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Freie Plätze

Ulli Mair

Die Freiheitliche Ulli Mair fordert angesichts aktueller Zahlen eine Erhöhung des Patienten-Kontingents bei Hausärzten für ansässige Bürger. 

von Lisi Lang

Ulli Mairs Vermutung hat sich bestätigt: „Während die reservierten Plätze für die ansässigen Patienten bei der Arztwahl sehr überschaubar und in vielen Fällen ausgereizt sind, können die nicht ansässigen Eingeschriebenen eine größere Auswahl bei der Arztwahl ins Auge fassen.“

Dies zeigen neue Daten, welche Sanitätslandesrat Thomas Widmann der Landtagsabgeordneten der Freiheitlichen als Antwort auf ihre Anfrage hat zukommen lassen.

In Südtirol sind aktuell 91 Hausarztstellen unbesetzt, gleichzeitig gibt es lokal auch freie Plätze bei Allgemeinmedizinern. Diese variieren allerdings nach Gesundheitssprengel. Neue Hausärzte dürfen laut aktuellen Vorgaben nämlich nur 1.575 ansässige eingeschriebene Patienten und 225 nichtansässige Eingeschriebene betreuen.

Thomas Widmann listet in der Antwort die freie Plätze für ansässige Bürger sowie die zusätzlichen Plätze für nicht ansässige nach Gesundheitssprengel auf (siehe Tabelle). Während im Mittelvinschgau beispielsweise nur 62 Plätze für ansässige Patienten zur Verfügung stehen, sind es im Sprengel Eggental-Schlern 3.138. Für nicht ansässige Bürger stehen im Sprengel Salten-Sarntal-Ritten am meisten Plätze zur Verfügung (2.560 Plätze).

Wie der Sanitätslandesrat berichtet, sind in Südtirol aktuell 26.723 nicht ansässige Bürger bei Allgemeinmedizinern eingeschrieben. Die meisten nicht ansässigen Bürger werden bei Hausärzten in Bozen geführt. „Vorwiegend handelt es sich um Nicht-EU-Bürger“, so Ulli Mair mit Blick auf die Herkunftsländer. Neben EU-Ländern wie Deutschland (618 Personen) oder Rumänien (508 Personen) sind nämlich in erster Linie Bürger aus Albanien (4.056 Eingeschriebene), Pakistan (2.482 Eingeschriebene) und Marokko (2.312 Eingeschriebene) bei Allgemeinmedizinern in Südtirol eingeschrieben.

Angesichts dieser aktuellen Daten fordert die Landtagsabgeordnete der Freiheitlichen ein Umdenken: „Das Kontingent für ansässige Bürger muss erhöht werden. Gleichzeitig kann man das Kontingent für nicht ansässige Bürger verkleinern“, fordert Ulli Mair. So könne man erreichen, unterstreicht die Freiheitliche, dass die ansässigen Bürger wieder eine größere Auswahl bei der Arztwahl haben.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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