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Der Vertrags-Poker

LH Kompatscher und GD Steiner besprechen mit Gewerkschaften bestehende Anliegen und künftige Vorhaben. Innerhalb 1. Mai starten die Verhandlungsrunden zu BÜKV.

Am Donnerstagabend haben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Generaldirektor Alexander Steiner mit Vertretern der Gewerkschaften über laufende und anstehende Verhandlungen der Kollektivverträge der öffentlich Bediensteten diskutiert. Am Treffen nahmen Vertreter sämtlicher Gewerkschaften der öffentlich Bediensteten teil.

Bei diesem ersten Treffen mit dem neuen Generaldirektor der Landesverwaltung wurde betont, dass die Anliegen der Gewerkschaften vom Verhandlungspartner Land sehr ernst genommen würden. „Auf beiden Seiten wurde bereits viel Vorarbeit geleistet. Nun geht es darum eine gemeinsame Analyse vorzunehmen und rasch Verhandlungen zu starten“, hob Landeshauptmann Kompatscher hervor.

Als einer der größten Arbeitgeber Südtirols sei er sich, auch als zuständiger Landesrat für Personal, der Verantwortung und der Vorbildwirkung bewusst. Man wolle daher die Anliegen der Mitarbeitenden aufnehmen und bestmöglich umsetzen.

„Wir werden uns intensiv und ausgiebig, aber dennoch zielorientiert und zeitnah mit den unterschiedlichen Forderungen auseinandersetzen, um schließlich ein breit mitgetragenes Verhandlungsergebnis auszuarbeiten“, betonte auch Generaldirektor Alexander Steiner im Anschluss an das Treffen.

Dieses stellte den Auftakt für neue Verhandlungsrunden dar, die ihre Arbeiten noch aufnehmen werden. Innerhalb 1. Mai werden die Verhandlungsrunden zum Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag starten, kündigte Steiner beim Treffen an.

Im Rahmen des Treffens mit den Gewerkschaftsvertretern wurde auch über die geplante Einführung der Landesagentur für Kollektivvertragsverhandlungen gesprochen. Diese habe die Aufgabe, als einheitliche Kompetenzstelle sämtliche Kollektivvertragsverhandlungen zu führen, berichtete Generaldirektor Steiner.

Der Landesagentur sollen daher Fachleute in den Bereichen Gewerkschaftsbeziehungen, Arbeitsrecht und Personalverwaltung angehören. Operativ wird die Agentur sobald die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.

Die entsprechenden gesetzlichen Vorbereitungen laufen bereits: So ist die Schaffung der Agentur im Entwurf des Nachtragshaushaltes vorgesehen, der bereits von der zuständigen Gesetzgebungskommission des Landtages genehmigt wurde. Bis die Landesagentur für Kollektivvertragsverhandlungen ihre Arbeit aufnimmt werden die Verhandlungen von der öffentlichen Delegation, unter Leitung von Generaldirektor Alexander Steiner, geführt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (6)

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  • vogel

    Wozu eine Agentur die nur die Vorgaben der Politik einhalten muß? Dafür ist wieder Geld genug da
    Alle Angestellten sollten die gleiche Lohnerhöhung bekommen wie ihr Chef, der Herr Steiner. So um die 30%. Der Chef geht ja immer mit gutem Beispiel voraus!

  • kira2000

    @vogel: bravo, so sollte es sein! Lassen wir uns überraschen.

  • drago

    „Wir werden uns intensiv und ausgiebig, aber dennoch zielorientiert und zeitnah mit den unterschiedlichen Forderungen auseinandersetzen, um schließlich ein breit mitgetragenes Verhandlungsergebnis auszuarbeiten.“
    Wenn mein Verständnis des Deutschen richtig ist, dann wird in diesem Satz „zielorientiert“ als Gegensatz zu „intensiv und ausgiebig“ dargestellt. Und auch das neue Lieblingswort „zeitnah“ ist enthalten; „bald“ wäre ja nicht modern genug. Und Fachleute, höre und staune: Fachleute.
    Alles in allem eine Ansammlung von Worthülsen, in die jeder alles hineinlesen kann.
    Eben bestes „politichese“, das der Ghostwriter der Tageszeitung (aka Pressesprecher der Landesregierung) hier von sich gibt. Bääääääähhhh, würde ich den Mist aussprechen und nicht nur lesen, müsste ich mir den Mund auswaschen.

  • unglaublich

    Eine Agentur, wie schön! War schon einmal da und hat jämmerlich versagt und wurde deshalb wieder abgeschafft. Fauler Trick, aber wer weiß, mit den Südtiroler Arbeitnehmern kann man’s ja mal versuchen. Die schlucken und schlucken und schlucken und …
    Kompatscher betreibt derzeit eine gesellschaftspolitische Revolution. In den letzten 10 Jahren wurden Angestellte und Arbeiter um 15 bis 20% ärmer und andere reicher. Die Umverteilung des Volksvermögens ist die Katastrophe unserer Zeit, das Rad der Geschichte wird gerade wieder zurückgedreht.

  • pingoballino1955

    Wenn Herr Steiner für sich alleine 60.000 Euro Jahresgehaltserhöhung erpokert hat,dann wird er jetzt nicht so zimperlich sein können mit den schon lange fälligen Gehaltserhöungen !!! Wie will er sonst den Betroffenen erklären,dass es bei ihm reicht und bei den anderen NICHT??????

  • kurt

    Das heißt man zwei Klassen-Gesellschaft und wenn der Herr behauptet das Geld nicht alles ist dann wird es wohl stimmen aber nur für Leute auf seinem Niveau !!!!!.

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