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Das Milliarden-Unternehmen

Die Unternehmensgruppe Leitner hat den Umsatz erstmals auf über eine Milliarde Euro gesteigert. Leitner-Chef Anton Seeber zeigt sich über den Meilenstein erfreut.

Tageszeitung: Herr Seeber, die Unternehmensgruppe Leitner hat erstmals einen Umsatz von über eine Milliarde Euro erzielt. Wie sehr freuen Sie sich über diesen Meilenstein?

Anton Seeber: Der Umsatz ist nur ein Maß, mit dem man misst, wie viel man verkauft hat. Ebenso wichtig sind andere Merkmale und Kennzeichen eines Unternehmens: Die Mitarbeiterzahl, die Innovationsfähigkeit, die Fähigkeit Herausforderungen zu bewältigen, wettbewerbsfähig zu bleiben in einer Welt, die sich immer schneller dreht und kleiner wird. Man muss sich immer wieder neu erfinden. Das ist ebenso wichtig wie der Umsatz.

Vor zwei Jahren haben Sie das Ruder übernommen. War die Überschreitung der Milliardengrenze immer ein Ziel der Unternehmensgruppe?

Nein, das war kein Ziel. Ziel war es, Entscheidungen zu treffen, die im Interesse der Gruppe sind und eine Unternehmensgruppe aufzubauen, die nachhaltig und langfristig erfolgreich sein kann und Arbeitsplätze sichert.

Wer ist für diesen Erfolg verantwortlich?

Das Geheimnis des Erfolges eines Unternehmens sind immer die Mitarbeiter. Am Ende besteht ein unternehmen aus den Mitarbeitern und jene die wir haben, sind wahnsinnig motiviert, Projekte auf der ganzen Welt zu bewältigen. Wir haben großartige, motivierte Mitarbeiter, die besonders fähig sind.

Besonders für die olympischen Winterspiele 2022 in Peking hat die Gruppe weitere wichtige Aufträge erhalten. Was bedeutet das für Leitner?

Prinoth hat den Auftrag erhalten, die Pistenfahrzeuge für die Olympiade in Peking zu liefern. Wir haben mit den Vorbereitungen begonnen. Anfang Dezember war ich auch drüben und wir haben uns dafür sehr bemüht. Ich glaube, es ist ein wichtiger Schritt, an einer Olympiade teilzunehmen. Wir haben auch andere Erfolge feiern können. So haben wir bei den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Åre und bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld die Pisten präpariert. Das hat Prinoth wirklich gut gemacht.

Bei großen, erfolgreichen Unternehmen erlebt man es häufig, dass sie mit der Zeit den Hauptsitz in eine Metropole verlegen. Leitner ist nach wie vor in Sterzing beheimatet…

Und das wird auch so bleiben. Wir sind hier geboren und werden hier bleiben. Wir sind dezentral aufgestellt. Das heißt, wir können nicht von Sterzing aus alles machen. Wir könnten ja auch nicht 3.500 Menschen in Sterzing anstellen. Deshalb haben wir Standorte in Frankreich mit 800 Mitarbeitern, in Nordamerika, in Peking, in Telfs und in der Slowakei, wo wir einen Produktionsstandort haben. Wir haben viele Standorte, um den Weltmarkt besser bearbeiten zu können. Wir müssen den Märkten nahe sein, um schnell reagieren zu können und das Verständnis für den Markt zu entwickeln.

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