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„Wir sind stolz“

Das Snohetta-Projekt: Seilbahn mit Museumsquartier

Laut Heinz Peter Hager will die Signa nun ein Public-Private-Partnership-Modell für das Museumsprojekt am Virgl ausarbeiten.

Mit 100 von 100 möglichen Punkten ist das Ötzi-Museumsprojekt am Bozner Hausberg Virgl klarer Sieger des Landeswettbewerbs zur Neugestaltung eines Museumsquartiers.

„Wir sind sehr froh, dass auch die Fachkommission des Landes zu diesem Urteil kommt und damit den Wert unseres Projektes anerkennt“, erklärt Heinz Peter Hager. Nach der technischen Bewertung wurden nun auch die ökonomischen Angebote der Bewerber geprüft, auch hier erhielt der SIGNA-Vorschlag die höchste Punkte-Bewertung.

Das derzeitige Ötzi-Museum in Bozen platzt aus allen Nähten, seit geraumer Zeit sucht das Land nach Erweiterungsmöglichkeiten. Nachdem im Vorjahr die Verhandlungen mit einem Immobilieneigentümer an dessen Preisvorstellungen gescheitert waren, entschied sich das Land, eine öffentliche Marktrecherche auszuschreiben.

Bis 12. Oktober 2018 hatten Interessenten die Möglichkeit, ihre Vorschläge einzureichen.

Dabei waren eine ganze Reihe von Kriterien zu berücksichtigen, darunter das Raumangebot für das Ötzi-, Archäologie- und Stadtmuseum, die Lage, sowie die Mobilitätslösungen.

„Wir haben uns bemüht, ein wirklich schönes Projekt zu entwickeln, das für Bozen und Südtirol maßgeschneidert ist und zugleich der Bedeutung des Ötzi als archäologische Weltsensation gerecht wird“, so Hager.

Dazu beauftragte SIGNA das international renommierte Architekturkollektiv Snøhetta, welches bereits mit einem Seilbahnprojekt überzeugt hatte und das Museumsquartier nun in die Bergstation des Virgl integrierte.

Zu den großen Vorzügen des Projektes gehöre neben der außergewöhnlichen Architektur von Weltformat auch die beste Mobilitätslösung: „Im Umfeld der Virgl-Talstation befinden sich sämtliche Knotenpunkte des öffentlichen Verkehrs (Bus- und Zugbahnhof) sowie über 2.000 Parkplätze“, so Hager.

Wie am Montag bei der Eröffnung der ökonomischen Angebote deutlich wurde, hatte die Fachkommission des Landes bereits bei der technischen Bewertung des Ötzi-Museums am Virgl die höchstmögliche Punktezahl vergeben (70).

Das ökonomische Angebot erhielt ebenso die maximale Punktezahl.

Hager: „Wir sind sehr stolz auf unser herausragendes Projekt, das auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sehr wettbewerbsfähig ist. Nun werden wir ein Public-Private-Partnership-Modell ausarbeiten, das dazu beitragen soll, die Kosten für die öffentliche Hand in Grenzen zu halten.“

Insgesamt hatten sich drei Bewerber an der Marktrecherche des Landes beteiligt. Während ein Bewerber wegen schwerwiegender Formfehler ausgeschlossen wurde, erreichte der zweite Bieter – Athesia mit 57 Punkten – eine deutlich geringere Punktezahl, sei es in der technischen, wie in der ökonomischen Bewertung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (8)

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  • thefirestarter

    PPP ist für das erste P immer ein Verlust!

  • rota

    Aber die Weinberge rund um die geplante Struktur müssen zu Erholungszonen und Wildtier- Gehegen werden.
    Man kann doch nicht eine solche kostenintensive Einrichtung in eine Intensivobst- und Rebanlage einpflanzen um dann die Besucher mit Pflanzenschutzmitteln und Dünger zu „beweihräuchern“.
    Typische Piefke diese Planer!

  • latemarbz

    Ein eigenartiges Argument: „Im Umfeld der Virgl-Talstation befinden sich sämtliche Knotenpunkte des öffentlichen Verkehrs (Bus- und Zugbahnhof) sowie über 2.000 Parkplätze“, so Hager“.
    Das klingt so als würden diese Parkplätze z. Z. nicht benutzt werden!? Oder sollen wir Einheimischen dann ausstellen und den Tagestouristen Platz machen? Und Benko wird seine Parkplätze wohl für seine Kaufhaus-Kunden brauchen, oder?

    • pantone

      Ich habe erst kürzlich gelesen, dass die Tiefgarage unter dem „Waltherpark“, dem neuen Kaufhaus der Signa, weit mehr Parkplätze als die Tiefgarage unter dem Waltherplatz haben wird. Also dürften von dort kaum Kunden im Gemeindeparkhaus parken. Zudem, die Leute, die nun das Archeologiemuseum und den Ötzi besuchen, parken jetzt ja auch schon irgendwo. Ich sehe also keinen Grund, weshalb Tagestouristen den Einheimischen die Parkplätze wegnehmen sollten.

  • andreas

    @latemarbz
    Was du mit den Parks meinst, verstehe ich nicht. Die haben zwar einen Teil des Hügels gekauft, aber nicht den ganzen. Ihren Teil, werden sie gewiss in einer ansprechenden Form gestalten, der Rest geht sie aber nichts an.

    Bei den Parkplätzen hat Hager recht.
    Bei der Talstation wären incl. der neuen Tiefgarage nun mal die meisten Parkplätze und unabhängig davon, wo der Ötzi liegt, werden die ja trotzdem von Touristen und Einheimischen benutzt. Rund um das Zentrum gibt es nun mal keine anderen größeren Parkplätze oder -häuser.

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