte er nämlich bei der prestigereichen „Melinda Trophy“ auf den ersten Platz.

Insgesamt 20 Teams, darunter deren fünf aus der Kategorie „World Tour“ stehen bei der Tour of the Alps 2019 am Start. Neben dem Team Sky und Bahrain-Merida sind dies AG2R-La Mondiale (Frankreich), Bora-hansgrohe (Deutschland) mit dem polnischen Kapitän Rafal Majka, sowie das Astana Pro Team(Kasachstan), das im Vorjahr drei von fünf Etappen für sich entscheiden konnte. Angeführt wird die kasachische Mannschaft vom Spanier Pello Bilbao, der 2018 das erste Teilstück der TotA gewann.

Komplettiert wird das hochkarätig besetzte Feld von neun renommierten Profi-Teams. Gleich vier davon kommen aus Italien, nämlich Androni-Sidermec, Bardiani-CSF, Nippo-Fantini-Faizanè und Neri-Selle Italia-KTM. Spanien ist mit den beiden Formationen Euskadi-Murias und Caja Rural Seguros-RGAvertreten, während die drei Nationen Frankreich mit Arkea-Samsic, Russland mit Gazprom-Rusvelo und Kolumbien mit Manzana-Postobon je eine Profi-Mannschaft stellen. Hinzu kommen die italienische Nationalmannschaft von Cheftrainer Davide Cassani und die fünf Continental-Teams Giotti Victoria-Palomar (Rumänien), Team Colpack (Italien) sowie Tirol Cycling Team, Felbermayr-Simplon-Wels und Team Vorarlberg Santic (alle Österreich).
Froome
Die Tour of the Alps in Tirol

Nachdem bereits die allererste Etappe der Tour of the Alps im Jahr 2017 in Nordtirol gestartet wurde, kehrt das Etappenrennen in den drei Euregio-Regionen heuer zu seinen Wurzeln zurück: Der Startschuss für die TotA 2019 fällt – ebenso wie vor zwei Jahren – in Kufstein. Im 20.000-Einwohner-Ort an der Grenze zu Bayern befindet sich nicht nur der Start, sondern auch das Ziel der ersten Etappe.

Zwischen Kufstein, der zweitgrößten Stadtgemeinde Nordtirols nach Innsbruck, und dem Radsport hat sich in den letzten Jahren eine enge Verbindung aufgebaut: Im Jahr 2018, dem Jahr zwischen den beiden Tour-of-the-Alps-Etappen, fungierte Kufstein und das Kufsteinerland nämlich als Startort für das Straßenrennen der WM in Innsbruck, das der Spanier Alejandro Valverde gewann.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Festung Kufstein, die zu den imposantesten mittelalterlichsten Bauwerken Tirols zählt. In der acht Jahrhunderte alten Festung befindet sich mit der „Heldenorgel“ die größte Freiluftorgel der Welt. Dazu gibt es in Kufsteins Umgebung neben den vielen Fahrradrouten außerdem jede Menge Badeseen wie den Längsee, den Hechtsee oder den Walchsee.

Schon zum zweiten Jahr in Folge macht die Tour of the Alps heuer in der Region Alpbachtal Halt: Die zweite Etappe der Rundfahrt startet in Reith in Alpbachtal und endet nach 178,7 selektiven Kilometern in der Südtiroler Gemeinde Schenna. Wenige Kilometer nach dem Start der Etappe befindet sich die Ortschaft Alpbach, die zu den malerischsten Orten Österreichs gehört und als schönstes „Blumendorf“ Europas gilt.

Das Alpbachtal ist – sowohl im Sommer, als auch im Winter – ein wahres Paradies für Familien, die einen Aktivurlaub inmitten der Natur genießen wollen. Über 250 Kilometer Mountainbike-Strecken laden förmlich dazu ein, alle Ecken der authentischen und idyllischen Gegend mit dem Fahrrad zu entdecken.

