Du befindest dich hier: Home » Südtirol » „Strenge Kontrollen“

„Strenge Kontrollen“

Foto: 123RF.com

Im Rahmen der „Aktuellen Fragestunde“ hat SVP-Landtagsabgeordneter Helmut Tauber bei der Landesregierung nachgefragt, wie in Südtirol Vermietungsplattformen wie „Airbnb“ kontrolliert werden.

Der zuständige Landesrat Arnold Schuler bestätigte in seiner Antwort, dass die Gemeinden dafür zuständig seien und diese auch regelmäßig und flächendeckend kontrollieren würden.

Auch für neue Formen der Vermietung müssen die Bedingungen gleich gestaltet werden, wie für die traditionellen Vermieter. Dies hat jüngst das Verwaltungsgericht Latium bestätigt, indem es entschieden hat, dass die Plattform „Airbnb“ für seine Vermieter die gesetzlich vorgesehene Ersatzsteuer von 21 Prozent einbehalten und an den Fiskus abführen muss. Des Weiteren müssen auch die Aufenthaltsabgabe eingehoben und die Abgaben an die Tourismusvereine bezahlt werden.

„In Südtirol ist die Vermietung im Privatzimmervermietergesetz geregelt, daher ist es nicht notwendig, neue Bestimmungen zu erlassen. Allerdings ist eine strenge Kontrolle notwendig, um unlautere Konkurrenz zu vermeiden, Steuergerechtigkeit zu gewährleisten und eine Wohnraumverknappung und steigende Mietpreise zu vermeiden“, so Tauber.

In seiner Antwort auf die Anfrage Taubers betont Landesrat Schuler, dass die Gemeinden für die Kontrolle zuständig seien und diese die Kontrollen auch durchführten. „Schon im Jahr 2017 wurden die Gemeinden über die Anwendung der Bestimmungen zur Ortstaxe einerseits und zur Aufenthaltsabgabe auf Wohnungen und Villen andererseits bei der touristischen Vermietung über Plattformen informiert. Für die Einhaltung der Verpflichtung der Ersatzsteuer IRPEF ist die Agentur der Einnahmen zuständig“, so Landesrat Schuler.

Er sieht allerdings noch Verbesserungspotential: „Die Plattform ‚Airbnb‘ wurde nicht nur dazu verurteilt, die Ersatzsteuer einzuheben und an den Staat zu zahlen, sondern auch der Agentur der Einnahmen die Vertragsdaten zu übermitteln. Die Kontrolle durch die Gemeinden könnte verbessert werden, wenn auch die Gemeinden diese Daten bekommen würden.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
Clip to Evernote

Kommentare (13)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • checker

    Ich sehe bei Airbnb keinen unzulaessigen Wettbewerbsvorteil (bei Amazon und Apple die in Irland registriert sind schon). Der Vermieter muss seine Steuern sowieso zahlen, airbnb ist ja nur Vermittler. Mich stoeren die Vorteile der Suedtiroler Bauern (besonders der Talbauern) da mehr. Sie haben Privilegien ohne Ende, zahlen kaum Steuern, tragen Umweltgifte aus und schaffen keine Arbeitsplaetze. Denkt auch mal darueber nach.

  • cif

    @checker sie sollten den Namen wechseln mit deiner Begriffsstützigkeit! Es geht in diesem Beitrag mal ausnahmsweise nicht gegen deinen Feind „Bauern“ sondern um Steuerhinterziehung der Privatvermieter.

    • yannis

      Ja es geht um Steuerhinterziehung, aber keineswegs um Airbnp, denn die haben nichts damit zu tun wenn die Gewinne die Vermieter (auch Ferienwohnung auf dem Bauernhof) vergessen ihre Steuern abzuführen.

  • andreas

    Airbnb wie auch Uber sind darauf ausgelegt, dass die Betreiber dieser Dienstleistungen Regeln nicht einhalten und Steuern hinterziehen.
    Diese beiden mit recht eigenartigen Erklärungen aus der Verantwortung zu nehmen, ist etwas weltfremd.

