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„Zu spät reagiert“

Ulli Mair

Die Freiheitliche Ulli Mair sagt, der Landeshauptmann habe bei der Postmisere zu spät reagiert. Die Wiederherstellung der Versorgungssicherheit habe Priorität.

Die Freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fordert die Wiederherstellung eines funktionierenden Postdienstes in Südtirol. „Viel zu spät hat sich Landeshauptmann Kompatscher bei der Problematik eingeschaltet, obwohl die Unzulänglichkeiten seit Jahren bekannt waren und vor allem von der Opposition an die Regierungspartei SVP herangetragen wurden“, so Mair.

Sie meint: „Geld alleine löst nicht alle Probleme und schon gar nicht bei der Post, wie dies Landeshauptmann Kompatscher einsehen musste. Die Millionenzahlungen seitens des Landes zur angeblichen Verbesserung des Postdienstes haben nicht gefruchtet und derzeit sind eher Rückschritte als Fortschritte zu beobachten.“

Es liege nun am Landeshauptmann, den Druck auf die Post zu erhöhen, damit eine zuverlässige Zustellung von Sendungen, Briefen und Zeitungen garantiert werden kann.

„Hinsichtlich der dünnen Personaldecke und der anstehenden Pensionierungswelle braucht es eine gezielte Strategie, die das Berufsbild des Briefträgers für einheimische junge Menschen wieder attraktiv macht. Dauerbelastungen und tägliche Überstunden aufgrund des Personalmangels sind einer Grundversorgung, wie der Post, nicht würdig“, kritisiert Ulli Mair.

In einer Aussendung schreibt die Freiheitliche weiters:

„All die Probleme, die sich in den vergangenen Monaten zugespitzt haben, sind das Ergebnis einer Politik, die ausschließlich auf Sicht fährt. Es fehlen zukunftsträchtige Strategien, auch im Sinne des Autonomieausbaus, die unserer Heimat eine effiziente Eigenverwaltung ermöglicht. Die SVP als Regierungspartei täte gut daran, sich an ihre Wurzeln zu erinnern und die Probleme im Land in die Hand zu nehmen.

Ein funktionierender Postdienst in Südtirol muss zum Standard gehören, zumal der Einsatz von öffentlichen Geldmitteln gerechtfertigt werden muss. Südtirol liegt im Herzen Europas und es ist die Aufgabe der Regierung, diesen Missstand umgehend zu beheben.

Die Versorgungssicherheit – vor allem in den peripheren Gebieten – ist eine unerlässliche Notwendigkeit. Wenn der Postdienst nur eingeschränkt funktioniert, so bedeutet dies für die Bürger einen Mangel an Lebensqualität und für die Betriebe wirtschaftliche Einbußen und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit.

Eine ,Weiter-so-Politik‘ darf es nicht mehr geben. Es ist höchste Zeit zu handeln, Herr Landeshauptmann!“

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