Kufstein
Das Erfolgsrezept

Zahlreiche und anspruchsvolle Anstiege, allerdings ohne extreme Höhen und reduzierte Strecken: Das war die Streckenführung, mit der die Organisatoren des GS Alto Garda bei den ersten beiden Ausgaben der Tour of the Alps aufwarteten. Dass das OK-Team mit seiner Wahl der Etappen die richtige Entscheidung traf, wird durch die Teilnahme von unzähligen Superstars aus aller Welt sowie des breiten Publikums in über 100 Ländern unterstrichen.

Angesichts der hochkarätigen Besetzung verspricht die Jagd nach dem Trikot des Gesamtführenden, auf dem erneut das Logo des Apfel-Vermarkters „Melinda“ versehen ist, einmal mehr Hochspannung. Auch vom Kampf um die restlichen Führungstrikots, die allesamt vom Unternehmen „Northwave“ hergestellt werden, darf man sich ein Spektakel bis auf die letzten Meter erwarten. Damit Zuschauer und Fans aus aller Welt weiterhin in den Genuss kommen, die Geschehnisse der Rundfahrt in Echtzeit zu verfolgen, wurde die Zusammenarbeit mit dem Multimedia-Produzenten „PMG Sport“ bestätigt.

Zu den vielen Partnern, die der Tour of the Alps zur Seite stehen, gesellten sich heuer mit „Vittoria“ sowie „Suzuki“ zwei weitere Unternehmen hinzu. Der italienische Radartikel-Hersteller Vittoria geht bei der TotA als neutrales Team, das sich aus zahlreichen ehemaligen Profis zusammensetzt, an den Start und steht allen Teilnehmern mit seinem Fachwissen und seiner Erfahrung zur Seite. Der japanische Automobilhersteller Suzuki stärkt als Partner des Etappenrennens seine Verbindung zum Radsport, mit dem er ohnehin schon seit Jahren tief verwurzelt ist. Das Feld der Unternehmen, die das grenzüberschreitende Projekt unterstützen, wird von „Cassa Centrale Banca“, „Selle Italia“, „Acqua Pejo“, „Phoenix“ „Navigare“ und der Brennerautobahn-Gesellschaft komplettiert.

„Fahr mit dem Fahrrad“: Die Euregio stellt ein neues Gemeinschaftsprojekt vor

Bei der offiziellen Präsentation der Tour of the Alps in Kufstein wurde mit der „Euregio Cycling Community“ ein neues Projekt vorgestellt, das die Euregio gemeinsam mit den drei Regionen Tirol, Südtirol und dem Trentino ausgearbeitet und entwickelt hat. Zum ersten Mal wird die Initiative im Rahmen der TotA in die breite Öffentlichkeit treten.

Die Tour of the Alps bietet dem Projekt die idealen Rahmenbedingungen, um die Zusammenarbeit und gemeinsamen Werte der drei Euregio-Gebiete hervorzuheben. Im Mittelpunkt steht dabei einmal mehr der Radsport, der sich dabei aber nicht nur auf die sportlichen Geschehnisse beschränkt, sondern das gelebte Miteinander vermitteln soll.

Die „Euregio Cycling Community“ ist eine grenzüberschreitende Initiative, die die gemeinsamen Werte der drei Euregio-Regionen auf zwei Rädern verkörpert. Bei der Community handelt es sich um ein Team, das aus Hobby-Radsportlern aus Tirol, Südtirol und dem Trentino besteht und die Aufgabe hat, die Euregio-Werte bei den wichtigsten Radmarathons der drei Regionen zu kommunizieren.