  • checker

    @CIF
    Was hat bitte die private Steuererklaerung der Leute mit Airbnb zu tun? Gar nichts. Denn auch wenn ich irgendeine x-beliebige Aktivitaet habe, so ist es zu 100% die Aufgabe des Unternehmers sich um die Steuern zu kuemmern. Muss ich ja sowieso tun, denn wenn ich 100 Euro auf mein Konto ueberwiesen bekomme, bin ich ja heutzutage gezwungen alles zu erklaeren. Die Konten sind mittlerweile transparent. Wieso dies Airbnb fuer mich tun sollte, erschliesst sich mir nicht. Die fuehren ihre Unternehmenssteuern dort ab, wo sie registriert sind.
    Noch was CIF: Bevor du Leute hier mit Diffamierungen ueberziehst, solltest du mal kurz schauen deine eigenen Tassen im Schrank zu haben, denn offensichtlich kennst du dich nicht aus.
    Bauern: Ja, sie sind mein Lieblingsgegner weil sie eben auch unzulaessige Privilegien erhalten und das ohne Ende.

    • cif

      checker, du bist ein billiger Neider ohne Hintergrundwissen. Wenn sich private als Möchtegernhotelier aufspielen, dann sollen sie sich gefälligst an die Regeln halten. Mit einer privaten Steuererklärung sind längst nicht alle Steuern gedeckt.
      Steck dein Geld in mehr Bildung, Geldeingänge steigen und dein Neid wird geringer.

  • checker

    Airbnb ist eine der wenigen Plattformen die es Privatleuten ermoeglicht Geld zu verdienen, ich verstehe deshalb die Leute nicht weshalb sie dagegen sind. Lieber kriechen sie den reichen Hoteliers in den Arsch.

    • yannis

      Genau das ist der Hintergrund einer gewissen Klientel, sie gönnt einfachen Privatleuten nicht einen einzigen Krümel vom Tourismus-Geschäft.
      Deswegen ist AIrBnb die böse Plattform weil er den Reichen dessen Fett anknabbert. Übrigens war es bei eBay damals auch so, als die Geschäftsleute Kartell’s ihre Felle schwimmen gehen sahen und das Geile dabei: sie sind trotz eBay bis jetzt nicht verhungert, was auch auf das Hotel-Kartell zutreffen wird.

      • andreas

        Dass aber gerade dieses böse „Geschäftsleutekartell“ durch ihre Abgaben Rentner wie dich durchfüttern müssen, scheinst du nicht zu verstehen?

        Dass Hotels eine Dienstleistung anbieten, für welche MwSt. anfällt oder Abgaben der Mitarbeiter, scheint an dir vorbeigegangen zu sein.

        Gibt es in deinem Dorf eigentlich keine Fortbildungskurse für mißgünstige und frustrierte Rentner ohne wirtschaftlicher und politischer Bildung?

  • checker

    @cif
    Es geht nicht um Neid, sondern darum eine gerechte Gesellschaft zu schaffen. Und da koennen wir Schreihaelse wie dich ueberhaupt nicht gebrauchen. Die Regulierung die angestrebt wird, zielt aber genau darauf, diese Steuereinhebung Airbnb durchfuehren zu lassen. Das wird aber nichts daran aendern, dass sie immer noch kompetitiv sein wird. Wieso sollen nur Bauern Urlaub auf dem Bauernhof anbieten duerfen. Sehe ich ueberhaupt nicht ein. Und solltest du einer sein: Wir werden euch den Saft abdrehen.

    • cif

      Du sprichst von gerechter Gesellschaft und willst deine Besenkammer trotzdem schwarz vermieten? Ich hoffe doch sehr, dass die gesamte Steuer über Airbnb abgeführt wird.
      Ich bin kein Bauer, ich verdiene indirekt von allen Berufssparten , auch von Privaten, genau so wie du auch. Leben und leben lassen!

  • checker

    Bezueglich Hintergrundwissen: Vergiss es einfach. Ich habe diese Machtclique lange schon durchschaut, da hilft auch einschuechtern nix.

  • andreas

    @checker
    Wirtschaft scheint nicht gerade dein Steckenpferd zu sein….
    Es geht darum, dass jeder der ein Produkt anbietet, dies unter denselben Bedingungen macht.
    Eine Gesellschaft funktioniert nun mal nur so.

    Nebenbei bist du bei einem Eingang auf dein Bankkonto nicht gezwungen, etwas zu erklären.
    Du bist es nur dann, wenn dich die Finanz ins Visier nimmt und wenn alles legal war, sollte das auch kein Problem sein.

    Dein Gerede von „Machtclique“ usw. ist überflüssig, zeigt aber, das du zu Verschwörungstheorien neigst.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2018 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | DATENSCHUTZ & AGB | Cookie Hinweis

Nach oben scrollen