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„Es ist unerträglich“

Besseres Rollmaterial könnte die Lärmsituation entlang der Brennstrecke kurzfristig verbessern. Magdalena Amhof hofft auf ein Trentiner Gericht.
Magdalena Amhof sieht sich bestätigt. Immer wieder hatte sie auf das Problem des veralteten Rollmaterials hingewiesen und wiederholt die Sanierung des bestehenden bzw. den Ankauf von neuem Rollmaterial verlangt.

„Wir warten jetzt auf das Urteil von Trient“, kündigt Magdalena Amhof an. Dort hatten 50 Anrainer der Bahnstrecke einen Schadensersatz von zwei Millionen gefordert.

Das Strafverfahren läuft.

„Die Situation im Eisacktal ist nicht anders. Tausende von LKWs und PKWs passieren unser Tal, zusätzlich donnern mehrere Dutzend Güter- und Personenzüge durch dicht bewohntes Gebiet. Es ist unerträglich“, klagt Amhof. In einem Beschlussantrag an den Südtiroler Landtag, in diversen Anfragen, auf zahlreichen Versammlungen, im Rahmen des Eisacktaler Verkehrsgipfel und bei jeder sich bietenden Gelegenheit bringen die Eisacktaler ihr Anliegen an: Bitte tauscht das Rollmaterial aus! „Bürgerinnen und Bürger in der Nachbarprovinz machen nun ernst. Wenn sie hier Recht zugesprochen bekommen, wird sich das Eisacktal nicht mehr länger mit Lärmschutzwänden zufriedengeben“, kündigt Amhof an.

Das Europäische Parlament hat sich vor drei Jahren in einer Abstimmung zur europäischen Verkehrspolitik für ein Verbot von lauten Güterwaggons ausgesprochen. Die Schweiz wird ab 2020 das Durchfahrtsverbot von lauten Waggons umsetzen. „Auch Deutschland wird aktiv und Österreich zieht nach. Spätestens dann werden keine lauten Eisenbahnwaggons mehr über den Brenner rollen“, sagt Amhof.

Davon werde Südtirol zwar profitieren, doch das Material dieseits des Brenners wird dadurch nicht neu. Das EU-weite Verbot sei demnach schnellstens umzusetzen. „Schienenverkehrsunternehmen müssen umgehend aufgefordert werden, ihr Rollmaterial auf leise zu rüsten“, betont die Landtagsabgeordnete. Sie und ihr Eisacktaler Landtagskollege Helmut Tauber werden hier weiterhin am Ball bleiben.

Die Unterstützung ist ihnen auch vonseiten der Südtiroler Transportstrukturen AG gewiss. Präsident Martin Ausserdorfer verspricht Entlastung mit den Zulaufstrecken des Brennerbasistunnels. Bis diese realisiert werden, sollte allerdings modernes Rollmaterial für eine Lärmreduktion sorgen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • george

    Die Umweltvertreter in Südtirol fordern schon seit Jahrzehnten ein besseres und zeitgemmäßeres Rollmaterial, sowie die Untertstützung der Politiker. Amhof und verschiedene ihrer politischen Kollegen haben sich aber in all den Jahren nie herbei begeben um Unterstüzung zu geben. Jetzt, da wieder Wahlen anstehen, hört man sie plötzlich wieder rufen. Scheinheiliger geht es wohl nicht mehr, oder?

  • drago

    Müssen wir uns jetzt diese Hinterbänkler bis zur nächsten Wahl anhören? In der Partei selbst kein Gewicht, versuchen sie durch die Presse etwas Sichtbarkeit zu erreichen. Wohlgemerkt, durch Pressemitteilungen, weil Erfolge haben sie keine vorzuweisen.
    Übrigens: Tirol beschwert sich, dass die mit Südtirol (Italien) und Bayern (Deutschland) vereinbarte Korridormaut zur Verkehrsvermeidung eben dort nicht weitergeht. Kein Wunder, wurde ja für Südtirol mit Kompatscher vereinbart und dessen Lieblingsbeschäftigung ist ja, auf Rom zu zeigen und zu sagen, leider können wir nicht (wir möchten ja so gerne, aber Rom, das böse Rom).

  • sigmundkripp

    Und ich dachte, die SVP hätte seit > 70 Jahren die Regierungsgewalt inne…..

  • sigmundkripp

    …war wohl eine Täuschung. ROM, das ewige und starke ROM sagt, wo es in Südtirol lang geht! In der weltbesten Autonomie regiert ROM. Frau Amhof: Sie werden weiter leiden müssen.

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