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Filmtalente gesucht

Bei einem Speed Dating auf dem Film Festival Bozen sucht die IDM Filmtalente aus Südtirol. Die Filmszene in Südtirol wächst.

Wenn das Bolzano Film Festival Bozen am 9. April seine Tore öffnet, stehen auch sie im Scheinwerferlicht: die Talente aus Südtirol, die mit ihren Werken die heimische Filmszene bereichern. Gezeigt werden ihre Filmprojekte in den Reihen „Made in Südtirol“ und „Local Artists“.

Aber auch Filmschaffende in spe kommen beim Film Festival auf ihre Kosten. Beim Speed Dating von IDM Südtirol können sich Interessierte bei Profis über die Berufsmöglichkeiten in der Filmbranche informieren. Die Suche nach neuen Talenten und die Förderung von heimischen Filmschaffenden auch bei der Aus- und Weiterbildung gehören zu den Kernaufgaben von IDM. So soll garantiert werden, dass die Film- und Kreativwirtschaft in Südtirol nachhaltig wächst.

Südtirols Filmszene wächst und gedeiht: 2018 stammten etwa knapp die Hälfte der unterstützten Filmprojekte von Südtiroler oder in Südtirol lebenden Regisseurinnen und Regisseuren oder wurden von Südtiroler Produktionsfirmen realisiert. Gleichzeitig steigt auch die Anzahl der lokalen Filmfachkräfte, die bei den Dreharbeiten im Land beschäftigt werden, kontinuierlich.

„Der Filmstandort Südtirol entwickelt sich weiter und wird immer professioneller. Zum einen gibt es immer mehr Filmschaffende, die sich an eigene Projekte wagen, bzw. Talente, die zurückkommen, um hier Projekte zu verwirklichen. Zum anderen kann Südtirol immer mehr Filmdienstleistungen auf hohem Niveau anbieten, weil immer mehr spezialisiertes Personal zur Verfügung steht. Somit hat sich die Ausrichtung des Südtiroler Filmfonds bewährt, der heimische Talente fördert und Bedarf an lokalen Fachkräften lukriert“, sagt Vera Leonardelli, Leiterin der Abteilung Business Development von IDM, zu der auch der Bereich Film Fund & Commission gehört.

Was Südtirols Filmschaffende können, zeigt unter anderem die Reihe „Made in Südtirol“ des Film Festivals mit Projekten, die vom Südtiroler Filmfonds unterstützt wurden. Darin bekommen auch Werke Südtiroler Filmemacher und Produzenten ihre Bühne. So stehen etwa dieses Jahr die Frauenbiographie „Viktoria Savs – Die Kaisersoldatin“ der Südtiroler Regisseurin Karin Duregger auf dem Festivalprogramm sowie der Eröffnungsfilm „In my Room“ von Regisseur Ulrich Köhler, den Echo Film aus Bozen koproduziert hat. Die Unterstützung neuer und junger Talente ist bei der Filmförderung ein zentraler Punkt. So wurden 2018 Filme von fünf Absolventen der Bozner Schule für Dokumentarfilm, Fernsehen und Neue Medien ZeLIG gefördert: Martine De Biasi mit „Becoming me“, Stefano Lisci mit „Luca+Silvana“, Alexandra Kaufmann mit „Las Hermanas de Rocinante“, Valentina Pedicini mit „Faith“ und Nika Saravanja mit „Jump Out aka. Nafsi Africa“. Gefördert werden auch das Debüt „Disco“ der Bozner Regisseurin Evi Romen und „Turn of the Tide“, der erste Spielfilm der Regisseurin und Drehbuchautorin Nancy Camaldo, ebenfalls aus Bozen.

Um die Professionalisierung der Südtiroler Filmschaffenden voranzutreiben, bietet IDM unter dem Dach der Plattform MOV!E IT!, in der Aus- und Weiterbildungsinitiativen im Filmsektor gebündelt werden, jährlich Stipendien an. Vergeben werden diese „Scholarships“ für eine Weiterbildung in verschiedensten Bereichen, wie etwa Produktion, Licht oder Drehbuch. Bei einer Reihe von Weiterbildungsangeboten holt IDM heimische Partner ins Boot, wie den lvh Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister, das „Claudio Monteverdi“ Musikkonservatorium und natürlich ZeLIG. „Durch diese Initiativen wollen wir dazu beitragen, das Niveau der Filmdienstleistungen im Lande weiter zu erhöhen und gleichzeitig verhindern, dass Fachkräfte ins Ausland abwandern“, so Leonardelli.

Auch der Nachwuchs soll für das Filmbusiness interessiert werden. Welche Berufsbilder es beim Film gibt, zeigt das Speed Dating für Filmberufe auf, das IDM im Rahmen des Film Festivals organisiert. Dieses Jahr stehen Profis unter anderem aus den Bereichen Schauspiel, Regieassistenz und Drehbuch Rede und Antwort. Das Angebot richtet sich an Schüler, Lehrlinge und Studenten, aber auch an alle interessierten Berufseinsteiger. An die gleiche Zielgruppe wendet sich das Projekt „ACTION! Intense Film Lab“.

Dieser Workshop findet jedes Jahr in den Sommerferien statt und soll jungen Talenten von 18 bis 24 Jahren die Möglichkeit geben, in den Filmbereich hineinzuschnuppern. Eine Woche haben die Teilnehmer dabei Zeit, in Gruppen ihre eigenen Kurzfilme zu erstellen. „Wir wollen durch diese Initiativen junge Menschen für das Film- und TV-Business interessieren und ihnen für den Einstieg Orientierung und detaillierte Infos bieten“, erklärt Vera Leonardelli.

 

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