Den ersten großen Auftritt hat die Euregio Cycling Community (zu Deutsch „Euregio-Radsportgemeinschaft“) im Rahmen der Tour of the Alps. Jeweils drei Fahrer aus den drei Euregio-Regionen werden die fünf Etappen der TotA 2019 im Vorfeld abfahren und dabei die einzelnen Teilstücke der Rundfahrt genauer unter die Lupe nehmen. Auf ihrer Reise quer durch die Euregio-Gebiete soll die Community die Besonderheiten der Etappenorte in ein Schaufenster stellen und darüber hinaus die Grundwerte sowie den Lebensstil der gesamten Euregio der breiten Öffentlichkeit präsentieren. Alle Geschichten, die die Community auf ihrer Tour aufgreift, werden über die verschiedenen Kommunikationskanäle der Tour of the Alps publiziert.

Froome
Die Stimmen

Stefan Pühringer (Geschäftsführer Tourismusverband Kufsteinerland): „Die Stadt Kufstein investiert immer mehr in Infrastrukturen, die unsere Region noch fahrradfreundlicher machen. Damit soll allen Radsportbegeisterten aus Nah und Fern die Möglichkeit gegeben werden, hier bei uns ein perfektes Bike-Abenteuer erleben zu können. Die Tour of the Alps bietet in diesem Sinne eine ideale Möglichkeit, um unsere Region in ein internationales Schaufenster zu stellen.

Johann Mauracher (Obmann Tourismusverband Kufsteinerland): „Die optimal verlaufene Straßenrad-Weltmeisterschaft im Vorjahr hat uns viel Motivation gegeben und gezeigt, dass der eingeschlagene Weg in die richtige Richtung geht. Radsport-Veranstaltungen wie die Tour of the Alps sind ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie, vor allem was das Thema Nachhaltigkeit betrifft.“

Michael Mairhofer (Marketingleiter Alpbachtal Seenland): „Auch Reith im Alpbachtal hat seinen Fokus vermehrt auf das Thema Fahrrad gelegt. Für uns ist es eine große Ehre, als Startort der zweiten Etappe der Tour of the Alps zu fungieren.

Florian Phleps (Geschäftsführer Tirol Werbung): „Angesichts des großen Stellenwerts, den der Radsport im Tourismus und in der Kommunikation mittlerweile erlangt hat, macht es uns stolz, dass die Tour of the Alps heuer in Tirol gestartet wird. Wir werden für ein großes Spektakel sorgen und dabei die gemeinsamen Werte der Euregio, die uns mit Südtirol und dem Trentino verbinden, nicht zu kurz kommen lassen.

Maurizio Evangelista (Generaldirektor Tour of the Alps): „Nibali und Froome sind ohne Zweifel die großen Stars der Tour of the Alps 2019. Die beiden sind absolute Superstars, die alle drei großen Radrundfahrten bereits für sich entschieden haben. Mit ihrer Teilnahme wird einmal mehr der gigantische Stellenwert, den sich die TotA in den letzten Jahren erarbeitet hat, unterstrichen.

Thomas Rohregger (ehemaliger Radprofi): „Ich freue mich unheimlich auf die beiden anspruchsvollen Etappen in Nordtirol. Die drei österreichischen Teams haben bei der Tour of the Alps die Möglichkeit, sich auf selektiven Strecken„.

Fünf Etappen, über 13.000 Höhenmeter

Das Programm der Tour of the Alps 2019 umfasst fünf Etappen, bei denen insgesamt 711 Kilometerzurückgelegt werden müssen. Auf die Teilnehmer warten zehn Bergwertungen und nicht weniger als 13.630 Höhenmeter.

Montag, 22. April 2019
1. Etappe: Kufstein – Kufstein 144 km, 2.100 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: **

Dienstag, 23. April 2019
2. Etappe: Reith im Alpbachtal – Schenna 178,7 km, 3.050 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: *****

Mittwoch, 24. April 2019
3. Etappe: Salurn – Baselga di Pinè 106,3 km, 2.650 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: ***

Donnerstag, 25. April 2019
4. Etappe: Baselga di Pinè – Cles 134 km, 2.730 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: ***

Freitag, 26. April 2019
5. Etappe: Kaltern – Bozen 147,8 km, 3.100 m Höhenunterschied
Schwierigkeit: ***

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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