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Die Modellregion

Die Europäische Kommission hat 7,9 Millionen Euro für die Umsetzung des LIFE-Projektes für emissionsfreie Mobilität in Südtirol zugesagt.

Die Europäische Kommission hat das vom Land Südtirol eingereichte Projekt zur Förderung der emissionsfreien Mobilität in Südtirol gutgeheißen. Damit bekommt das Land Südtirol, zusammen mit den Projektpartnern, rund 7,9 Millionen Euro an EU-Geldern für die Umsetzung des Projektes „LIFE“ für neue Infrastrukturmaßnahmen im Bereich emissionsfreie Mobilität. „Südtirol will bis 2030 zu einer Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität werden. Um dieses Ziel zu erreichen haben wir eine Reihe von Maßnahmen geplant – das LIFE-Projekt ist dabei ein wichtiger Baustein“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Eine der zentralen Säulen der Mobilitätspolitik des Landes sei die Verkehrsverbesserung mit der Förderung neuer umweltschonender Mobilitätsformen, so Alfreider.

Südtirol hat im Jahre 2011 die „KlimaStrategie Energie-Südtirol-2050“ (Klimaplan Südtirol) verabschiedet – eine klare und interdisziplinare Strategie, um den CO2-Ausstoß pro Einwohner von aktuell 4,9 Tonnen im Jahr auf 1,5 Tonnen CO2 bis zum Jahr 2050 zu reduzieren. Aus diesem Grund wurden in Südtirol bereits in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte und Initiativen ins Leben gerufen, um Lösungen zur Emissionsreduktion auch im Verkehrsbereich zu finden.

Beim neuen LIFE-Projekt gibt es fünf Aktionsfelder. Ein Aktionsfeld ist der Einsatz von emissionsfreien Fahrzeugen im privaten Personentransport und im öffentlichen Personentransport sowie in Logistik und in Betrieben, vor allem im Tourismus. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Versorgungsstruktur. So sollen 33 Batterie-Schnelllade-Stationen im Vinschgau, in Meran, in Bozen, in Bruneck und entlang der A22 entstehen. Weiters sind fünf Wasserstofftankstellen vorgesehen, und zwar im Vinschgau, in Meran, in Bruneck und entlang der A22. Als weitere Schwerpunkte soll es Vorzeigefahrzeuge in mehreren Städten geben ebenso wie Anreize und Informationen zur Elektromobilität und schließlich auch das Sammeln und die Weitergabe von Know-how.

Um alle Maßnahmen umzusetzen, werden mit der SASA AG, der Alperia AG, der A22 Brennerautobahn AG, den Stadtwerken Bruneck, demVinschger Energie Konsortium (VEK), der Europäischen Akademie Eurac und der Südtiroler Transportstrukturen AG STA weitere Partner mit ins Boot geholt.

Das Projekt „LIFE“ wurde im Rahmen des EU-Förderprogrammes „LIFE Climate Action“ im Juli 2018 von der EU positiv bewertet. Noch innerhalb des Jahres ist der EU-Fördervertrag zu unterzeichnen. Die Landesregierung hat deshalb entschieden, die eigene Inhouse Gesellschaft SASA AGzum Hauptprojektträger zu ernennen und sie beauftragt, die anstehenden Vertragsverhandlungen mit dem EU-Fördergeber abzuschließen. Die Landesregierung steuert für das Projekt 6.894.250 Euro bei.

Investiert werden insgesamt rund 22,6 Millionen Euro. Dabei beteiligen sich Alperia, VEK, Stadtwerke Bruneck, STA, EURAC und A22 sich mit insgesamt 7,8 Millionen Euro. Die EU-Förderung beläuft sich auf 7,9 Millionen Euro.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • einereiner

    Wozu brauchen wir die Wasserstofftechnologie? Es macht keinen Sinn, aus Strom H2 zu produzieren und den dann wieder in Strom umzuwandeln, wenn dabei zwei Drittel der Energie verloren gehen. Es rechnet sich nicht und ist somit immer ein Zuschussgeschäft mit Steuergeldern.

  • hubi

    das ist eine reine Geldverbrennungsmaschinerie mehr nicht. Da wäre es einfacher ein paar alte rußende Heizanlagen in Bozen durch Strombetriebene zu ersetzen. Wirkungsgrad 100 %. – aber das rechnet sich nicht, da dieser Strom das 10 fache kostet.

  • hubi

    Es ist halt nur etwas für die selbstgerechten Klima- und Umweltschützer, die auf Kosten der Allgemeinheit das Klima und die Umwelt schützen.

  • erich

    Bitte errechnet einmal wie viele Elektrobusse mit diesem Geld angeschafft werden könnten. Wasserstoff hätte nur Sinn wenn wir Überstrom hätten wie zb in Deutschland öfters die Windenergie. Strom aus Wasserkraftwerken kann man dauernd direkt verwenden, da ist die Umwandlung in Wasserstoff großer Unsinn.

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