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Bausparen in Südtirol

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Die Nachfrage fürs Bausparen ist weiterhin hoch: 1300 Anträge und fast 100 Millionen Euro an Investitionen. Ab 1. März sinkt der Zinssatz auf ein Prozent.

Der Zuspruch der Südtiroler für das Bausparen ist beachtlich: Zwischen dem 1. Juli 2015 und Ende 2018 wurden rund 1300 Bausparanträge gestellt und in Folge Investitionen von rund 100 Millionen Euro vorfinanziert. 2019 treten zwei Neuerungen in Kraft: Zum einen wird mit 1. März der Zinssatz für die Darlehen noch günstiger und sinkt auf ein Prozent. Zum anderen übernimmt ab 1. Juli die ASWE (Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung) die Tätigkeiten der  Südtirol Finance AG im Bereich Bausparen.

Mit dem Südtiroler Bausparmodell schaffte die Südtiroler Landesregierung 2015 eine neue Form der Förderung für den Erwerb oder die Sanierung oder Renovierung der Erstwohnung. So gelang es ihr, eine Synergie zwischen dem Zusatzrentensparen und der Bausparkultur nach dem nordeuropäischen Modell des Bausparens zu schaffen: Wer in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben ist, kann dank Unterstützung des Landes ein günstiges Bauspardarlehen zu einem fixen Zinssatz für die gesamte Laufzeit bekommen. Letztere beträgt  maximal 20 Jahre.

„Das Zusatzrentensparen ist auch für junge Menschen wichtig, die vielleicht nicht ohne Weiteres an die spätere Rente denken. So wird für sie das Sparen für die Pension vordergründig zu einem Sparen für das eigene Heim“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz der Landesregierung. „Mit diesem Modell will die Südtiroler Landesregierung den Südtirolern die Möglichkeit geben, sich noch leichter ein Eigenheim zu finanzieren.“ Andererseits unterstütze die öffentliche Hand auf diese Weise jene, die sparen.

Ins Leben gerufen wurde das Bausparmodell gemeinsam mit den lokalen Bankinstituten, Pensplan, der Südtirol Finance AG als Verwalter der Geldmittel und der Landesabteilung Wohnungsbau.

Die Landesregierung genehmigte im November 2018 die neuen Richtlinien und die Vereinbarung für die Gewährung von Bauspardarlehen. Mit der Reduzierung des Zinssatzes von 1,5 auf 1 Prozent ab 1. Märznsind die Bauspardarlehen noch attraktiver geworden.

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Kommentare (1)

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  • einereiner

    „eine Synergie zwischen dem Zusatzrentensparen und der Bausparkultur nach dem nordeuropäischen Modell des Bausparens“
    Hier wird eine Riesenfrechheit elegant beschrieben. Das nordeuropäische Modell läuft folgendermaßen: Man spart viele Jahre bei einer Bank an, wenn man dann baut, holt man sich das Angesparte Geld und bekommt, da man ja lange Vertrauen aufgebaut hat, noch einen hohen Kredit von der Bank.
    Beim Südtiroler Modell kriegt man das angesparte Geld (das einem selbst gehört) NICHT. Sondern nur einen noch höheren Kredit. Das heißt, man trägt das doppelte Risiko: einmal für den sehr hohen Kredit und noch für die eingezahlten Gelder, die ja in einem riskanten Pensionsfond stecken. Wenn beide hops gehen, ist man mit doppelt so viel Schulden allein als der nordeuropäische.
    Dieses System als Bausparmodell zu verkaufen ist eine Frechheit, wenn nicht gar Betrug.

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