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Der Medaillenregen

Ingeborg Zorzi

Mit fünf WM-Titeln und insgesamt sieben Medaillen kehren Südtirols Master-Athleten von den Hallen-Titelkämpfen im polnischen Torun zurück.

Die Meranerin Ingeborg Zorzi gewann drei Goldmedaillen in der Altersklasse W70 (Hoch, 60 m Hürden und Fünfkampf), auch Manfred Menz (Stab M35) und Hubert Göller (Speer M40) vom Athletic Club 96 Bozen kürten sich zum Weltmeister.

Italien holte in Torun 75 Medaillen (22 Gold, 23 Silber und 30 Bronze). Eine der erfolgreichsten „Azzurre“ in Polen war Ingeborg Zorzi vom Sportclub Meran, die in der Altersklasse W70 nach dem Sieg im Hochsprung mit 1.15 m vor der Slowenin Marjeta Cad (1.09 m), auch die 60 m Hürden in 12.38 Sekunden vor der Finnin Terhi Kokkonen (12.86) und den Fünfkampf mit 3867 Punkten für sich entschied. Für die ehemalige Volleyballspielerin und mehrfache Leichtathletik-Europameisterin  waren es die ersten Goldmedaillen bei einer Weltmeisterschaft.

Auch Manfred Menz und Hubert Göller, beide vom Bozner Verein Athletic Club 96 Alperia, kürten sich erstmals zum Weltmeister. Menz stieg im Stabhochsprung M35 erst in den Wettbewerb ein, als alle seine Konkurrenten schon ausgeschieden waren. Der Meraner setzte sich in guten 4,60 m durch, vor seinem Landsmann Marco Chiarello und dem Deutschen Ingo Mülhöfer, die beide auf 4.15 m kamen. Göller hingegen dominierte den Speerwurf M40 mit 59.93 m und setzte sich mit mehr als zwei Metern Vorsprung auf den Tschechen Libor Partipan (57.71 m) durch.

Konrad Geiser, Ingeborg Zorzi und Rudolf Frei

Der Meraner Rudolf Frei holte bei den M70 Bronze über 800 m und stellte in 2:32.97 Minuten auch eine neue italienische Bestleistung auf. Frei musste sich nur dem Australier Mayfield (2:31.16) und dem Niederländer Smeets (2:32.94) geschlagen geben. Fünfter wurde sein Mannschaftskollege beim Sportclub Meran, Konrad Geiser (2:36.39). Über 400 m verpasste Frei hingegen eine Medaille knapp und wurde in 1:04.07 Minuten Vierter, nur acht Hundertstel hinter Bronze. Auch Geiser belegte über 1500 m in 5:18.63 Minuten den vierten Platz. Über 3000 m kam er hingegen in 11:37.25 Minuten als Fünfter ins Ziel.

Am letzten Wettkampftag holten dann Frei und Geiser, mit dem Mailänder Aldo Del Rio und dem Römer Roberto Paesan, Silber mit der 4 x 200m-Staffel M70. Auch hier stellten sie in 1:59.02 Minuten einen neuen Italienrekord auf. Weltmeister wurde Frankreich (1:56.83).

Die beiden nächsten Master-Weltmeisterschaften finden in Kanada statt: 2020 im Freien in Toronto und 2021 in der Halle in Edmonton. 2019 wird hingegen die Europameisterschaft in Italien ausgetragen. Vom 5. bis 15. September ist die EM in der Provinz Venedig zu Gast, in Jesolo, Caorle und Eraclea.

Die Südtiroler Master-Medaillen bei der WM in Torun

GOLD (5)

Stab M35: Manfred Menz (Athletic Club 96 Bozen) 4,60

Speer M40: Hubert Göller (Athletic Club 96 Bozen) 59,93

60m Hürden W70: Ingeborg Zorzi (Sportclub Meran) 12.38

Hoch W70: Ingeborg Zorzi (Sportclub Meran) 1,15

Fünfkampf W70: Ingeborg Zorzi (Sportclub Meran) 3867

SILBER (1)

4x200m M70: Rudolf Frei (Sportclub Meran), Aldo Del Rio (Road Runners Club Milano), Konrad Geiser (Sportclub Meran), Roberto Paesani (Romatletica Footworks) 1:59.02 Italien-Rekord

BRONZE (1)

800m M70: Rudolf Frei (Sportclub Meran) 2:32.97 Italien-Rekord

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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