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Nogglers Bilanz

Der scheidende Regionalassessor Sepp Noggler blickt auf die letzten fünf Jahre zurück und zieht eine positive Bilanz.

Der scheidende Regionalassessor wird in der laufenden Legislatur kein Regierungsmandat in der Region und in der Landesregierung erhalten. „Deshalb nehme ich das Ende in der Regionalregierung zum Anlass, eine Bilanz zu ziehen“, erklärt Noggler.

Was die Bedeutung der Region betrifft, sei die allgemeine Meinung im Südtiroler Politikbetrieb zwar richtig, „dass die rein politische Bedeutung eines Regierungsamtes in der Region natürlich geringer ist als in der Landesregierung. Jedoch ist auf technischer Ebene die Arbeit natürlich dieselbe, und somit nicht weniger spannend oder aufwendig“, resümiert Noggler.

Dem Regionalassessor sind in der vergangenen Legislatur die Zuständigkeiten im Bereich der Gemeinden zugeteilt worden. „Als ehemaliger Bürgermeister und Bezirksgemeinschaftspräsident konnte ich meine Erfahrung einbringen, und ich denke, die machbaren Aufgaben im vergangenen Regierungsprogramm vollständig abgearbeitet zu haben.“

Vor allem die längst überfällige Verabschiedung des Kodex der örtlichen Körperschaften war der „größte Brocken“ in seiner Amtszeit. „Gerne erinnere ich mich auch an das Wahlgesetz für die Stadt Bozen, das zur lang ersehnten Stabilität in der Landeshauptstadt beigetragen hat“. Natürlich sei in Punkto Wahlgesetz die allgemeine Reform des Gemeindewahlgesetzes zu erwähnen. Was die Senkung der Bürokratiekosten anbelangt, fallen in Nogglers Amtszeit die vielen Gemeindefusionen in der Provinz Trient. Insgesamt hat Noggler in seiner Amtszeit 39 Gesetze durch den Regionalrat gebracht.

Abschließend könne Noggler mit gutem Gewissen sagen, „keine offenen Baustellen“ hinterlassen zu haben.

Noggler fügt hinzu, dass „mich gleichzeitig zum Regierungsamt in der Region die Arbeit als  Abgeordneter im Südtiroler Landtag nicht weniger gefordert hat“. Mit 83 Anfragen, 22 Anträgen und 6 Gesetzentwürfen führt er die Statistik der Arbeitsleistungen der Abgeordneten der SVP-Fraktion der vergangenen Legislatur deutlich an.

„Besonders freut mich, dass es mir gelungen ist, erstmals ein eigenständiges Landtagswahlgesetz durchgebracht zu haben. Diese Aufgabe war seit 2001 zu erledigen gewesen. Auch die Änderungen beim Wohnbauförderungsgesetz und die Stärkung der Bürgerrechte bei Verwaltungsstrafen und Verwaltungsverfahren sind mir wichtig, zu erwähnen“, so Noggler.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • drago

    „Mit 83 Anfragen, 22 Anträgen und 6 Gesetzentwürfen führt er die Statistik der Arbeitsleistungen der Abgeordneten der SVP-Fraktion der vergangenen Legislatur deutlich an.“
    Endlich kommt ans Licht, was die lieben Abgeordneten den ganzen langen Tag tun. In 5 Jahren 83 Anfragen (~ alle 3 Wochen ein Anfrage), 22 Anträge (~ alle 3 Monate einen Antrag) und 6 Gesetzesentürfe (~ einen Entwurf pro Jahr, wobei er die Entwürfe wahrscheinlich nicht alleine eingebracht hat). Ich fange gar nicht an zu rechnen, wie viel er pro genannter Tätigkeit erhalten hat, wobei er auch noch vergessen hat zu sagen, wieviele seiner 6 Entwürfe angenommen wurden.

  • morgenstern

    Ich glaube zu verstehen was es mit dem Begriff „Selbstbeweihräucherung“ auf sich hat.

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