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Foppa macht weiter

„Kandidaten nicht disponibel“: Die für diesen Samstag geplante Wahl der neuen Grünen-Spitze muss verschoben werden.

Brigitte Foppa hat lange auf diesen Tag hingefiebert: Auf dem Landeskongress am kommenden Samstag wollte die Landtagsabgeordnete nach zehn Jahren die Führung der Südtiroler Grünen abgeben, um sich künftig voll auf die neue Rolle als Fraktionssprecherin im Landtag konzentrieren zu können.

„Ich bin die dienstälteste Parteivorsitzende im Lande. Ich habe diese interessante Arbeit immer sehr gerne – sozusagen mit Haut und Haaren —gemacht. Jetzt ist es Zeit für eine Veränderung“, erklärte Brigitte Foppa vor einem Monat.

Bis Mitte Februar konnten Vorschläge für einen neunen Vorsitzenden bzw. eine neue Vorsitzende eingebracht werden, die von einem dreiköpfigen Komitee unter der Führung von Karl Tragust begutachtet wurden. Laut dem Statut der Grünen wird die Partei von einer Doppelspitze – bestehend aus einem Mann und einer Frau – geführt. Tobias Planer bewirbt sich um eine zweite Amtszeit als Grünen-Chef.

Auch für die Position der weiblichen Vorsitzenden gebe es „einige Interessenten“, sagt Planer, ohne Namen zu nennen. Darunter seien sowohl gewählte Gemeinderäte als auch als Parteimitglieder ohne Mandat. Allerdings hätten die Interessenten darum ersucht, die Europawahlen im Mai abzuwarten, bevor man die neue Führung wählt.

Derzeit seien sie „privat und beruflich nicht disponibel“, so Planer. Die Wahlen für das Europaparlament gelten aus der Sicht der Grünen als äußerst schwierig. Freilich will niemand die Amtszeit mit einer Niederlage starten. Im kommenden Jahr stehen zudem bereits die Gemeindewahlen an. Vor diesem Hintergrund wurde am Montag in der Vorstandssitzung beschlossen, dass Brigitte Foppa und Tobias Planer bis zum regulären Ablauf der Mandatsdauer Ende Mai als Vorsitzende im Amt bleiben. Erst danach soll eine neue Spitze gekürt werden.

Planer hofft, dass die Mitglieder eine Auswahl unter mehreren Kandidaten haben werden. „Brigitte Foppa hat zehn Jahre lang eine gute Arbeit geleistet und Spuren hinterlassen. Es wird für niemanden leicht, in ihre Fußstapfen zu treten“, sagt Planer. Bereits im April halten die Grünen eine Landesversammlung anlässlich der Europawahlen ab. (mat)

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